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11. Juni 2005, 12:40
Papst Benedikt XVI.: Die Wahrheit der Ehe und der Familie














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  THEMA 'BenediktXVI'

KATH.NET dokumentiert aus aktuellem Anlass den Vortrag von Papst Benedikt XVI. zum Thema Familie beim Kongress der Diözese Rom vom vergangenen Montag in der Lateran-Basilika

Rom (www.kath.net / Fidesdienst) Am vergangenen Montag, den 6. Juni, eröffnete Papst Benedikt XVI. in der Lateran-Basilika den Kongress der Diözese Rom zum Thema "Familie und christliche Gemeinde: Bildung der Person und Weitergabe des Glaubens" und hielt aus diesem Anlass einen Grundlagenvortrag. KATH.NET berichtete. Wir dokumentieren den Wortlaut der Ansprache des Papstes in einer vom Fidesdienst vorgenommen, redaktionell überarbeiteten Übersetzung.

Die anthropologischen Grundlagen der Familie

Ehe und Familie sind in Wirklichkeit keine zufällige soziologische Konstruktion oder das Ergebnis besonderer historischer und wirtschaftlicher Umstände. Im Gegenteil hat die Frage der richtigen Beziehung zwischen Mann und Frau ihre Wurzeln im tieferen Wesen des menschlichen Seins und kann ihre Antwort nur von hier aus haben. Sie kann daher nicht von der alten und immer neuen Frage des Menschen über sich getrennt werden: Wer bin ich? Was ist der Mensch? Und diese Frage kann ihrerseits nicht von der Frage nach Gott getrennt werden: Gibt es Gott? Wer ist Gott? Wie sieht sein wahres Antlitz aus? Die biblische Antwort auf diese beiden Fragen ist eine einzige und das eine folgt aus dem anderen: Der Mensch ist nach dem Ebenbild Gottes geschaffen und Gott selbst ist die Liebe.

Daher macht die Berufung zur Liebe die wahre Gottesebenbildlichkeit des Menschen aus: er wird Gott ähnlich in dem Maß, in dem er zu jemandem wird, der liebt. Aus dieser grundlegenden Verbindung zwischen Gott und dem Menschen folgt eine andere: Die unauflösliche Verbindung zwischen Geist und Leib: der menschliche Geist drückt sich durch den Leib aus und der Leib wird durch einen unsterblichen Geist belebt. "Der Leib des Mannes und der Frau hat daher sozusagen einen theologischen Charakter, er ist nicht nur ein einfacher Leib, und das was im Menschen biologisch ist, ist nicht nur biologisch, er ist Ausdruck und Erfüllung unseres Menschseins. Genauso steht die menschliche Sexualität nicht an der Seite unseres Personseins, sondern gehört zu ihm. Nur wenn sich die Sexualität in die Person integriert hat, kann sie sich selbst einen Sinn geben.

Aus diesen beiden Verbindungen des Menschen mit Gott und im Menschen des Leibes mit dem Geist folgt eine dritte: die Verbindung zwischen der Person und der Institution. Der Mensch umfasst in seiner Ganzheit auch die zeitliche Dimension und das "Ja" des Menschen bedeutet, dass er über den gegenwärtigen Moment hinausgeht: in seiner Ganzheit bedeutet das "Ja" auch "immer" und bildet damit den Raum der Treue. Nur in diesem Rahmen kann jener Glaube wachsen, der Zukunft gibt und es ermöglicht, dass die Kinder, als Frucht der Liebe, an den Menschen und an seine Zukunft in schwierigen Zeiten glauben. Dir Freiheit zum "Ja" erweist sich deshalb als Freiheit, das zu verantworten, was endgültig ist: die größte Ausdrucksform der Freiheit ist deshalb nicht die Suche nach Vergnügen, ohne dabei je eine wahre Entscheidung zu treffen. Augenscheinlich scheint diese permanente Öffnung die Verwirklichung der Freiheit zu sein, doch dies ist nicht wahr: der wahre Ausdruck der Freiheit ist die Fähigkeit sich für diese endgültige Hingabe zu entscheiden, in der die Freiheit, durch die eigene Hingabe, sich selbst vollkommen findet.

Konkret bedeutet das, dass das persönliche und gegenseitige "Ja" des Mannes und der Frau den Raum für die Zukunft öffnet, für das wahre Menschsein des einzelnen, und gleichsam es für die Weitergabe neuen Lebens bestimmt. Deshalb muss dieses persönliche "Ja" auch ein "Ja" der öffentlichen Verantwortlichkeit sein, mit dem sich die Eheleute öffentlich für die Treue verantworten, was auch die Zukunft der Gemeinschaft garantiert. Niemand gehört schließlich nur sich selbst: deshalb muss jeder die eigene öffentliche Verantwortung auf sich nehmen. Die Ehe als Institution ist deshalb nicht ein unangemessenes Eingreifen der Gesellschaft oder der Behörde, eine formelle Auflage von Außen in die private Sphäre des Lebens; sie ist vielmehr ein Erfordernis, das dem Versprechen der ehelichen Liebe und der Tiefe der menschlichen Person innewohnt.

Die verschiedenen Formen der Auflösung der Familie von heute wie die 'Ehe ohne Trauschein', die 'Ehe auf Probe' bis hin zur Pseudo-Ehe von Personen des gleichen Geschlechts sind hingegen Ausdruck einer anarchischen Freiheit, die zu unrecht als wahre Befreiung dargestellt wird. Eine solche Pseudo-Freiheit gründet sich auf einer Banalisierung des Leibes, die unausweichlich die Banalisierung des Menschen mit einschließt. Deren Grundsatz ist, dass der Mensch mit sich machen kann, was er will: Sein Leib wird so zu einer zweitrangigen, vom menschlichen Standpunkt aus manipulierbaren Sache, die man nach Gutdünken benützen kann. Der Libertinismus, der als Entdeckung des Leibes und seines Wertes verkauft wird, ist in Wirklichkeit ein Dualismus, der den Leib verachtenswert macht und ihn gleichsam außerhalb der Würde der menschlichen Person ansetzt.

Die Wahrheit der Ehe und der Familie, die in der Wahrheit des Menschen wurzelt, wurde in der Geschichte des Heils umgesetzt, in deren Mittelpunkt das Wort steht: "Gott liebt sein Volk". Die biblische Offenbarung ist in der Tat vor allem Ausdruck einer Geschichte der Liebe, der Liebe des Bundes Gottes mit den Menschen: deshalb konnte die Geschichte der Gemeinschaft zwischen einem Mann und einer Frau im Bund der Ehe von Gott als Symbol der Geschichte des Heils angenommen werden. Diese mit Worten unauslotbare Tatsache, das Geheimnis der Liebe Gottes zu den Menschen, kann sprachlich mit dem Vokabular der Ehe und der Familie zum Ausdruck gebracht werden, im Positiven und im Negativen: Die Annäherung Gottes an sein Volk wird mit der Sprache der ehelichen Liebe zum Ausdruck gebracht, während die Untreue Israels und dessen Götzenverehrung als Ehebruch und Prostitution dargestellt werden.

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Im Neuen Testament setzt Gott seine Liebe auf radikale Weise um und wird selbst durch seinen Sohn Fleisch unseres Fleisches, wahrer Mensch. Auf diese Weise nimmt die Gemeinschaft Gottes mit dem Menschen ihre höchste, irreversible, endgültige Form an. Und auf diese Weise wird auch die endgültige Form der menschlichen Liebe vorgezeichnet, jenes gegenseitige "Ja", das nicht widerrufen werden kann: dies entfremdet den Menschen nicht, sondern es befreit ihn von den Entfremdungen der Geschichte, um ihn zur Wahrheit der Schöpfung zurückzuführen. Die Form des Sakraments, die die Ehe in Christus annimmt, bedeutet, dass das Geschenk der Schöpfung durch die Erlösung zur Gnade der Erlösung erhoben wurde. Die Gnade Christi wird jedoch dem Wesen des Menschen nicht von außen hinzugefügt, sie tut ihm keine Gewalt an, sondern sie befreit es und stellt es wieder her, indem es dieses Wesen über die eigenen Grenzen hinaushebt. Und wie die Menschwerdung des Gottessohns ihre wahre Bedeutung im Kreuz erhält, so ist die wahre menschliche Liebe die Hingabe seiner selbst und kann nicht existieren, wenn sie sich dem Kreuz entziehen will.

Liebe Brüder und Schwestern, diese tiefe Beziehung zwischen Gott und dem Menschen, zwischen der göttlichen Liebe und der menschlichen Liebe, wird auch durch einige negativen Tendenzen und Entwicklungen bestätigt, deren Last wir spüren. Die Entkräftung der menschlichen Liebe, die Unterdrückung der wahren Fähigkeit zur Liebe, erweist sich in der Tat in der heutigen Zeit als geeignete und wirksame Waffe, wenn es darum geht, Gott aus dem Menschen zu verjagen, Gott aus dem Blick und aus dem Herzen des Menschen zu entfernen. Entsprechend führt die Absicht, die Natur von Gott zu "befreien" dazu, dass man die eigentliche Realität der Natur aus dem Blick verliert, einschließlich der Natur des Menschen, indem sie auf ein Zusammenspiel von Funktionen reduziert wird, deren man sich nach Belieben bedienen kann, um eine angeblich bessere Welt und eine angeblich glücklichere Menschheit aufzubauen; doch man zerstört vielmehr den Plan des Schöpfers und damit die Wahrheit unseres Wesens.

Die Kinder

Auch durch das Hervorbringen von Kindern spiegelt die Ehe ihr göttliches Vorbild wieder, die Liebe Gottes zum Menschen. Im Mann und in der Frau lassen sich die Vaterschaft und die Mutterschaft, wie der Leib und wie die Liebe nicht nur durch das Biologische umschreiben: das Leben wird nur vollständig weitergegeben, wenn durch die Geburt auch die Liebe und der Sinn geschenkt werden, die es möglich machen, dieses Leben zu bejahen. Gerade dies erklärt im Grunde, wie sehr es der menschlichen Liebe und der Berufung des Mannes und der Frau widerspricht, wenn man die die eigene Gemeinschaft systematisch der Weitergabe des Lebens verschließt und noch mehr, wenn man das ungeborne Leben unterdrückt oder antastet. Kein Mann und keine Frau können jedoch allein und nur aus eigener Kraft den Kindern auf angemessene Weise die Liebe und den Sinn des Lebens schenken.

Damit man jemandem sagen kann "dein Leben ist gut, obwohl ich deine Zukunft nicht kenne", bedarf es einer Autorität und einer Glaubwürdigkeit, die das übertreffen, was das Individuum sich selbst geben kann. Der Christ weiß, dass diese Autorität jener großen Familie verliehen wurde, die Gott, durch seinen Sohn Jesus Christus und die Gnade des Heiligen Geistes, in der Geschichte der Menschheit geschaffen hat, nämlich die Kirche. Er weiß, dass hier jene ewige und unzerstörbare Liebe wirkt, die dem Leben jedes Einzelnen unter uns permanenten Sinn gibt, auch wenn wir die Zukunft nicht kennen. Aus diesem Grund findet die Gründung jeder einzelnen christlichen Familie im Kontext der großen Familie der Kirche statt, die sie stützt und mit trägt und sicherstellt, dass es einen Sinn gibt und dass auch in der Zukunft das "Ja" des Schöpfers für sie gelten wird.

Und auf dieselbe Weise wird auch die Kirche von den Familien getragen, "den kleinen Hauskirchen", als die sie das Zweite Vatikanische Konzil bezeichnet (Lumen gentium 11, Apostolicam acutositatem, 11) und damit eine Ausdrucksform der Patristik aufnahm (Hl. Johannes Crisostomus, In Genesim serm. VI,2; VII,1). In diesem Sinn heißt es auch in dem Apostolischen Schreiben "Familiaris consortio" "Die christliche Ehe. ist der natürliche Ort, an dem sich die menschliche Person in die große Familie der Kirche einfügt" (vgl. Nr. 15).

Die Familie und die Kirche

Aus alldem folgt ganz offensichtlich: Familie und Kirche, konkret gesagt die Pfarreien und alle anderen Formen der kirchlichen Gemeinschaft sind zur engen Zusammenarbeit berufen, wenn es um die grundlegende Aufgabe geht, die in der untrennbaren Bildung der Person und der Weitergabe des Glaubens besteht. Wir wissen gut, dass für die wahre Erziehungsarbeit eine richtige Theorie oder eine mitzuteilende Lehre nicht ausreichen. Es ist etwas viel Größeres und Menschlicheres notwendig, jene Nähe, die täglich erlebt wird, die der Liebe eigen ist und ihren geeigneten Raum vor allem in der familiären Gemeinschaft finden und später auch in einer Pfarrei, einer Bewegung und einem Laienverband, in denen man Menschen begegnet, die sich ihrer Mitmenschen, insbesondere der Kinder und Jugendlichen, aber auch der Erwachsenen, der Senioren, der Kranken und der Familien selbst annehmen, weil sie, in Christus, ihr Wohl wünschen. Der große Schutzpatron der Erzieher, der heilige Giovanni Bosco, erinnerte seine geistlichen Söhne daran, dass "die Erziehung eine Sache des Herzens ist und dass Gott allein darüber verfügt" (Briefe, 4,209).

Im Mittelpunkt der erzieherischen Tätigkeit und insbesondere in der Glaubenserziehung, die der Höhepunkt der Bildung einer Person und ihr geeigneter Horizont ist, steht die Figur des Zeugen: er ist Bezugspunkt, wenn er den Grund der Hoffnung zu vermitteln weiß, auf der sein Leben gründet und persönlich an der Wahrheit teilhat, die er weitergeben will. Auf der anderen Seite bezieht sich der Zeuge nie auf sich selbst, sondern auf etwas oder vielmehr auf jemanden, der größer ist als er, dem er begegnet ist und dessen zuverlässige Güte er erfahren hat. Auf diese Weise ist Jesus Christus das Vorbild jedes Erziehers und Zeugen, denn er ist der große Zeuge des Vaters, der nichts von sich selbst sagte, sondern so sprach, wie der Vater es ihn gelehrt hatte. (vgl. Joh 8,28). Deshalb ist die Grundlage der Bildung der christlichen Person und der Weitergabe des Glaubens notwendigerweise das Gebet, die persönliche Freundschaft mit Christus und in Ihm die Betrachtung des Antlitzes des Vaters. Und dasselbe gilt, offensichtlich, für unser ganzes missionarisches Engagement, insbesondere bei der Familienpastoral: die Familie von Nazareth soll deshalb für unsere Familien und für unsere Gemeinschaften Gegenstand unseres stetigen und zuversichtlichen Gebets und Lebensmodell sein.

Liebe Brüder und Schwestern und ihr, liebe Priester, ich weiß um die Hochherzigkeit und die Hingabe. Eure tägliche Arbeit bei der Glaubenserziehung der neuen Generationen in enger Verbindung mit den Sakramenten der christlichen Initiation und der Vorbereitung auf die Ehe sowie der Beratung der Familien auf ihrem oft nicht einfachen Weg, insbesondere bei der großen Aufgabe der Erziehung der Kinder, ist der grundlegende Weg für die immer wieder neue Regeneration der Kirche und für die Belebung des gesellschaftlichen Gewebes dieser unserer geliebten Stadt Rom.

Die Gefahr des Relativismus

Macht also weiter, ohne euch von den Schwierigkeiten, auf die ihr stoßt, entmutigen zu lassen. Die erzieherische Beziehung ist ihrem Wesen nach eine delikate Angelegenheit: es geht dabei in der Tat um die Freiheit des anderen, der wenn auch auf vorsichtige Art und Weise, doch zu einer Entscheidung bewegt werden soll. Weder Eltern, noch Priester oder Katechisten und andere Erzieher, sollen die Freiheit des Kindes, der Jugendlichen oder des Heranwachsenden, an den sie sich wenden, ersetzen. Und vor allem das christliche Angebot beruft sich im Grunde auf die Freiheit, indem sie zum Glauben und zur Umkehr aufruft.

Ein besonders heimtückisches Hindernis bei der Erziehungstätigkeit ist die massive Präsenz des Relativismus in unserer Gesellschaft und unserer Kultur, der indem er nichts als definitiv anerkennt, das letzte Maß dem eigenen "Ich" mit seinen Gelüsten überlässt und unter dem Deckmantel der Freiheit für jeden zum Gefängnis wird, da er den einen vom anderen trennt und jeden in das eigene "Ich" einschließt. Vor einem solchen Horizont des Relativismus ist deshalb eine wahre Erziehung nicht möglich ohne das Licht der Wahrheit. Früher oder später ist jeder Mensch dazu verurteilt, an der Güte seines eigenen Lebens und den Beziehungen, die es ausmachen, zu zweifeln und an der Gültigkeit seines Engagements dafür, zusammen mit den anderen etwas Gemeinsames aufzubauen.

Es ist also klar, dass wir nicht nur versuchen sollten, den Relativismus bei unserer Arbeit für die Bildung der Person zu überwinden. Wir sind vielmehr auch berufen, dessen zerstörerischer Vorherrschaft in der Gesellschaft und in der Kultur entgegenzuwirken. Es ist sehr wichtig, dass wir neben dem Wort der Kirche, dem Zeugnis und dem öffentlichen Engagement der christlichen Familien, insbesondere bei der Unantastbarkeit des Menschenlebens von der Empfängnis bis zu seinem natürlichen Ende, den einzigartigen und unersetzbaren Wert der Familie, die auf der Ehe gründet, und die Notwendigkeit von gesetzlichen und administrativen Maßnahmen zur Unterstützung der Familie bei der Kindererziehung als für unsere Zukunft wesentliche Aufgabe bekräftigen. Auch deshalb sage ich euch von Herzen Dankeschön.

Priesteramt und Ordensleben

Eine letzte Botschaft, die ich euch anvertrauen möchte, betrifft die Begleitung der Priester- und Ordensberufe. Wir wissen alle, wie sehr die Kirche sie braucht! Damit diese Berufe entstehen und zur Reife gelangen, damit Menschen die berufen wurden, dieser Berufung stets würdig bleiben, ist vor allem das Gebet von entscheidender Bedeutung, das in keiner Familie und christlichen Gemeinschaft je fehlen sollte. Doch grundlegend ist auch das Zeugnis des Lebens der Priester und Ordensleute, die Freude, mit der sie zum Ausdruck bringen, dass sie vom Herrn berufen wurden. Und ebenso wesentlich ist das Vorbild, das die Kinder in der eigenen Familie erhalten. Und die Überzeugung der Familien selbst, dass auch für sie die Berufung der eigenen Kinder ein Geschenk Gottes ist. Die Entscheidung für die Jungfräulichkeit aus Liebe zu Gott und den Mitmenschen, die für das Priesteramt und das Ordensleben erforderlich ist, geht mit der Wertschätzung der christlichen Ehe einher. Beide machen auf unterschiedliche und komplementäre Art und Weise das Geheimnis des Bundes zwischen Gott und seinem Volk sichtbar.

   

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