
Allensbach (kath.net/idea)
Eine überwältigende Bevölkerungsmehrheit unterstützt die Sperrung von Kinderpornoseiten im Internet. 91 Prozent begrüßen die entsprechenden Maßnahmen der Bundesregierung. Unter intensiven Internetnutzern sind es 89 Prozent. Das geht aus einer am 21. Juli veröffentlichten Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach (Allensbach am Bodensee) hervor.
Lediglich sechs Prozent der Gesamtbevölkerung und neun Prozent der intensiven Onlinenutzer halten die Sperren für ungeeignet, um Kinderpornographie im Netz zu bekämpfen. Drei bzw. zwei Prozent sind unentschieden.
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Der Bundestag hat vor kurzem ein Gesetz beschlossen, das die polizeiliche Sperrung von kinderpornographischen Internetseiten erlaubt. Wer solche Angebote aufruft, wird auf eine Seite mit einem Stoppschild umgeleitet. Dort wird unter anderem auf die Strafbarkeit von Kinderpornographie hingewiesen.
Die Mehrheit der rund 1.800 Befragten teilt nicht die Ansicht, dass durch diese Sperrung die Informationsfreiheit unverhältnismäßig eingeschränkt wird. 90 Prozent betonten, dass die Grenzen der Freiheit durch Kinderpornographie deutlich überschritten würden. Lediglich drei Prozent sind der Ansicht, dass Kinderpornographie zwar bekämpft werden sollte, dass aber eine Blockade von Internetseiten die Freiheit zu sehr einschränke.
Allerdings bezweifeln knapp zwei Drittel (62 Prozent) die Erfolgsaussichten des Gesetzes. Menschen, die unbedingt Kinderpornos im Internet sehen wollen, fänden Wege zum Umgehen der Sperren. 29 Prozent glauben, dass diese Erfolg haben. |