
Pjöngjang (kath.net/idea) Wegen Bibelverbreitung soll eine nordkoreanische Christin nach Angaben einer Menschenrechtsorganisation öffentlich hingerichtet worden sein. Außerdem habe man die 33-jährige Ri Hyon-Ok, Mutter von drei Kindern, beschuldigt, für Südkorea und die Vereinigten Staaten spioniert zu haben. Das berichtet die „Investigative Kommission für Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ am 24. Juli.
Die Hinrichtung soll bereits am 16. Juni in der Stadt Ryongchon an der Grenze zu China stattgefunden haben. Am nächsten Tag seien der Ehemann, die Kinder und die Eltern der Frau in ein Straflager abtransportiert worden. Die Kommission setzt sich dafür ein, den kommunistischen Diktator Nordkoreas, Kim Jong-Il, wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor Gericht zu stellen. Nordkorea ist laut Untersuchungen des Hilfswerks Open Doors der schlimmste Christenverfolgerstaat.
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Das Regime in Pjöngjang halte das Christentum für eine der größten Gefahren, weil es auch in Osteuropa den Anstoß für den Zusammenbruch der kommunistischen Herrschaft gegeben habe, so die Organisation. Sie setzt sich weltweit für verfolgte Christen ein. Zwar herrscht in Nordkorea offiziell Religionsfreiheit, aber bis zu 70.000 Christen werden in über 30 Arbeits- und Straflagern gefangen gehalten. Von den 23,6 Millionen Einwohnern sind offiziellen Angaben zufolge etwa 12.000 Christen, die zu vier staatlich anerkannten Kirchengemeinden gehören – zwei evangelischen, einer katholischen und einer russisch-orthodoxen. Religionsstatistiker gehen davon aus, dass sich weit über 400.000 Christen im Verborgenen treffen.
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