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01. August 2009, 09:47
Die Kinderlosigkeit














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  THEMA 'Familie'

Statistisches Bundesamt: Je höher der Bildungsstand desto weniger Kinder - Ein Kommentar von Kurt J. Heinz

München (kath.net/medrum)
Die Untersuchungen des Statistischen Bundesamtes über die Bevölkerungsentwicklung bringen aufschlussreiche Erkenntnisse mit sich. Bildungsstand und Kinderzahl stehen bei Frauen in einem Gegensatz.
Je höher der Bildungsstand von Frauen ist, desto weniger Kinder haben sie, fand das Statistische Bundesamt im Rahmen seiner Untersuchungen zum Mikrozensus heraus. Die Bundesgesundheitsministerin ist als Mutter von sieben Kindern atypisch. Akademikerinnen gehören in der Regel zu den kinderärmsten Frauen, vor allem in Westdeutschland. Danach haben 28 Prozent der westdeutschen Akademikerinnen im Alter von 40 bis 75 Jahren keine Kinder.

Die Erkenntnisse des Statistischen Bundesamtes sind mit der Überschrift versehen: "Die Kinderlosigkeit nimmt zu." Diese Erkenntnis und ihre Konsequenz sind nicht wirklich neu. Denn seit Jahrzehnten nimmt die Zahl der Geburten in Deutschland ab. Deutschland gehört zu den kinderärmsten Ländern Europas. Interessant an den Erkenntnissen der amtlichen Statistiker ist auch die Tatsache, dass die vielfachen Behauptungen der Familienministerin Ursula von der Leyen, der Kinderwunsch in Deutschland sei wieder gestiegen, dies zeige sich auch in den Geburtenzahlen, die Familienpolitik der Bundesregierung sei erfolgreich, durch die Ergebnisse der Untersuchung widerlegt werden. Bei Ursula von der Leyen zeigt sich, dass mehr der Wunsch Mutter ihrer Gedanken ist, dass die Realität aber eben anders aussieht.

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Ein Fazit aus den Untersuchungen des Bundesamtes lautet: Ursula von der Leyen ist nicht repräsentativ für deutsche Akademikerinnen und hat es als Familienministerin trotz aller gegenteiligen Verkündigungen bisher nicht geschafft, der Kinderlosigkeit in Deutschland beizukommen. Elterngeld und Krippenausbau scheinen nicht geeignet, das Übel bei der Wurzel zu packen. Auch mit mehr Bildung ist diesem nicht beizukommen. Die Untersuchung zeigt das Gegenteil.
Papst Benedikt hat demgegenüber in seiner Enzyklika "CARITATAS IN VERITATE" einen Weg aufgezeigt, der aus der Kinderlosigkeit herausführt und dieser Gesellschaft eine Zukunftsperspektive gibt. Er sagt dazu: "Daher wird es zu einer sozialen und sogar ökonomischen Notwendigkeit, den jungen Generationen wieder die Schönheit der Familie und der Ehe vor Augen zu stellen sowie die Übereinstimmung dieser Einrichtungen mit den tiefsten Bedürfnissen des Herzens und der Würde des Menschen. In dieser Hinsicht sind die Staaten dazu aufgerufen, politische Maßnahmen zu treffen, die die zentrale Stellung und die Unversehrtheit der auf die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau gegründeten Familie, der Grund- und Lebenszelle der Gesellschaft, dadurch fördern, indem sie sich auch um deren wirtschaftliche und finanzielle Probleme in Achtung vor ihrem auf Beziehung beruhenden Wesen kümmern."

Doch ist diese Botschaft des Papstes willkommen? Wer will sie hören? Wer ist bereit, diese Botschaft an oberste Stelle der politischen Tagesordnung zu setzen. SPD, Grüne, LINKE und FDP sind mehr daran interessiert, das Adoptionsrecht für homosexuelle Lebensgemeinschaften einzuführen. Doch damit werden diese Parteien das Problem einer kinderlosen Gesellschaft nicht beseitigen. Und dieses Problem gehört zu den wirklichen Problemen dieses Landes, das die gesamte Gesellschaft in ihren Grundfesten betrifft, einerlei wie sie sexuell orientiert ist.


   

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