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16. November 2009, 11:33
Wer ist glaubwürdiger, ein Arzt oder ein Schlosser?














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  THEMA 'Pro-Life'

HLI-Chef Dietmar Fischer kündigt im Gespräch mit Kath.Net einen Boykott der Firma an, die in Österreich die Pille danach einführen und erklärt, warum SPÖ-Gesundheitsminister Stögers Aussagen frauenverachtend sind

Wien (kath.net)
Kath.net: Gestern hat Gesundheitsminister Stöger in der Pressestunde wieder die Rezeptfreistellung der Pille danach propagiert und gesagt, dass er in den nächsten Tagen den Antrag der Pharmafirma erwarte und diesen dann genehmigen werde. Was sagen Sie dazu?

Dietmar Fischer: Seine Aussagen sind extrem frauenverachtend und ein riesiger Skandal, weil sich damit der SPÖ-Gesundheitsminister über die Fachmeinung von über 1500 Frauenärzten aus Österreich und der Österreichischen Ärztekammer hinwegsetzt. Man muss sich hier wirklich die Frage stellen: Wer ist denn hier als Experte für die Gesundheitsfragen zuständig und glaubwürdig? Ärzte und Gynäkologen mit einer hoch qualifizierter universitäreren Fachausbildung oder ein SPÖ-Minister, der von der Berufsausbildung her Schlosser ist und offensichtlich keine Ahnung von den Zusammenhängen und Wirkungen der sehr hoch dosierten Hormonbombe Pille danach hat. Dies ist ja eine reine Abtreibungspille, was ja auch die Hersteller in ihren Wirkungsbeschreibungen zugeben und sogar als Vorteil propagiert wird . Die Pille danach verzögert den Transport durch den Eileiter und verhindert die Einnistung der befruchteten Eizelle und damit des 4-5 Tage alten Kindes in der Gebärmutter.

Kath.net: Was wird HLI (Human Life International) bzw. was werden die Lebensschützer dagegen unternehmen?

Mag. Fischer: Wir gehen jetzt nach dem Motto des Hl. Benedikt „ora et labora“ nach einem 3-Stufen Plan vor. In diesem Kampf für das Leben steht an zuerst wie immer der geistliche Aspekt, denn „getrennt von mir könnt ihr nichts tun“. Und erlösen „vom dem Bösen“ kann uns nur Gott. Also bitte ich alle Leser von kath.net, sich unserem Sturm-Gebet für Österreich anzuschließen. Wir haben bereits mit unserem Team eine 1.Novene vom 6.- 15. Nov., dem Fest des Hl. Leopold gemacht. Die 2. Novene folgt vom 19. Nov. bis zum 28.11., dem Fest der Wunderbaren Medaille. In der 1. Adventwoche auf das Hochfest „Maria Immaculata“ hin folgt dann die Aktion David gegen Goliath. Dann werden wir in Österreich die so genannte Davidschleuder, den Rosenkranz, einsetzen. Diese soll gegen gegen den heute hochmütigen Goliath bzw. die Politiker, die sein wollen wie Gott und sich über seine Gebote und die Naturgesetze hinwegsetzen eingesetzt werden.

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Weiters werden wir arbeiten und kämpfen, als ob alles von uns Christen – als dem Licht der Welt – abhängen wird. Deshalb möchte ich zunächst alle auffordern, sich möglichst bald auch der Bischofs-Petition gegen die Pille danach [siehe: frauen-schuetzen.at anzuschließen und diese möglichst breit auch im Freundeskreis zu verbreiten.

Und schließlich planen wir einen Boykott gegen die Firma, die die Abtreibungspille herstellt und einführen möchte. Die wird sich sehr wohl aus wirtschaftlichen Gründen überlegen müssen, ob sie den Wirbel um dieses eine Produkt in Kauf nimmt und Gefahr läuft, ein vielfaches an Geschäft bei ihrer breiten Angebotspalette einzubüßen, weil einerseits Konsumenten nicht mehr bereit sind, Produkte dieser Firma zu kaufen und einzunehmen und andererseits auch viele Ärzte auch auf Wunsch der Patienten Produkte anderer Firmen bevorzugen und verschreiben werden. Auch vor 10 Jahren, als die SPÖ Gesundheitsministerin Hostasch und Frauenministerin Prammer die Tötungspille RU 486 nur 10 Tage vor Weinachten ebenso per Verordnung in Österreich zugelassen und eingeführt hat, hat die gleiche Herstellerfirma klein beigegeben und von der Einführung in Österreich abgesehen. Damals musste eine eigene Firma für die Verbreitung der RU 486 / Mifegyne gegründet werden.

Kath.net: Das heißt also, die Pro-Life Bewegung in Österreich bietet dem SPÖ Minister Stöger und der Pharmafirma der Pille danach die Stirn und gibt nicht klein bei.

Mag. Fischer: Jawohl, aufgeben tut man einen Brief, aber niemals im Kampf für das Leben der Kinder, Frauen und Familien. Ganz im Gegenteil, wir sehen das auch als eine Riesenchance gegen die Kultur des Todes mobil zu machen – sehen Sie nur wie viele bereits bei der Petition frauen-schuetzen.at unterschrieben haben und ihre Sorgen und ihren Dank zusätzlich in den Kommentaren ausgesprochen haben. Es ist auch eine gute Möglichkeit, den Vater der Lüge und seine Handlanger, das Netzwerk der Abtreiber zu outen und beim Namen zu nennen, denn dann verlieren sie Schrittweise immer mehr an Macht und Einfluss. Das Böse ist nur dort mächtig, wo das Gute zurückgeht und dafür Platz macht; deshalb müssen wir Christen uns wieder mehr bewusst werden, wer und was wir sind, nämlich das Licht der Welt. Und wenn wir endlich werden, was wir sind, und den Schalter, also das Licht einschalen, dann muss die Finsternis und das Böse unweigerlich weichen.

Kath.net: Sind Sie also hoffnungsvoll, den Kampf noch gewinnen zu können?

Mag. Fischer: Ja, mit Gottes Hilfe und dem Gebet und Einsatz vieler Mitchristen werden wir gewinnen. Schließlich sind wir mit Gott zusammen die Mehrheit und auch allmächtig und unser Gegner ist ja in Wahrheit wirklich ein „armer Teufel“. Seine Finsternis ist ja komplett machtlos gegen das Licht der Wahrheit. Und wenn viele mit dem Rosenkranz als Davidschleuder gegen Goliath ankämpfen, dann wird er in seinem Hochmut fallen. Schließlich ist ja Maria, die Immaculata und Rosenkranzkönigin, als Siegerin in allen Schlachten Gottes auf unserer Seite.


   

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