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01. Juli 2010, 08:45
Biete die ungeteilte Unterstützung der Deutschen Bischofskonferenz an














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  THEMA 'Politik'

Erzbischof Zollitsch gratuliert den neuen deutschen Bundespräsident Christian Wulff zu seiner Wahl durch die 14. Bundesversammlung in Berlin

Bonn (kath.net)
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, hat am gestrigen Abend den neuen deutschen Bundespräsident Dr. Christian Wulff zu seiner Wahl durch die 14. Bundesversammlung in Berlin gratuliert. Wulff wurde gestern beim dritten Anlauf zum Bundespräsidenten gewählt. Kath.Net dokumentiert den Brief an Bundespräsident Wulff im Wortlaut.

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

zur Wahl in das Amt des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gratuliere ich Ihnen von Herzen. Für Ihr künftiges Wirken wünsche ich Ihnen Gottes reichen Segen. Gleichzeitig darf ich Ihnen die aufrichtigen Glückwünsche der Deutschen Bischofskonferenz übermitteln.

Sie übernehmen das Amt des Bundespräsidenten in einer schwierigen Zeit. Umso wichtiger ist es, dass Sie dank Ihrer langjährigen politischen Arbeit darin geübt sind, große Herausforderungen zu bewältigen. Ihr politisches Gespür und die besondere Fähigkeit, zuletzt als Ministerpräsident von Niedersachsen, den Menschen nahe zu sein, werden sicherlich mitbestimmen, wie Sie Ihren Aufgaben nachkommen. Gestatten Sie mir, Ihnen meinen Dank und meine Hochachtung auszudrücken, dass Sie sich der neuen Aufgabe stellen und nun als Bundespräsident für alle Bürgerinnen und Bürger arbeiten werden.

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Ich bin sehr froh, dass die Beziehungen zwischen der katholischen Kirche und dem Bundespräsidenten in den vergangenen Jahren immer hervorragend waren. Schon heute biete ich Ihnen die ungeteilte Unterstützung der Deutschen Bischofskonferenz an. Die katholische Kirche ist nicht nur interessiert, sondern empfindet die Verpflichtung, an der Gestaltung und am Wohlergehen unseres Staates mitzuwirken. Gewiss wollen wir, wo es notwendig ist, unsere Stimme auch kritisch erheben. Vor allem aber geht es darum, unsere Möglichkeiten der Unterstützung zur Verfügung zu stellen, auf die der Staat nicht verzichten kann. Ich denke hier besonders an die zahlreichen caritativen Einrichtungen, an unsere Hilfswerke oder die Verbands- und Jugendarbeit.

Sehr geehrter Herr Bundespräsident, nochmals gratuliere ich Ihnen von Herzen und wünsche Ihnen für Ihr persönliches Wohlergehen in den kommenden Jahren alles Gute. Meine Gebete werden Ihr Wirken begleiten.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Robert Zollitsch
Erzbischof


   

Lesermeinung

 Sophia am 1.7.2010
"Die katholische Kirche ist nicht nur interessiert,
sondern empfindet die Verpflichtung, an der Gestaltung und am Wohlergehen unseres Staates mitzuwirken."

Ist DAS wirklich die vornehmlichste Verpflichtung der Kirche? Warum geht der Erzbischof nicht in die Politik?
Caritative Einrichtungen, Hilfswerke als alleinige christliche Botschaft?
 
 Karolina am 1.7.2010
@Wischy
Warum greifen Sie Regina1964 so ungezogen und unchristlich an?
 
 Wischy am 1.7.2010
Welcher Stuss!
Oh, Regina1964, was schreiben Sie für einen Stuss! Wieso ist Herr Wulff "gescheitert"? Er hat doch gewonnen und ist rechtmäßig gewählter Bundespräsident! Nach demokratischen Regeln! Wieso kommen Sie denn hier mit der Papstwahl, in der es aber doch auch viele Wahlgänge geben kann! Und geheim war die Bundespräsidentenwahl doch auch! Und "rumlamentiert" wird im Zusammenhang mit einer Papstwahl auch! Wo leben Sie? Was nehmen Sie von Ihrer Umwelt auf? Überlegen Sie nicht, bevor Sie solchen Stuss von sich geben? "Es kann nur einen geben" -, nun, das gilt hier doch auch, und nur deshalb wird doch gewählt! Arme Regina!
 
 Karolina am 1.7.2010
Die ersten
Schleimspuren werden gelegt!
 
 Apfelkuchen am 1.7.2010
Die ganze deutsche Bischofskonferenz
...interssiert mich nach dem Fall Mixa überhaupt nicht mehr.
Ich schau da lieber gleich nach Rom.Ich hab von den Herrschaften hier inzwischen die Nase voll.Es ist klar,daß mit solch einer "staatstragenden",untertänigst hechelnden Haltung es nie zu einem Austritt aus der staatlichen Schwangerschaftsberatung gekommen wäre.Er musste gegen die ganzen Staatsdiener in der DBK von Rom her durchgesetzt werden.Ich vermisse hier einfach den weltkirchlichen Abstand und die Kungelei mit dem Staat geht mir hier in Deutschland einfach entschieden zu weit.Hoffentlich weisss Herr Zollitsch,welch protestantische Thesen Herr Wulff so in die Welt setzt.
 
 Cinderella01 am 1.7.2010
@kathole
Genau so habe ich den Brief von EB Zollitsch auch gelesen. Das wird ja Tage dauern, bis der ganze Schleim getrocknet ist und Bundespräsident Wulff den Brief öffnen bzw. lesen kann.
Gut, dass wir unserem Gott vertrauen können, der unsere Gebete erhört.
 
 Kathole am 1.7.2010
Unheilige Staatsknete- und Kirchensteuerallianz
ZITAT: "Vor allem aber geht es darum, unsere Möglichkeiten der Unterstützung zur Verfügung zu stellen, auf die der Staat nicht verzichten kann. Ich denke hier besonders an die zahlreichen caritativen Einrichtungen, an unsere Hilfswerke oder die Verbands- und Jugendarbeit." ZITAT-Ende

Hier betet wieder einmal der oberste Vertreter der Kirchensteuer- und Staatsfinanzierungs-Lobby, äh DBK, seinen Lieblings-Psalm vor:

"Der Staat braucht unsere unersetzlichen kostspieligen sozialen und verbandlichen Strukturen. Dafür müssen die Kirchensteuer ebenso wie die Staatsfinanzierung und -zuschüsse unangetastet bleiben. Die Kirche verpflichtet sich im Gegenzug zur politischen Harmonie beizutragen. Politische Konsense werden nicht infrage gestellt. Kirchenmänner mit provokanten Äußerungen und Spitzen gegen den politischen Mainstream und die political Correctness werden kaltgestellt (s. Mixa - Auftrag erledigt). Der Unruhe stiftende Einfluß des Papstes auf die Kirche in Deutschland wird durch die DBK neutralisiert. Wir nehmen dem neugewählten Präsidenten seine Einmischung in innerkirchliche Fragen nicht übel, denn wir wollen ja die deutsch-demokratische Nationalkirche sein".
 
 Regina1964 am 1.7.2010
Für mich war das keine ordentliche Bundespräsidentenwahl
In 3 Wahlgängen ist Herr Wulff gescheitert.
Bitte erklär mir mal einer "Demokratie".
Eine Papstwahl ist mir da schon lieber und konkreter, weil sie geheim ist und nicht so rum lamentiert wird wie in diesem Fall. Und weil es sich um Kirchenrecht handelt, haben sich Außenstehende da rauszuhalten. "Es kann nur einen geben". Einen Kandidaten, was die Herren Eminenzen unter sich abmachen.
 

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