30 November 2012, 10:20
Vatikan begrüßt UN-Entscheidung zu Palästina
 
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Der Vatikan hat die Entscheidung der UN-Vollversammlung begrüßt, Palästina einen Beobachterstatus als Nicht-Mitgliedstaat zuzuerkennen. Dieser Schritt sei jedoch noch keine ausreichende Lösung der Probleme in der Region

Vatikanstadt (kath.net/KNA) Der Vatikan hat die Entscheidung der UN-Vollversammlung begrüßt, Palästina einen Beobachterstatus als Nicht-Mitgliedstaat zuzuerkennen. Dieser Schritt sei jedoch noch keine ausreichende Lösung der Probleme in der Region, heißt es in einer Vatikan-Erklärung vom späten Donnerstagabend. Vielmehr müsse er sich in die Bemühungen um eine definitive Lösung des Nahostkonflikts auf Grundlage der UNO-Entscheidung von 1947 einfügen, die die Existenz zweier Staaten vorsieht.

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Notwendig seien ernsthafte Bemühungen um ein Ende aller Gewalt und um einen stabilen und dauerhaften Frieden in Gerechtigkeit für Israelis wie für Palästinenser, heißt es. Der Heilige Stuhl appelliert an beide Völker, die Verhandlungen «in gutem Glauben wiederaufzunehmen» und alles zu vermeiden, was der ernsthaften Suche nach einer dauerhaften Friedenslösung entgegensteht. Ausdrücklich erinnert der Vatikan an seinen Grundlagenvertrag mit der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) vom 15. Februar 2000, der ein international garantiertes Statut für Jerusalem verlangt, das Religions- und Gewissensfreiheit garantiert, dem besonderen Charakter Jerusalems als Heiliger Stadt Rechnung trägt und den Zugang zu den Heiligen Stätten sichert.

Der Vatikan habe sich wiederholt für eine Zwei-Staaten-Lösung in der Region ausgesprochen, heißt es in der Erklärung. Dabei habe er das Recht des Staates Israels auf ein Leben in Sicherheit innerhalb international anerkannter Grenzen gefordert. Zugleich habe er das Recht des palästinensischen Volkes auf ein unabhängiges und souveränes Heimatland und auf ein Leben in Würde und mit freien Reisemöglichkeiten verlangt.

(C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

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