12 April 2013, 14:18
Österreichische Bischöfe: 'pro multis' erst für neues Missale
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Liturgie'
Bei Eucharistiefeier gilt - so die Bischöfe - weiterhin verbindliche Übersetzung mit "für alle" gemäß dem geltenden Messbuch. Entsprechende kirchliche Verfahren "noch nicht abgeschlossen"

Wien (kath.net/KAP/red) Für die Übersetzung des Ausdrucks "pro multis" beim Hochgebet in der Eucharistiefeier ist im Deutschen weiterhin "für alle" zu verwenden. Diese Klärung hat die Österreichische Bischofskonferenz vorgenommen und in ihrem jetzt erschienenen Amtsblatt veröffentlicht. Die Bischofskonferenz hält fest, dass dies die einzig zulässige Übersetzung im Sinne des geltenden Messbuchs für das deutsche Sprachgebiet ist.

Werbung
bibelsticker


Anlass für die Klärung war ein Schreiben von Papst Benedikt XVI. am 14. April 2012, in dem der Papst damals den Bischöfen des deutschen Sprachraums die Entscheidung mitgeteilt hatte, dass "bei der neuen Übersetzung des Missale" das Wort "pro multis" mit "für viele" ins Deutsche übertragen werden müsse.

Die Bischofskonferenz macht in ihrem "klärenden Wort" nun ausdrücklich darauf aufmerksam, dass diese Entscheidung von Benedikt XVI. erst "für die neue Übersetzung des Missale" gilt und hält fest, dass das entsprechende kirchliche Verfahren dazu "noch nicht abgeschlossen ist". Daher sei die aus dem Jahr 1975 stammende authentische Ausgabe des Messbuchs nach wie vor verbindlich.



Copyright 2013 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich







Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 

meist kommentierte Artikel

Bistum Limburg macht Tebartz für Vermögensschäden verantwortlich (65)

Politik und Kirchen fassungslos über Tat des Germanwings-Piloten (62)

‚Auch ich verurteile dich nicht’ (36)

Limburg und kein Ende (32)

Bistum Essen möchte Segensfeier für Homo-Paare (30)

Gehört der Islam zur CDU? (29)

Müller: 'Bistümer sind keine Filialen einer Bischofskonferenz!' (28)

Eine 'christliche Zeitung' lässt über Töten von Menschen 'diskutieren' (28)

'Wir wissen nicht, was in dem Co-Piloten vor sich ging' (28)

Familiensynode: Es bedarf des Gebets, nicht des Geredes! (21)