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Bundeskanzlerin: Auch als Protestantin bete ich für den Papst

3. Mai 2013 in Deutschland, 38 Lesermeinungen
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Angela Merkel: Das Gebet ist für mich Reflexion mit Gott, sie schätze „schöne Gebetsrituale“ - Kanzlerin äußerte sich zu Lebensschutz und Sterbehilfe


Osnabrück/Berlin (kath.net/idea) Für Bundeskanzlerin Angela Merkel ist „das Gebet eine Reflexion mit Gott – und eine sehr persönliche Sache“. Dies erklärt sie in einem Interview, das am 5. Mai in katholischen Bistumszeitungen erscheinen wird. Gleichzeitig schätzt die Protestantin die „schönen Gebetsrituale, etwa zu Mahlzeiten oder das gemeinsame Gebet der Gemeinde“. Es habe ihr auch sehr gefallen, so die CDU-Vorsitzende, dass Papst Franziskus nach seiner Wahl alle darum gebeten habe, für ihn zu beten: „Das hat ihn sichtbar mit allen Menschen verbunden.“


Die Regierungschefin bestätigt, dass der Papst nach seiner Amtseinführung auch sie gebeten habe, für ihn zu beten. Merkel: „Auch als Protestantin kann ich für den Papst beten.“

Medizinische Möglichkeiten nicht missbrauchen

In dem Interview, das die Verlagsgruppe Bistumspresse (Osnabrück) vorab zur Verfügung stellte, äußert sich die Kanzlerin unter anderem zum Lebensschutz. Sie warnt vor einem Missbrauch medizinischer Verfahren wie der vorgeburtlichen Diagnostik: „Neue medizinische Möglichkeiten dürfen nie dazu führen, dass Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft nicht mehr akzeptiert werden. Wir haben nicht zu definieren, welches Leben erstrebenswert ist. Das wäre ein gefährlicher Weg.“

Keine Mehrheit für Verbot organisierter Suizidbeihilfe

Die Kanzlerin äußerte sich auch zur Diskussion um einen Gesetzentwurf zur Suizidbeihilfe. Er sieht bisher nur ein Verbot der gewerblichen Beihilfe zur Selbsttötung vor. Merkel und die Union streben im Gegensatz zur FDP eine weitergehende Regelung an, die auch die organisierte, nicht-kommerzielle Suizidbeihilfe unter Strafe stellt. Dafür sehe sie aber derzeit keine Mehrheit, so Merkel: „Wir sollten uns deshalb die Zeit nehmen, dafür noch eine Mehrheit zu finden.“ Das habe auch bei anderen Fragen des Lebensschutzes zu einer Lösung geführt. Merkel schloss ferner Waffenexporte nach Syrien aus. Sie verteidigte das Genehmigungsverfahren für Rüstungsexporte: „Wir handeln auf diesem Gebiet nach den gleichen strengen Grundsätzen wie die Bundesregierungen vor uns.“ Deutsche Waffen würden nicht in Krisenregionen exportiert.


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