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13 Mai 2013, 13:28
Katholikenzahl steigt schneller als Weltbevölkerung

Die Zahl der Katholiken hat erstmals die Marke von 1,2 Milliarden überschritten. In Afrika und Asien wächst Zahl der Katholiken stark, in Europa rückläufig

Vatikanstadt (kath.net/KNA) Die Zahl der Katholiken hat erstmals die Marke von 1,2 Milliarden überschritten. Sie stieg 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent von 1,196 Milliarden auf 1,214 Milliarden. Die Weltbevölkerung wuchs im gleichen Zeitraum um 1,23 Prozent, wie aus dem am Montag vom Vatikan veröffentlichten Päpstlichen Jahrbuch 2013 hervorgeht. Damit liegt der Anteil der Katholiken an der Weltbevölkerung wie bislang bei 17,5 Prozent.

Die Zahl der Priester weltweit stieg den Angaben zufolge um rund 5.000 von 408.024 auf 413.418. Auch 2011 setzte sich der Trend fort, dass in Afrika und Asien die Zahl der Katholiken und Priester wächst. In Europa und Nordamerika stagniert sie oder nimmt ab. Die Zahl der Bischöfe in der katholischen Kirche blieb mit 5.132 nahezu unverändert.

Besonders groß war der Katholikenzuwachs mit 4,3 Prozent 2011 in Afrika. Er liegt hier deutlich über dem Bevölkerungswachstum im gleichen Zeitraum von 2,3 Prozent. Auch in Asien nahm die Zahl der Katholiken mit 2 Prozent schneller zu als die Gesamtbevölkerung (plus 1,2 Prozent). Während die Zahl der Priester in Afrika und Asien von 2001 bis 2011 um 39,5 Prozent bzw. 32 Prozent stieg, nahm sie in Europa um 9 Prozent ab.

Noch größer sind die Unterschiede zwischen den Kontinenten bei der Zahl der Priesteramtskandidaten: 2011 waren in Afrika 30,9 und in Asien 29,4 Prozent mehr angehende Priester registriert als zehn Jahre zuvor; in Europa und den USA waren es 21,7 Prozent weniger. Die Ordensfrauen verzeichneten nach Vatikanangaben zwischen 2001 und 2011 einen Rückgang von zehn Prozent: von 792.000 auf rund 713.000.

Aus dem gleichzeitig präsentierten Statistischen Jahrbuch der Kirche geht weiter hervor, dass mittlerweile fast die Hälfte (48,8 Prozent) aller Katholiken in Amerika lebt. In Europa leben 23,5 Prozent, in Afrika 16 Prozent, in Asien 10,9 Prozent und 0,8 Prozent in Ozeanien.

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