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| ![]() Papst Franziskus ein Revolutionär der anderen Art22. Mai 2013 in Aktuelles, 9 Lesermeinungen Zwischen der Theologie von Papst Franziskus und der Befreiungstheologie bestehe eine tiefe Kluft, schreibt der Vatikanexperte Sandro Magister. Rom (kath.net) Als er sich drei Tage nach seiner Wahl für eine arme Kirche der Armen ausgesprochen hatte, schien seine Aufnahme in die Reihe der Revolutionäre für manche eine beschlossene Sache zu sein, schreibt Magister. In Wirklichkeit trennten ihn Welten von den Vorstellungen der lateinamerikanischen Befreiungstheologen. Franziskus kenne die Befreiungstheologie gut und habe gesehen wie sie sich unter seinen Mitbrüdern ausgebreitet habe. Er sei jedoch immer auf Distanz geblieben, auch wenn er sich dadurch isoliert habe, schreibt Magister. Franziskus habe seine Haltung zur Befreiungstheologie einmal so zusammengefasst: Der Zusammenbruch des realen Sozialismus hat diese Strömung in Verwirrung gestürzt. Unfähig zu radikaler Neuformulierung oder neuer Kreativität sind sie aus reiner Trägheit am Leben geblieben, selbst wenn es heute noch einige gibt, die sie wieder ins Gespräch bringen wollen. Papst Franziskus sehe die größte Gefahr für Kirche und Gesellschaft in einem Phänomen, das er pubertierenden Progressivismus nennt, fährt Magister fort. Er verstehe darunter eine enthusiastische Begeisterung für den Fortschritt, der in Wirklichkeit nach hinten losgehe und sich gegen die Völker und Nationen und deren katholische Identität richte. Diese Entwicklung stehe in einem Nahverhältnis zu einem Staatsverständnis des militanten Säkularismus, zitiert der Vatikanexperte den Papst. Die Legalisierung der Abtreibung und der Homo-Ehe sehe Franziskus als Offensive einer imperialistischen Auffassung von Globalisierung, in der er den gefährlichsten Totalitarismus der Postmoderne sehe. Diese Offensive trage für Franziskus das Zeichen des Antichrist. Daher seien die häufigen Referenzen auf den Teufel in den Predigten des Papstes nicht nur als rhetorische Stilmittel zu verstehen. Für Franziskus sei der Teufel real, er sei der Herr dieser Welt. Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuFranziskus Papst
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