10 Januar 2016, 08:00
Madrider Politikerin nach Nackt-Protest in Kapelle vor Gericht
 
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Heftiger Streit um die Ausrichtung Spaniens zu den christlichen Werten und Traditionen.

Madrid (kath.net/ KNA)
Wegen eines Nackt-Protests in einer Kapelle muss sich Rita Maestre, Sprecherin der linken Madrider Stadtregierung, am 18. Februar vor Gericht verantworten. Wie am Freitag bekannt wurde, stürmte sie 2011 während eines Gottesdienstes mit anderen Studenten die Kapelle der Madrider Complutense-Universität. Sie entblößten ihre Oberkörper, sangen Lieder mit kirchenfeindlichen Inhalten und protestieren gegen die Benutzung staatlicher Räumlichkeiten für religiöse Zwecke. «Es handelte sich um einen friedlichen Protest, mit dem wir an den laizistischen Charakter der Universität erinnern wollten», rechtfertigte die 27-jährige Maestre laut spanischen Medienberichten (Freitag) die Protestaktion.

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Der Skandal ist das jüngste Kapitel im Konflikt zwischen der katholischen Kirche, gläubigen Bürgern und der neuen Hauptstadtregierung. Zuletzt hatten die traditionellen Dreikönigs-Festumzüge für Streit gesorgt. Linke Bezirksvorstände setzten in ihren Stadtviertel im Zeichen der «sozialen und geschlechtlichen Gleichberechtigung» durch, dass sich unter den Heiligen Drei Königen zumindest auch eine «Königin» befinden müsse. Esperanza Aguirre, Madrids langjährige Bürgermeisterin und heutige Oppositionsführerin der Konservativen Volkspartei im Stadtrat, verurteilte die Initiative als einen weiteren Schritt, «auf Kosten der Kinder christliche Traditionen zu beenden».

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