18 September 2016, 09:35
Lebenslang lebenswert
 
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Beeindruckender "Marsch fürs Läbe" in Bern trotz Störaktionen und massivem Polizeigeleit.

Bern (kath.net)
Unter dem Motto "Lebenslang lebenswert" fand am Samstag in Bern der siebte «Marsch fürs Läbe» statt. Ungeachtet der drohenden Angriffe von den Demonstrationsgegnern versammelten sich laut Zählung der Organisatoren über 1.700 Anhänger und Sympathisanten zur überkonfessionellen, zweistündigen Veranstaltung auf dem Bundesplatz. Erstmals fand diese in den drei Landessprachen deutsch, französisch und italienisch statt.

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Zu Beginn der Kundgebung beeindruckten die Lebensberichte zweier Frauen zum Thema die Anwesenden, musikalisch umrahmt von den beiden Musikgruppen Le Chaim (Thun) und Jubeltrubel-Brassband (TG).

In seiner politischen Ansprache betonte alt Nationalrat Jean-Pierre Graber, dass seit ca. 40 Jahren eine Serie von Volksentscheiden (z.B. zur Abtreibung, Stammzellenforschung und PID) zu immer mehr Brüchen mit den jüdisch-christlichen Normen zum Schutz des Lebens führen: "Dies betrifft den Beginn des Lebens. Was das Ende des Lebens anbelangt, so wird immer mehr Druck ausgeübt mit dem Ziel, die Suizidbeihilfe im Gesetz zu verankern, sogar in gewissen Fällen die aktive Sterbehilfe.", so Graber.

In der Schweiz widerspreche diese "fortschreitende Erosion des Schutzes des menschlichen Lebens" der Verfassung, welche den Respekt der menschlichen Würde, die Nicht-Diskriminierung aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung und das Recht auf Leben eines jeden Menschen vorschreiben. Daher seien die Entwicklungen im Bereich der Behandlungdes Beginns und des Endes des menschlichen Lebens beunruhigend.

Die Veranstaltung schloss mit einem überkonfessionellen Gottesdienst. Kurzpredigten waren dabei von der reformierten Pfarrerin Sabine Aschmann (Schlatt, TG) und dem katholischen Pfarrer Ruedi Nussbaumer (Steinen, SZ) zu hören.

Neben den Teilnehmern aus der Deutsch- und Westschweiz und dem Tessin erhielten die Schweizer Lebensrechtler auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Unterstützung aus dem Ausland: Prolife-Gruppen aus Polen, Österreich und Deutschland waren angereist, um gemeinsam das Recht auf Leben einzufordern. Sie alle wollen, wie auch die Organisatoren, auch 2017 wieder für das Lebensrecht, vom Anfang bis zum Ende des Lebens, auf die Strasse gehen. Ob dies unter den massiven Einschränkungen, welche in Bern dieses Jahr für die Veranstalter und Markttreibenden stattfanden, erneut in Bern sein wird, wird noch zu diskutieren sein.

Foto: © Marsch fürs Läbe







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