29 November 2016, 12:00
Die Sakramentalien – Zeichen der heilenden Zuwendung Jesu
 
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„Warum gibt es in der katholischen Kirche soviel Brimborium?“, so lautet eine oft gestellte Frage. Gastbeitrag von Markus Büning

Münster (kath.net) „Warum gibt es in der katholischen Kirche soviel Brimborium?“ So lautet eine oft gestellte Frage, die die Skepsis des modernen Menschen den religiösen Riten und Zeremonien der Kirche gegenüber zum Ausdruck bringt. Auf dem Internetportal der Karl-Leisner-Jugend findet sich hierzu folgende bemerkenswerte Antwort: „Die katholische Kirche liebt die äußeren Formen - das stimmt. Neben Weihrauch, Kerzen, Orgelmusik und bunten Fenstern gibt es bei uns vor allem auch Heiligenfiguren, Bilder und Kreuze. Diese Vorliebe wird oft kritisiert. Wenn die Kritik eine Warnung ist: ‚Vergesst nicht über die ganzen Äußerlichkeiten, dass Gott unsichtbar und viel größer ist!‘ - dann sind wir damit einverstanden. So etwas nennt man ‚Kultkritik‘ - und das ist wichtig. Schon in der Bibel sahen viele Propheten es als ihren Lebensinhalt an, darauf hinzuweisen. Aber sie bemühten sich um einen angemessenen Kult - nicht um dessen Abschaffung. Es gibt aber auch Leute, die all dies ablehnen (nicht nur, aber auch aus den evangelischen Kirchen). Sie glauben, diese vielen Formen seien immer eine Beeinträchtigung des eigentlichen Glaubens. Die katholische Kirche dagegen sieht es genau umgekehrt: Wenn der erfüllte Glaube keine Möglichkeit hat, sich leiblich und fassbar auszudrücken, geht die lebendige Beziehung zu Gott irgendwann an Formmangel zugrunde. Die Formen können zwar auch ablenken, ja. Aber noch gefährlicher für eine Liebesbeziehung ist es, wenn sie nur noch im Geiste stattfindet. Bei Menschen nennen wir eine Liebe ohne Zärtlichkeit eine ‚platonische Liebe‘. Das ist das letzte, was wir wollen: einen ‚platonischen Glauben‘.“ Dieser Vortrag über die Sakramentalien will ein Plädoyer gegen diesen „platonischen Glauben“ sein, der die leib-seelische Verfasstheit des Menschen nicht ernst nimmt und alles Religiöse auf die rein geistige Ebene heben will. Lebendiger Glaube bedarf sichtbarer Ausdrucksformen. Der Glaube will erfahrbar sein: hörbar, sichtbar, riechbar und berührbar.

Von diesem Verlangen des Menschen, sein gläubiges Vertrauen auf Gott in der Berührung mit dem Heiligen zum Ausdruck zu bringen, spricht bereits der hl. Markus in seinem Evangelium (vgl. Mk 5,25-34): Eine verzweifelte, schwer kranke Frau, die ihr ganzes Vermögen bereits für aufwendige Heilbehandlungen ausgegeben hatte, wusste keinen anderen Ausweg mehr als den folgenden: Sie hatte bereits viel von Jesus gehört. Er war nicht so wie die anderen Rabbiner. Nein, von ihm ging etwas aus, was man mit Worten nicht beschreiben kann. Man sagte landauf und landab, er könne sogar die Kranken heilen. Also machte sie sich auf und dachte sich: „Wenn ich auch nur sein Gewand berühre, werde ich geheilt.“ (Mk 5,28). Die Frau versuchte, an Jesus, der von einer großen Menschenmenge umgeben war, heranzukommen. Schließlich gelang es ihr, den Saum seines Gewandes zu berühren. Und sofort spürte sie, dass ihr Leiden, der seit Jahren nicht zu stillende Blutfluss, sofort sein Ende gefunden hatte. Jesus fühlte in dem Moment, in dem sie sein Gewand berührte, dass eine Kraft von ihm ausströmte. Er wollte wissen, wer ihn berührt hatte. Die Frau warf sich voller Dankbarkeit vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit: Ihre Verzweiflung, ihre vergeblichen Heilungsversuche bei den vielen Ärzten und nun die Hoffnung, von IHM geheilt zu werden. Jesus schließlich erkannte den großen Glauben, das tiefe Vertrauen dieser Frau und sagte ihr: „Meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Geh in Frieden! Du sollst von deinem Leiden geheilt sein.“ (Mk 5,34).

Auch am Ende des Lebens Jesu taucht wieder das Gewand auf. In dieser Szene bekommt das Zeichen des Gewandes eine ganz andere Bedeutung. Es wird zum stummen Zeugen der großen Heilstat Gottes und zum Symbol für die Einheit der Kirche, denn das Untergewand Jesu wurde nicht zerteilt. Hören wir zunächst auf den Bericht des Evangelisten Johannes: „Nachdem die Soldaten Jesus ans Kreuz geschlagen hatten, nahmen sie seine Kleider und machten vier Teile daraus, für jeden Soldaten einen. Sie nahmen auch sein Untergewand, das von oben her ganz durchgewebt und ohne Naht war. Sie sagten zueinander: Wir wollen es nicht zerteilen, sondern darum losen, wem es gehören soll. So sollte sich das Schriftwort erfüllen: Sie verteilten meine Kleider unter sich und warfen das Los um mein Gewand. Dies führten die Soldaten aus.“ (Joh 19,23-24). Vor der Kreuzigung wurde Jesus seiner Kleider beraubt. Nichts blieb ihm mehr. „Am Ende gab er alles, sogar sein letztes Hemd.“ Nackt und bloß wurde er an das Kreuz geschlagen. Diese Szene zeigt uns, dass die Heilung der Menschen von Sünde, Tod und Teufel durch das Opfer des Gekreuzigten selbst kommt und nicht durch einen Gegenstand wie das Gewand Jesu. Durch das Hergeben seines Gewandes, in seinem Ausgeliefertsein an die Henker, zeigt Jesus Christus uns klar, worauf wir schauen sollen: Auf IHN, den Gekreuzigten, nur durch ihn kommt die Erlösung. Das Gewand selbst wird zum Zeugen dieser entscheidenden Stunde der Weltgeschichte, man könnte sogar sagen zum Bild des sich für uns erniedrigenden Sohnes. Es weist uns hin auf die Hingabe Jesu Christi und die Heilstat am Kreuz, den großen Versöhnungstag des Neuen Bundes. Im Berühren des Gewandes durch die blutflüssige Frau und im Erinnern an das ungeteilte Gewand Jesu bei der Passion werden wir hingewiesen auf den, der allein vermag, uns das Heil zu schenken. Ist in der Markusperikope das Gewand Jesu das Kontaktmedium einer einzelnen Person, die sich voller Vertrauen an Jesus mit der Bitte um Heilung wendet, so steht bei Johannes das ungeteilte Untergewand als Zeuge für die universale Heilstat an der ganzen Menschheit. An beiden Stellen des Neuen Testamentes erscheint dieses Zeichen als Heilszeichen, welches als Abbild auf den hinweist, von dem alle Heilung kommt.

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Die Berichte über das Gewand Jesu sollen der Ausgangspunkt unserer Überlegungen zu den Sakramentalien der Kirche sein. Warum? In einem gewissen Sinne erkennen wir in diesen Texten der Evangelien bereits einen Aspekt dessen, was eine Sakramentalie auszeichnet: Der Mensch bedarf der Zeichen und Zeichenhandlungen, die ihn in Kontakt mit dem Heiligen bringen. Durch diesen Kontakt, durch das Berührtwerden mit dem Heiligen bekommt der gläubige Mensch eine sichtbare Unterstützung für seinen Glaubensweg, letztlich für seine Heiligung. Dies kann soweit gehen, dass selbst die seelische oder körperliche Gebrechlichkeit Heilung erfährt. Aber diese Zeichen an sich sind keine Wundermittel. Die Kirche hat hier immer entschieden den Aberglauben abgewehrt. Die Zeichen weisen als Abbilder auf das Urbild hin. Sie wollen unseren Blick auf den richten, für den sie stehen, auf den Heiland der Welt, auf Jesus Christus.

Dankbar bin ich in diesem Zusammenhang besonders unserem Heiligen Vater, Papst Franziskus, der uns „aufgeklärten“ Menschen der industrialisierten und kapitalisierten Nordzone unserer Welt mit großer Schlichtheit vorlebt, wie man mit dem Heiligen in Kontakt treten kann. Seit seinem Amtsantritt sehen wir einen Papst, der die Statue der Gottesmutter mit tiefer Verehrung berührt. Der Rosenkranz gehört zu seinen Lieblingsgebeten. Nicht zuletzt möchte ich auf das Lehramt des Papstes hinweisen. In seiner Programmschrift „Evangelii gaudium“ entfaltet der Papst eine Theologie der Volksfrömmigkeit (vgl. dort die Nr. 122-126). Der Papst weist mit tiefer Wertschätzung auf die gelebte Frömmigkeit mancher Gläubigen hin, fernab von jedweder intellektueller Überheblichkeit und Arroganz: „Ich denke an den festen Glauben jener Mütter am Krankenbett des Sohnes, die sich an einen Rosenkranz klammern, auch wenn sie die Sätze des Credo nicht zusammenbringen; oder an den enormen Gehalt an Hoffnung, der sich mit einer Kerze verbreitet, die in einer bescheidenden Wohnung angezündet wird, um Maria um Hilfe zu bitten; oder an jene von tiefer Liebe erfüllten Blicke auf den gekreuzigten Christus. Wer das heilige gläubige Volk Gottes liebt, kann diese Handlungen nicht einzig als eine natürliche Suche des Göttlichen ansehen. Sie sind Ausdruck eines gottgefälligen Lebens, beseelt vom Wirken des Heiligen Geistes, der in unsere Herzen eingegossen ist.“ (so in Nr. 125). Möge diese Sichtweise des Heiligen Vaters doch auch in unseren Ortskirchen, insbesondere bei denen, die in der Pastoral ein Amt haben, übernommen werden.

Nun wollen wir uns zunächst der grundsätzlichen Frage zuwenden, was die Sakramentalien im Leben der Kirche für eine Bedeutung haben. Im Weltkatechismus der Kirche findet sich in Nr. 1677 folgende Begriffsbestimmung: „Als Sakramentalien bezeichnet man die von der Kirche eingesetzten heiligen Zeichen, die dazu bestimmt sind, die Menschen auf den Empfang der Frucht der Sakramente vorzubereiten und die verschiedenen Lebensumstände zu heiligen.“ Es handelt sich hierbei um „kleine Sakramente“. Diese Zeichen beruhen nicht auf der direkten Einsetzung durch Jesus Christus. Die Kirche hat aufgrund ihrer vom Herrn übertragenen Binde- und Lösegewalt (vgl. Mt 16, 18 und 18,18) von Beginn an die Vollmacht erkannt, die Zeremonien näher auszugestalten. Hierbei hat sie es als sinnvoll erachtet, den Gläubigen neben den vom Herrn eingesetzten Gnadenzeichen, den Sakramenten, weitere Symbolhandlungen und Zeichen an die Hand zu geben, die ihnen eine Hilfestellung sind, immer tiefer in das Gnadenleben mit Jesus Christus hineinzugelangen.

Die Sakramentalien der Kirche lassen sich in drei Gruppen aufteilen: Da sind zunächst die sinnreichen und ehrwürdigen Riten bei der Spendung der Sakramente wie z.B. die Chrisamsalbung bei der Taufe als ausdeutender Ritus. Es folgen die selbständigen religiösen Handlungen wie Weihungen, Segnungen, Exorzismen oder der religiöse Gebrauch geweihter oder gesegneter Gegenstände (Weihwasser, geweihte Kerzen, liturgische Gewänder usw.) und schließlich die geweihten oder gesegneten Gegenstände selbst (Kruzifix, Heiligenbild, Medaille, Reliquien usw.).

Der Begriff „Sakramentalie“ findet sich in der Tradition erstmals beim hl. Petrus Lombardus im 12 Jahrhundert. Der hl. Thomas von Aquin nennt die Sakramentalien auch schlicht „sacra“. Die Vollmacht der Kirche, die Zeremonien auszugestalten, findet sich bereits ansatzweise im Neuen Testament. So spricht Paulus davon, dass man ihn und seine apostolischen Mitstreiter als „Diener Christi und als Verwalter von Geheimnissen Gottes“ (1 Kor 4,1) betrachten solle. Ebenso kann auf 1 Kor 11,34 verwiesen werden, wo Paulus von seiner Vollmacht spricht, liturgische Anordnungen zu treffen. Auch in der Väterzeit finden sich schon bei Justin, Tertullian und Origenes viele Zeugnisse, aus denen sich die Notwendigkeit der Festlegung liturgischer Riten ergibt. Schließlich hat das Trienter Konzil die Vollmacht der Kirche, die feierliche Spendung der Sakramente mit Zeremonien zu umgeben, gegen die Irrlehren der Reformation zum Dogma erhoben: So heißt es im Dekret über die Sakramente von 1547 in Can. 13 wie folgt: „Wer sagt, die überkommenen und anerkannten Riten der katholischen Kirche, die bei der feierlichen Spendung der Sakramente gewöhnlich angewendet werden, könnten entweder verachtet oder ohne Sünde von den Spendern nach Belieben ausgelassen oder durch jeden beliebigen Hirten der Kirche in neue, andere geändert werden: der sei mit dem Anathema belegt.“ Das Zweite Vatikanische Konzil hat selbstverständlich die Tradition der Sakramentalien aufrechterhalten (Vgl. Sacrosanctum Concilium Nr. 60 f.). Vor diesem Hintergrund von Schrift und Tradition kann keinerlei Zweifel daran bestehen, dass die Kirche die Vollmacht hat, Sakramentalien einzusetzen und rituell auszugestalten.

Gerade die Reformatoren waren es, die in diesen Zeichen eine unnötige Ablenkung vom Wort Gottes sahen. Als überflüssiger Tand wurden sie aus dem reformatorischen Gottesdienst verbannt. Die Gläubigen sollten allein auf das Wort Gottes zur Erbauung ihrer Andacht und Ausrichtung ihrer Lebensführung verwiesen werden. Demgegenüber hat die katholische Kirche immer auf das inkarnatorische Prinzip verwiesen, d.h. auf die Konsequenz, die sich aus der Menschwerdung Gottes in Christus ergibt. Gott ist in Jesus Christus berührbar und sichtbar geworden. Jesus Christus ist das sichtbare Wort Gottes. Darum ist auch die Kirche eine sichtbare Gestalt und nicht bloß eine geistige Größe. Ganz auf dieser Linie stehen auch die Sakramente und die diesen zugeordneten Sakramentalien. Jesus Christus selbst hat mit den sieben Sakramenten der Kirche bereits sichtbare Gnadenzeichen hinterlassen, die die Glieder seines mystischen Leibes mit Gottes Gnade stärken. Ganz in dieser liebevollen Zuwendung Jesu an die Seinen steht das stetige Bemühen der Kirche, ihren Gliedern immer aufs neue Zeichen zu vermitteln, die helfen sollen, die Sakramente fruchtbar zu empfangen und den Alltag zu heiligen. Vor diesem Hintergrund ist es auch schlichtweg falsch, dass diese Zeichen von Gottes Wort ablenken. Ganz im Gegenteil: Sie machen Gottes Wort sichtbar und berührbar und kommen so dem Bedürfnis der menschlichen Natur nach sinnlicher Wahrnehmung entgegen. Diesen Aspekt des menschlichen Bedürfnisses nach sinnenhafter Wahrnehmung hat bereits das Trienter Konzil in Kap. 5 der Lehre und Kanones über das Messopfer der Kirche vor Augen geführt: „Und da die Natur der Menschen so beschaffen ist, dass sie sich nicht leicht ohne äußere Hilfsmittel zur Betrachtung der göttlichen Dinge erheben kann, deswegen hat die gütige Mutter Kirche bestimmte Riten eingeführt,…“.

Nehmen wir beispielsweise den Rosenkranz: Diese Perlenschnur ist eine berührbare Hl. Schrift, da mit ihrer Hilfe die Lebensgeheimnisse Jesu, die das Neue Testament uns überliefert hat, betrachtet werden können.

Kehren wir nun gedanklich zurück zum Gewand Jesu, dessen Verehrung im Trierer Rock anschaulich die zuvor umschriebene Charakteristik der Sakramentalie verdeutlicht: Nach der Überlieferung handelt es sich hierbei um das zuvor erwähnte ungeteilte Untergewand Jesu (vgl. Joh 19,23 f.), welches Kaiserin Helena, die Mutter Kaiser Konstantins, nach ihrer Pilgerfahrt in das Heilige Land, der Trierer Ortskirche zusammen mit anderen wertvollen Reliquien geschenkt haben soll. Seit Jahrhunderten wird anlässlich der Heilig-Rock-Wallfahrten nach Trier immer wieder die Frage nach der historischen Echtheit dieser Reliquie aufgeworfen. Kritiker weisen darauf hin, dass es doch völlig unmöglich sein, ein uraltes Textil, dessen Herkunft nicht eindeutig mit der Zeit Jesu zusammengebracht werden kann, als Christusreliquie anzusehen und zu verehren. Diese Sichtweise verkennt den tieferen Sinn der Sakramentalien. Ob der in Trier während der Heilig-Rock-Wallfahrt ausgestellte Stoff tatsächlich das Gewand Jesu ist, von welchem Johannes in seiner Passionsgeschichte berichtet, kann sicher nicht mit hundertprozentiger Sicherheit gesagt werden. Aber selbst wenn man zu dem Ergebnis kommt, dass diese Reliquie im historischen Sinne unecht ist, bleibt ihr geistlicher Wert und damit die Verehrungswürdigkeit erhalten. Denn dann handelt es sich um ein Christusbild, welchem nach der Lehre des hl. Thomas von Aquin „die gleiche Verehrung zu erweisen ist wie Christus selbst“. Das ist auch die Lehre des Konzils von Trient: „Ferner soll man die Bilder Christi, der jungfräulichen Gottesgebärerin und anderer Heiliger vor allem in den Kirchen haben und behalten und ihnen die schuldige Ehre und Verehrung erweisen, nicht weil man glaubte, in ihnen sei irgendeine Gottheit oder Kraft, deretwegen sie zu verehren seien, oder weil man von ihnen irgendetwas erbitten könnte, oder weil man Vertrauen in Bilder setzen könnte, wie es einst von Heiden getan wurde, die ihre Hoffnung auf Götzenbilder setzten: sondern weil die Ehre, die ihnen erwiesen wird, sich auf die Urbilder bezieht, die jene darstellen, so dass wir durch die Bilder, die wir küssen und vor denen wir das Haupt entblößen und niederfallen, Christus anbeten und die Heiligen, deren Bildnis sie tragen, verehren.“

Der Kirchenhistoriker Erwin Iserloh wies in diesem Zusammenhang zutreffend auf die Kreuzverehrung in der Karfreitagsliturgie hin: „Mit welchem Ernst und mit welch weitgehender Gleichsetzung von Urbild und Abbild diese Verehrung geschieht, können wir an der Kreuzverehrung in der Karfreitagsliturgie ermessen. Wie wir ein Kreuz verehren, obwohl wir wissen, dass es nicht das echte Kreuz von Golgotha ist, so steht auch der Verehrung des Hl. Rockes bei bewiesener Unechtheit nichts im Wege.“ Allerdings gibt es nach wie vor auch durchaus ernst zu nehmende Argumente, im Trierer Rock eine historisch echte Reliquie zu sehen. Hierfür sprechen vor allem textilhistorische, archäologische und frömmigkeitsgeschichtliche Gesichtspunkte, die darauf hindeuten, dass der zu sehende Rock als Reliquienhülle (sog. sprechendes Reliquiar) antike Stofffragmente aus dem orientalischen Raum enthält, die durchaus mit dem Gewand Jesu in Zusammenhang gebracht werden können.

Wie es auch sei: Entweder als echte Reliquie oder als altehrwürdige Christusikone der Evangelienstelle bei Joh 19,23 f. bekommt dieser Gegenstand die verehrungswürdige Gestalt einer kirchlich anerkannten Sakramentalie. Jedem Gläubigen bleibt es letztlich selbst überlassen, sich hier sein Urteil zu bilden. Was die Verehrungswürdigkeit angeht, bedarf es letztlich nicht der Entscheidung über die Echtheitsfrage dieser Reliquie, da dieses Zeichen so oder so auf den hinweist, den wir anhand und mithilfe dieses Zeichens verehren wollen: Christus in seiner heiligen Passion. Sakramentalien sind, das zeigt dieses Beispiel, Übersetzungshilfen für unseren Glauben. Die Kirche hat die Tendenz, eine bilderlose Frömmigkeit als eine höhere Stufe des christlichen Glaubens darzustellen, immer entschieden mit dem Hinweis auf die Inkarnation Gottes in Jesus Christus und die leibliche Verfasstheit des Menschen abgelehnt. Gott selbst hat uns dies in seiner Menschwerdung in Jesus Christus auch ein für allemal vor Augen gestellt: Er ist das authentische „Ebenbild des unsichtbaren Gottes“ (Kol 1,15). Durch ihn haben wir den Zugang zu Gott. In diesen großen Kontext müssen wir die Sakramentalien und die damit verbundenen Frömmigkeitsübungen einordnen. Und noch eines ist wichtig zu betonen: Nicht der Gegenstand selbst bringt die Heilung, sondern der vertrauensvolle und sich hingebende Glaube an den, auf den der verehrungswürdige Gegenstand uns hinweist. Auch das war schon zu Zeiten Jesu so: Jesus sagte der blutflüssigen Frau nicht, dass sein Gewand sie geheilt habe, sondern ihr unerschütterlicher Glaube, der sich im Berühren des Gewandes manifestiert hat.

Eine solche Manifestation des Glaubens konnte man auch bei der letzten Heilig-Rock-Wallfahrt nach Trier im Jahr 2012 erleben: Einige Pilger waren so ergriffen, dass sie erstmals seit Jahren wieder das Verlangen hatten, das Bußsakrament zu empfangen. Hier geschah so etwas wie Heilung an der Seele. Andere berichteten von einem starken Gefühl der Ergriffenheit, als sie ihr Auge auf den alten, nicht sehr schön aussehenden Stoff, gerichtet hatten. Bei Heilig-Rock-Wallfahrten vergangener Zeiten war es den Gläubigen noch möglich, Gegenstände wie Medaillen, Pilgerbildchen oder den Rosenkranz, am Heiligen Rock zu berühren. Das geht heute leider nicht mehr. Sicher haben viele Pilger sich während der Heilig-Rock-Wallfahrt an die Geschichte der blutflüssigen Frau erinnert: Du brauchst nur sein Gewand berühren, um geheilt zu werden. Du brauchst dich nur über dieses Zeichen an Jesus zu erinnern, und er tritt auf wunderbare Weise in dein Leben ein. So berührten viele Pilger wenigstens die Glasscheibe. Manch einer legte diverse Gegenstände wie Rosenkränze oder sonstige Wallfahrtsandenken auf die Glasplatte und versuchte so mit dem Gewand Jesu in Berührung zu kommen. Trotz der weit verbreiteten Skepsis gegenüber der Reliquienverehrung zeigten die Tage der Trierer Rockwallfahrt 2012 klar und deutlich, dass die Pilger das Verlangen haben, mit den Hinterlassenschaften ihres Heilands in Kontakt zu treten. Die Menschen wollen offensichtlich teilhaben an der Geschichte, die sich vor 2000 Jahren in Israel zugetragen hat. Diese „Reliquienikone“ bringt uns zum Ursprungsereignis des Christentums, der Passion Jesu am Kreuz. Hier ließ Jesus im wahrsten Sinne des Wortes sein letztes Hemd für die Seinen. An dieses Ereignis erinnert der Trierer Rock und darum wollten auch so viele Menschen ihn sehen und verehren.

Kommen wir nochmals auf die Begriffsklärung des Weltkatechismus zurück: Die Sakramentalien dienen zunächst der Vorbereitung auf einen würdigen Sakramentenempfang. So nehmen wir beim Eintritt in das Gotteshaus das Weihwasser und bekreuzigen uns. Dies ist die erste Einstimmung in die Feier der Hl. Messe. Der Priester benutzt bei der Hl. Messe Gefäße, die durch Segnung diesem Dienst gewidmet wurden. So ist der Kelch, der nach der Hl. Wandlung das Blut des Herrn in sich birgt, selbst eine Sakramentalie, die ganz auf die Eucharistie hingeordnet ist. Das Messopfer wird auf einem geweihten Altarstein dargebracht, der seinerseits Reliquien in sich birgt. Auch diese Sakramentalien sind somit auf die Feier der Eucharistie hingeordnet. Dieses Beispiel zeigt deutlich, wie sehr die Sakramentalien auf die Sakramente bezogen sind. Ein weiterer Aspekt der Sakramentalien ist die Heiligung des Lebens. So kann für den Einen das tägliche Rosenkranzgebet und das ständige Mitsichtragen des Rosenkranzes eine Möglichkeit sein, seinen Alltag zu heiligen. Ein Anderer hat im Karmelskapulier ein Zeichen entdeckt, welches ihn sinnenhaft daran erinnert, dass er unter dem Schutzmantel der Gottesmutter geborgen ist. Wieder ein Anderer nimmt das Weihwasser mit nach Hause und besprengt sich täglich damit, um Gottes Schutz fühlbar auf sich herabzurufen und so den bösen Mächten zu wehren. Viele Katholiken haben in ihrer Wohnung geweihte Kruzifixe oder Madonnen- oder Heiligenstatuen zur Verehrung aufgestellt. So werden sie immer wieder an die großen Taten Christi und seiner Heiligen erinnert. Auf diese Weise tragen die Sakramentalien zur Alltagsheiligung bei und zur ständigen Vergewisserung, dass unser tiefstes Lebensglück in Gott und seinen Heiligen besteht. Immer dann, wenn man sich bereitwillig durch diese Zeichen für Gottes Anruf öffnen lässt, kann die Gnade Gottes wirken. Vor diesem Hintergrund kann durchaus davon gesprochen werden, dass uns die heilende Zuwendung Jesu auch durch diese Zeichen vermittelt werden kann. Christus, der Bräutigam seiner Kirche, bindet sich hier an seine Braut, die durch die Zeiten hindurch ihre vom Herrn gegebene Vollmacht einsetzt, um ihren Gliedern Hilfsmittel zu geben, die ihr geistliches Leben begleiten. Durch die Einbeziehung der Sakramentalien in das geistliche Leben kann so die Gegenwart des Herrn sinnlich erfahren werden.

Wenden wir uns nun einer konkreten Sakramentalie zu, die nach wie vor im Leben vieler Katholiken eine große Bedeutung hat: dem Weihwasser. Was hat es nun mit dem Weihwasser auf sich? Welche Bedeutung hat diese Sakramentalie im Leben der Kirche? Auch wenn die Sakramentalien Zeichen sind, die wir der Einsetzung durch die Kirche im Laufe der Jahrhunderte verdanken, wird immer wieder deutlich, dass diese Zeichen an biblische Vorbilder anknüpfen. Dem Wasser kommt bereits im Alten Testament eine große Bedeutung zu. So wird dieses Element bereits auf der ersten Seite der Bibel im Schöpfungsbericht erwähnt: „Gottes Geist schwebte über dem Wasser.“ (Gen 1,1). Hierdurch war das Wasser von Beginn an geheiligt. Wasser löscht unseren Durst. Sinnbildlich steht dieser Umstand für die Sehnsucht nach Gott: „Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so lechzt meine Seele, Gott, nach dir.“ (Ps 42,2). Es ist auch ein Mittel der Reinigung: „Wasch meine Schuld von mir ab, und mach mich rein von meiner Sünde!“ (Ps 51,4). Dieses Wort des Psalmisten wiederholt der Priester bei jeder Hl. Messe bei der Handwaschung während der Gabenbereitung vor dem Hochgebet. Besonders klar wird dieser Gedanke im Buch Ezechiel formuliert: „Ich gieße reines Wasser über euch aus, dann werdet ihr rein. Ich reinige euch von aller Unreinheit und von allen euren Götzen. Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.“ (Ez 36,25 f.). Auch im Buch Numeri ist bereits von der Besprengung mit Reinigungswasser die Rede (vgl. Num 19,17 ff.).

Die Kirche hat im Exodus des Volkes Gottes immer eine vorausdeutende Darstellung der Taufe gesehen. Bereits in der Befreiungsgeschichte Israels aus Ägypten, dem großen Exodus, kam dem Wasser eine herausragende Bedeutung zu. Wie das Volk Israel durch das Rote Meer ziehen musste, um aus der Sklaverei der Ägypter befreit zu werden (vgl. Ex 14), so müssen die Täuflinge durch das Bad der Taufe von der Erbsünde gereinigt werden. Für die Ägypter wurde das Wasser zum Verhängnis, für die Israeliten zur Rettung. Auch dieses Bild wird auf das Weihwasser übertragen: Es hat abwehrende Kraft gegenüber dem Teufel, der nach dem Zeugnis der Hl. Schrift wie ein brüllender Löwe umhergeht und „sucht, wen er verschlingen kann“ (1 Petr 5,8). Während des Exodus hatte Gott dem Mose befohlen, mit dem Stab an den Felsen zu schlagen, damit das Volk in der Wüste seinen Durst löschen konnte (vgl. Ex 17). Daran erinnern sich die Israeliten bis heute am Laubhüttenfest. In ihrer Liturgie singen die Juden an diesem Tag diese Worte: „Ihr werdet Wasser schöpfen voll Freude aus den Quellen des Heils.“ (Jes 12,3). Zu Zeiten des Tempels schöpfte an diesem Tag einer der Priester symbolisch am Teich Schiloach unter Trompetenstößen Wasser und goss es dann bei einer festlichen Prozession im Tempel über den Altar aus. Dies war verbunden mit der Erwartung des Messias, der das Heil für Israel bringt – das Heil, das wie das lebenswichtige Wasser über dürres Land kommen sollte.

Jesus knüpft an diese Messiaserwartung Israels an, als er bei seiner Pilgerfahrt zum Tempel am Laubhüttenfest sagte: „Wer Durst hat, komme zu mir, und es trinke, wer an mich glaubt. Wie die Schrift sagt: Aus seinem Inneren werden Ströme von lebendigem Wasser fließen.“ (Joh 7,37 f.). Beim Kreuzestod Jesu wurde dieses Herrenwort bestätigt: Aus seiner Seitenwunde entsprangen Blut und Wasser (vgl. Joh 19,34). Die Kirchenväter erkannten hierin die Entstehung der Sakramente der Taufe und der Eucharistie aus der Seite Jesu.

Gerade bei der Taufe, d.h. dem Untertauchen, kommt dem Wasser eine herausragende Bedeutung zu. Jesus Christus empfing im Jordan die Bußtaufe des Johannes (vgl. Mk 1,9-11). Er ließ sich so – obwohl selbst in allem uns gleich außer der Sünde (vgl. Hebr 4,15) – hineinnehmen in die Schicksalsgemeinschaft der Menschen. Die christliche Taufe knüpft an die Johannestaufe an und bekommt durch unseren Herrn Jesus Christus einen neuen und tieferen Sinn. Durch die Hl. Taufe werden wir Kinder Gottes und befreit von der Erbsünde. Der hl. Paulus greift das Bild des Untertauchens in Wasser in seiner Taufkatechese im Römerbrief eindringlich auf: Die Taufe, d.h. das Ein- bzw. das Untertauchen in Wasser, begräbt den Sünder in den Tod Christi, aus dem er durch die Auferstehung mit Christus als neues Geschöpf hervorgeht (vgl. Röm 6,1-11). Dem Taufwasser kam als Materie dieses Sakramentes mit all seinen Inhalten von Beginn der Christenheit eine besondere Bedeutung zu. All diese Erwähnungen des Wassers in der Bibel hat die Kirche vor Augen, wenn sie die Gläubigen mit Weihwasser tauft, im Gottesdienst damit besprengt und ihnen empfiehlt, das geweihte Wasser zu benutzen, sei es in der Kirche, zu Hause oder an den Gräbern der Verstorbenen.

Die Verwendung des Weihwassers als eigenständige Sakramentalie geht bereits auf das 4. Jahrhundert zurück. Das Besprengen der Gläubigen mit Weihwasser zu Beginn der Sonntagsmesse begann in der Kirche bereits im 8. Jahrhundert. Vor allem in der Ostkirche ist die Wasserweihe bis heute ein großes liturgisches Ereignis. Die Wasserweihe entstand in Jerusalem, kam von dort nach Konstantinopel und in die angrenzenden Länder. Es entwickelte sich der Brauch, mit Weihwasser neben Menschen auch die Wohnhäuser, Stallungen, Tiere, Felder und den Vorrat zu segnen. Teilweise rieben sich die Christen ihre kranken Körperstellen mit Weihwasser ein, um Heilung zu erfahren. Mitunter gab es auch den Brauch, das Weihwasser zu trinken.

Im Vordergrund steht heute bei der Nutzung des Weihwassers die Tauferinnerung und -erneuerung. Besonders in der Liturgie der Osternacht kommt dies mit der feierlichen Wasserweihe und der daran anschließenden Tauffeier und Tauferneuerung der Gottesdienstbesucher zum Ausdruck. In der Osternacht ist das Besprengen der Gläubigen mit dem Weihwasser immer noch ein fester Bestandteil in der Liturgie. Beim Kreuzzeichen mit dem Weihwasser erneuern wir unser Taufversprechen. Hiermit verbinden wir die Bitte, dass Gott uns reinigen möge und andererseits bringen wir unseren Entschluss zum Ausdruck, unser „Ägypten“, d.h. die Dinge, die uns versklaven und von Gott wegführen, hinter uns zu lassen und aufzubrechen in das Land der Verheißungen Gottes, in ein entschiedenes Christsein.

Desweiteren ist das Weihwasser ein bestärkendes Mittel bei allen Segenshandlungen. Eltern können ihre Kinder mit Weihwasser segnen. Der Priester benutzt Weihwasser bei der Segnung von Gegenständen, insbesondere von Andachtsgegenständen, die dann selbst zu Sakramentalien „aufrücken“. Die Kirche ist beim Segnen mit Weihwasser der festen Überzeugung, dass hierdurch die bösen Geister abgewehrt und vertrieben werden. Diese exorzierende Wirkung des Weihwassers wird in Zeiten, in denen die Existenz dämonischer Mächte weitgehend bestritten wird, leider oft nicht mehr wahrgenommen. Dennoch wird dieser Aspekt in dem Segensgebet der Kirche, welches bei der Weihwassersegnung gesprochen wird, immer noch eindringlich betont: „Wenn Krankheit und Gefahren und die Anfechtungen des Bösen uns bedrohen, dann lass uns deinen Schutz erfahren.“

Endlich ist das Weihwasser eine Hilfsquelle für die Armen Seelen. Bereits das Konzil von Nantes griff um das Jahr 900 eine alte Überlieferung der Kirche auf und schrieb vor, dass die Priester unter Gebet für die Verstorbenen die Gräber auf den Friedhöfen mit Weihwasser besprengen sollen. Auf diese Weise wird den Armen Seelen im Fegefeuer, die ja Teil der Kirche sind, die versöhnende und fürbittende Kraft des Weihwassers zugewendet. Auch dieser Aspekt ist heute weitgehend verloren gegangen. Dies hängt offensichtlich mit der Leugnung von Glaubenswahrheiten, hier der Existenz des Reinigungsortes, zusammen. In südlichen Ländern finden wir auf den Friedhöfen noch oft den Brauch, dass Weihwasserbecken mit einem Zweiglein am Grab untergebracht werden, damit man bei einem Friedhofsbesuch den Armen Seelen Trost durch Besprengen des Grabes mit Weihwasser zuwenden kann. Noch immer finden in den meisten Kirchengemeinden am Allerseelentag auf den Friedhöfen Andachten statt, in denen der Priester die Gräber der Verstorbenen mit Weihwasser segnet.

Warum geht die Kirche von dieser kraftvollen Wirkung des Weihwassers aus? Durch die Weihe des Wassers, die der Priester im Namen der Kirche und als ihr Stellvertreter vornimmt, verkörpert das Wasser das Gebet der Kirche, welches der Herr immer mit Wohlgefallen aufnimmt und erhört. Wenn man daher mit einem Tropfen Weihwasser entweder sich, eine gegenwärtige oder abwesende Person besprengt, auch die Schwestern und Brüder im Leuterungsort, so steigt von neuem das Gebet der Kirche zum Himmel empor und zieht Gnaden auf jene Personen herab, die mit geweihtem Wasser besprengt werden.

Wir haben gesehen, welch tiefe Bedeutung diese Sakramentalie hat. Sie ist – wenn man so will – gegenständlich gewordenes Gebet der Kirche, mit dem wir uns im wahrsten Sinne des Wortes Tag für Tag benetzen können. Dadurch erfahren wir einen wirksamen Schutz vor den bösen Mächten, die uns Tag für Tag bedrängen. Der Teufel meidet ja bekanntlich das Weihwasser!

Bei den anderen Sakramentalien ist es ganz ähnlich. Vielleicht haben Sie ja jetzt ein wenig Ansporn erhalten, diesen kleinen Schätzen der Kirche nachzuspüren. Diese Schätze entstammen ja – wenn man so will – der Schatzkammer des großen Königs, dessen wir heute am Christkönigssonntag besonders gedenken. Er, der König des Himmels und Erde, erweist uns in diesen Zeichen letztlich seine liebende und heilende Zuwendung. Danken wir diesem König dafür, dass er uns durch diese Zeichen in unserem Leben begleiten will.

Der Verfasser dieses Beitrags, Dr. Markus Büning, ist Theologe und Jurist. Er lebt mit seiner Familie im Münsterland.

Weihbischof Athanasius Schneider und Dr. Markus Büning




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