13 Dezember 2016, 10:01
Unterstützung für ‚Amoris laetitia’-Brief der vier Kardinäle
 
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Die Unauflöslichkeit der Ehe, die Sündhaftigkeit von Ehebruch und Unzucht, die Heiligkeit der Eucharistie stünden in Frage. Papst Franziskus habe die Aufgabe, die Fragen der Kardinäle zu beantworten.

Rom (kath.net/jg)
23 Akademiker und Priester haben einen Brief unterzeichnet, in dem sie das Anliegen der vier Kardinäle Brandmüller, Burke, Caffarro und Meisner um Klärung der fünf „dubia“ ausdrücklich unterstützen. (Siehe Link am Ende des Artikels)

Christoph Kardinal Schönborn, Rocco Buttiglione und andere hätten versucht, „Amoris laetitia“ in Kontinuität mit der bestehenden Lehre der Kirche zu interpretieren. Diese Versuche würden aber nach Ansicht der Unterzeichner ihr Ziel verfehlen. Sie könnten nicht zeigen, dass „Amoris laetitia“ mit der Heiligen Schrift und der überlieferten Lehre der Kirche übereinstimme.

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Die katholische Kirche trete in einen kritischen Moment ihrer Geschichte ein, der alarmierende Ähnlichkeiten zur Arianischen Krise des vierten Jahrhunderts aufweise, schreiben die Unterzeichner in dem auf den 8. Dezember datierten Brief. Damals sei die Gottheit Jesu in Frage gestanden, heute die Unauflöslichkeit der Ehe, die objektive Sündhaftigkeit der Unzucht, des Ehebruchs und der gleichgeschlechtlichen Sexualität, die Heiligkeit der Eucharistie und die „schreckliche Realität“ der Todsünde.

Damals wie heute würden viele in der Kirche nicht ausdrücklich eine Irrlehre vertreten, sondern um des „Friedens“ und der „Einheit“ willen unklare Kompromissformeln verwenden. Praktisch würde jedoch eine wachsende Zahl hoher Würdenträger der Kirche und Theologen die angesprochenen Dogmen zugunsten einer einseitigen und übertriebenen Sicht von „Barmherzigkeit“, „pastoraler Begleitung“ und „mildernder Umstände“ negieren.

Papst Franziskus hat sich bis jetzt noch nicht öffentlich zu den Fragen der vier Kardinäle geäußert. Das andauernde Schweigen des Papstes könne ihm den Vorwurf einbringen, seine Pflichten als oberster Hirte der Kirche zu vernachlässigen, wozu auch die „Stärkung der Brüder im Glauben“ zähle. Dies habe dramatische Konsequenzen. Das „Schifflein Petri“ wirke wie ein Schiff ohne Ruder und zeige erste Zeichen des Zerfalls, heißt es in dem Brief.

In diese Situation hätten alle Bischöfe die Pflicht, sich klar für die überlieferte Morallehre auszusprechen. Die Unterzeichner hoffen, dass sich noch mehr Hirten der Kirche auf die Seite der vier Kardinäle stellen und gegebenenfalls auch die „brüderliche Zurechtweisung“ unterstützen, die Kardinal Burke vorgeschlagen hat, falls sich Papst Franziskus weiterhin weigert, die „dubia“ zu klären.


Link zum Brief der 23 Akademiker und Priester auf dem Blog „Rorate Caeli“ (englisch):
rorate-caeli.blogspot.com








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