11 Januar 2017, 10:10
Malteserorden lehnt Vatikankommission ab
 
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Der Malteser-Großmeister erinnert daran, dass der Malteserorden ein unabhängiges Völkerrechtssubjekt mit diplomatischer Vertretung am Vatikan sei, eine mögliche Zusammenarbeit würde Zweifel an der Souveränität des Ordens bedeuten.

Rom (kath.net)
Der Malteserorden lehnt die Kooperation mit dem Vatikan rund um die Absetzung von Albrecht von Boeselager, den umstrittenen Großkanzler der Malteser, ab. Dies teilte die Ordensleitung am Dienstag auf ihrer Homepage mit. Malteser-Großmeister Matthew Festing begründete dies in der Stellungnahme damit, dass der Malteserorden ein unabhängiges Völkerrechtssubjekt sei und die Personalentscheidung eine interne Angelegenheit des Ordens sei. Die Untersuchungskommission, die durch das Staatssekretariat eingesetzt wurde, habe keine Kompetenz. Es gäbe daher "keine rechtliche Grundlage", warum man der Kommission zusammenarbeiten sollte. Eine mögliche Zusammenarbeit würde Zweifel an der Souveränität des Ordens bedeuten.

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Festing erinnerte auch daran, dass der Malteserorden beim Vatikan eine diplomatische Vertretung habe und dort auch nicht bei den Orden geführt werde. Kardinalpatron des Ordens ist Raymond Kardinal Burke.

Der Malteser-Großmeister thematisiert in der Erklärung außerdem den Status von Albrecht von Boeselager, der zum zweiten Stand des Ordens gehöre und kein Ordensmann sei und daher hier auch keine kirchenrechtlichen Möglichkeit habe. Dieser habe daher nur innerhalb des Ordens eine Gehorsamsverpflichtung gegenüber der Ordensleitung.

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