09 Februar 2017, 08:00
Die Byzantiner: Kultur und Alltag im Mittelalter
 
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Den meisten Katholiken die byzantinische Kultur doch fremd. Nun liefert Johannes Koder eine historische Perspektive, die für das Verständnis der Ostkirchen hilfreich ist. Gastbeitrag von Martin Bürger

Wien (kath.net) Papst Johannes Paul II. gebrauchte, indem er von der Kirche sprach, einmal das Bild von den zwei Lungenflügeln: Ost und West. Die Kirche müsse mit beiden atmen. Auch wenn in Westeuropa nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs die Ostkirchen einen gewissen Zuwachs haben, so ist den meisten Katholiken die byzantinische Kultur doch fremd. Nun liefert Johannes Koder in „Die Byzantiner. Kultur und Alltag im Mittelalter“ eine historische Perspektive, die für das Verständnis der Ostkirchen hilfreich ist.

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Allerdings geht es in dem im Böhlau Verlag erschienen und knapp 300 Seiten umfassenden Buch nur in geringem Maße um Themen, die unmittelbar mit kirchlichen Aspekten im byzantinischen Raum zu tun haben. Es gibt diesbezüglich Kapitel wie „Römertum und Christentum“, wo es um die byzantinische Identität geht, „Klöster und andere mönchische Siedlungsformen“, und besonders „Lebensgestaltung und Religiosität“ mit dem Fokus auf „Die Lebensbegleitung durch Religion und Volksglauben und „Die Mittler zwischen Gott und den Menschen“. Indirekt findet man Hinweise auf die Bedeutung der Kirche für „Kultur und Alltag im Mittelalter“ verstreut im ganzen Buch.

Insgesamt trifft der Leser von „Die Byzantiner“ auf acht Hauptteile, in denen mit besonderem Auge für Details nicht nur über die wie „Die Versorgung der Großstadt“ oder „Die Nahrungsmittelproduktion“ gesprochen wird, sondern auch über „Maße, Waagen und Gewichte“ sowie „Raumeinteilung, Möbel, Beleuchtung und Hygiene“. Wer ein Interesse an mittelalterlicher Geschichte hat und gerne jene Kultur kennenlernen möchte, die uns lateinischen Katholiken am nächsten steht, sollte ohne Zögern zu „Die Byzantiner“ greifen.

kath.net-Buchtipp
Die Byzantiner
Kultur und Alltag im Mittelalter
Von Johannes Koder
Hardcover, 290 Seiten; mit Abbildungen
2016 Böhlau Wien
ISBN 978-3-205-20308-7
Preis 29.99 EUR

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