15 Februar 2017, 11:00
Erzbischof Chaput: Massenmedien feindselig gegenüber Trump
 
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Bei aller Kritik sollten doch alle dem Präsidenten um des Landes willen Erfolg wünschen. Den zunehmenden Staatseinfluss sieht der Erzbischof von Philadelphia kritisch.

Philadelphia (kath.net/jg)
Die Presse verhalte sich gegenüber Präsident Trump feindselig und stelle religiöse Glaubensüberzeugungen häufig in ein schlechtes Licht. Das sagte Charles Chaput, der Erzbischof von Philadelphia in einem Radiointerview.

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Die Medien seien gegenüber Trump deutlich kritischer als gegenüber seinem Vorgänger Barack Obama. „Es erstaunt mich, wie feindselig die Presse gegenüber jeder Maßnahme des Präsidenten ist“, sagte er wörtlich. Er wolle mit seinen Aussagen nicht für eine Seite Partei ergreifen, fügte er hinzu. Bei aller Kritik, die man selbstverständlich an Trump üben dürfe, sollten doch alle dem Präsidenten Erfolg wünschen, weil es um das Land als Ganzes gehen würde, erinnerte Chaput.

Während des Wahlkampfes hatte der Erzbischof von Philadelphia sowohl Donald Trump als auch seine Gegenkandidatin Hillary Clinton nicht mit Kritik verschont. In den letzten Wochen hatte er Trumps restriktive Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik angeprangert. Die Nominierung von Neil Gorsuch für den Obersten Gerichtshof ist für den Erzbischof hingegen ein ermutigendes Signal.

Den zunehmenden Staatseinfluss sieht Chaput skeptisch. Je weiter der Aktivitätsradius staatlicher Institutionen werde, desto weniger sei er bereit, andere Institutionen zu akzeptieren. Dies betreffe intermediäre Institutionen wie die Kirche, doch vor allem die Familie, die für den Staat zunehmend zu einer unliebsamen Konkurrenz würden.

Die Eliten würden Religion generell eher ablehnen. Das treffe auch auf die Medien zu. Weniger als ein Viertel der Journalisten der Massenmedien seien religiös. Im Unterschied dazu würde sich deutlich mehr als die Hälfte der US-Amerikaner zu religiösen Überzeugungen bekennen.

Ein Politiker wie Donald Trump sei mit massivem Widerstand der herrschenden Eliten konfrontiert, die versuchen würden, seine Präsidentschaft „zu zerstören“, wie Chaput wörtlich sagte.







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