16 Februar 2017, 11:50
Kardinal Burke wird Gerichtsverfahren auf Südseeinsel Guam leiten
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Kirche'
Der Kardinalspatron des Malteserordens und frühere Präfekt der Apostolischen Signatur übernimmt den kirchlichen Prozess gegen den früheren Erzbischof von Guam, gegen den Vorwürfe des Kindesmissbrauchs vorliegen.

Guam (kath.net) Kardinal Raymond Burke, emeritierter Präfekt der Apostolischen Signatur und derzeit Kardinalpatron des Malteserordens, wird ein kirchliches Gerichtsverfahren auf Guam leiten. Es handelt sich um ein Verfahren der ersten Instanz, angeklagt ist der im Juni aus dem Amt entfernte Erzbischof Anthony Apuron, gegen ihn liegen Vorwürfe des Kindesmissbrauchs vor. Darüber berichtete die britische Ausgabe des katholischen Fernsehsenders EWTN, sie bezog sich auf eine Zeitung aus Guam. Burke wird seine Aufgabe mit der nichtöffentlichen Anhörung des Klagestellers, offenbar einem mutmaßlichen Opfer, beginnen. Nach Angaben der „Guam Post“ übernimmt Burke diese Aufgabe im Auftrag der vatikanischen Glaubenspräfektur.

Werbung
naherosten


Unterschiedliche Einschätzungen

Die Einschätzungen darüber, wie diese Aufgabe Burkes zu werten ist, fallen unterschiedlich aus. EWTN selbst kommentierte die Nachricht mit der Frage, ob das wirklich üblich sei, dass der Vatikan einen emeritierten Präfekt der Apostolischen Signatur zu einem kirchlichen Gerichtsverfahren ausgerechnet auf eine abgelegenes Insel im Südpazifik sende und bemerkte abschließend: „Guam liegt 12,155 km von Rom entfernt.“

Doch ist andererseits keine Rede davon, dass Burke seine Aufgabe als Kardinalspatron des Malteserordens aufgeben müsse. Dann könnte seine zusätzliche Aufgabe sogar als ehrenvoller Rückgriff auf seine frühere Verantwortlichkeit als Präfekt des obersten kirchlichen Gerichtshofes gedeutet werden.

Burke gilt als einer der dezidierten Kritiker der innerkatholisch umstrittenen Vorschläge, zivilrechtlich wiederverheirateten Geschiedenen den Zugang zu den Sakramenten Beichte und Eucharistie zu öffnen, er ist einer der vier Unterzeichner der „dubia“-Anfragen an Papst Franziskus nach dessen postsynodalen Schreiben „Amoris laetitia“.







Ihnen hat dieser Artikel gefallen? Bitte helfen Sie KATH.NET bei Ihrem nächsten Amazon-Einkauf über diesen Link:

Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

IMEK am 20.2.2017
Kardinal Burke ging auf Bitten der Glaubenskongregation nach Guam
 
Critilo am 17.2.2017
Memo an den Papst:
 
Ottaviani am 17.2.2017
@Herbstlicht
 
Herbstlicht am 17.2.2017
@Ottaviani
 
Ottaviani am 17.2.2017
@ Herbstlicht
 

 

meist kommentierte Artikel

Die Erosion der katholischen Sakramentenordnung in Deutschland (177)

Pfarrer spricht vom 'selbstverständlichen Ungehorsam' der Priester (75)

Bei Amazon bestellen - kath.net unterstützen (40)

'Papst Franziskus ist die höchste moralische Autorität in der Welt' (33)

»?Kurskorrektur!« (31)

Kardinal Müller: Die katholische Kirche ist keine 'Papstkirche' (30)

Kopp: katholisch.de nicht das offizielle katholische Internetportal (26)

Neue 'Updates des Bösen' beim Thema Abtreibung (25)

Bosbachkritik: BAMF-Kopftuch-Mitarbeiterin lehnt Christenantrag ab (24)

'Schluss mit dem Sakramentenautomatismus!' (21)

Kardinal Burke wird Gerichtsverfahren auf Südseeinsel Guam leiten (20)

Meinungsdiktatur in Frankreich - Lebensschützern droht Gefängnis! (20)

Kardinal Zen verteidigt Dubia-Anfrage an Franziskus (20)

Nach Veganer-Protest: Lamm Gottes wird aus Isenheimer Altar entfernt! (19)

'Entweder die Kirche rafft sich endlich auf – oder…' (19)