04 März 2017, 09:25
Fastenhirtenbrief: Umbruchszeit der Kirche mit viel Zuversicht
 
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Reformationsjubiläum und Pfarrgemeinderatswahlen als Themen der Fastenzeit.

St. Pölten (kath.net/ dsp)
Das Reformationsjubiläum und die Pfarrgemeinderatswahlen thematisiert Diözesanbischof Klaus Küng in seinem Fastenhirtenbrief, der am 1. Fastensonntag in allen Pfarren verlesen wird. Beide Ereignisse würden der Fastenzeit „eine Besondere Eindringlichkeit“ verleihen.

„Wahrscheinlich spüren wir alle, dass wir uns heute in einer ähnlichen Umbruchszeit befinden wie damals vor 500 Jahren“, schreibt der Bischof. Aufgrund der Veränderungen der Lebensverhältnisse sei es notwendig, „dass sich unser Christ- und Kirchesein so verändert, dass es in den heutigen Verhältnissen bestehen kann“. Auch wenn noch unklar sei, ob die Veränderung in der heutigen Zeit so groß sein wird wie jene in den drei Jahrhunderten nach der Reformation, „dürfen wir aber auf jeden Fall mit Zuversicht erfüllt sein“, so Küng. Die Kirche habe viele große Krisen überstanden und werde auch heute den Weg finden. Die Pfarrgemeinderatswahl sei dabei „ein Aufruf zum Mittun und zum Aufbruch, einer neuen Zeit entgegen, mit viel Zuversicht“.

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Die von Martin Luther ausgelöste Reformation sei „nicht von ungefähr“ gekommen, schreibt Küng. Die Christenheit habe sich damals „in einem schlimmen Zustand der Verweltlichung“ befunden. Zunächst sei jedoch nicht Erneuerung, sondern Spaltung entstanden, die zu einer tiefgreifenden und äußerst schmerzhaften Krise ganz Europas geführt habe. Küng erinnert im Hirtenbrief an die Worte von Papst Franziskus anlässlich der Eröffnung des Gendenkjahres, dass wir dankbar dafür sein sollten, die Geschwisterlichkeit wiedergefunden zu haben, auch wenn noch immer nicht die volle Einheit erreicht ist. Gerade in dieser Situation des Glaubensschwundes in der modernen säkularisierten Gesellschaft sei die Einheit aller Christen ein besonders dringendes Anliegen geworden, betont Küng.

Papst Franziskus habe am Fest der Bekehrung des hl. Paulus darauf hingewiesen, dass echte Ökumene auf die gemeinsame Umkehr zu Jesus Christus als unserem Herrn und Erlöser gegründet ist: „Wenn wir ihm gemeinsam näherkommen, dann nähern wir uns auch einander.“ Das gelte nicht nur für die Ökumene, wie Küng betont, sondern „auch innerhalb der Diözese und der Pfarrgemeinde rücken wir auf diese Weise zusammen, bildet sich jene Gemeinschaft, ja Heimat, die wir alle brauchen“.

„Ein Leben ohne Gott, ohne Christus, ohne Erlöser führt in die Einsamkeit des Egoismus und zu Lieblosigkeit“, so Küng weiter. Daher sei es „lebenswichtig“, Gott persönlich und gemeinsam im Gebet zu suchen. Wichtig sei auch, sich durch gezielten Verzicht „ein Stück Freiheit zurück zu erobern und die Barmherzigkeit und Güte des menschgewordenen Gottessohnes in den Blick zu nehmen“. Schließlich weist der Bischof auf die Bedeutung einer „guten, aufrichtigen Beichte“ als „Grundlage für einen Neuanfang“ sowie der wöchentlichen Mitfeier der Sonntagsmesse hin.







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