13 März 2017, 10:00
Erneut Konflikt zwischen Marx und AFD
 
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AFD (Alternative für Deutschland) kritisiert jüngste Äußerungen von Kardinal Marx - AFD-Bundesvorstandsmitglied: "Herr Marx, Sie sollten das achte Gebot einhalten und kein falsches Zeugnis über andere abgeben."

Berlin (kath.net)
Die Partei AFD (Alternative für Deutschland) hat am Wochenende Kritik an den jüngsten Äußerungen von Kardinal Marx geübt. Dieser hatte vergangene Woche nach Angaben einer Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz geäußert: "Wir lehnen eine politische Einseitigkeit ab, die Antworten auf drängende Fragen in einer globalisierten Welt stets so gibt, dass es auf Abschottung und Rückkehr in längst vergangene Zeiten hinausläuft, die vermeintlich Sicherheit gewährleisten." Der Kardinal meinte auch, dass es mit einer christlichen Perspektive nicht vereinbar sei, wenn Fremdenfeindlichkeit oder Ängste gegen Überfremdung, geschürt werden. Marx wandte sich auch gegen einseitiger Betonung nationaler Interessen und einem nationalistisches Kulturverständnis.

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Die Kritik darauf kommt vom Berliner Fraktionsvorsitzenden und AfD-Bundesvorstandsmitglied Georg Pazderski, der in einer Presseaussendung folgendes feststellt: "Herr Marx, Sie sollten das achte Gebot einhalten und kein falsches Zeugnis über andere abgeben. Andernfalls würden Sie nicht von Ausländerfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus, Verunglimpfung anderer Religionsgemeinschaften, Hass und Gleichgültigkeit gegenüber den Armen im Zusammenhang mit unserem AfD-Programm sprechen. Ich frage Sie: Aus welchen Passagen im Programm leiten Sie solche verunglimpfenden Schlüsse ab?" Pazderski kritisierte, dass Marx AfD-Mitglieder ausgrenze und damit auch gegen das Gebot der Nächstenliebe verstoße. "Inakzeptabel ist nämlich Ihre pauschale Verurteilung unserer Anhänger, ohne jemals mit ihnen gesprochen zu haben. Nehmen Sie mein Angebot an, Bischof, damit Sie sich eine echte Meinung über die AfD bilden können!"

Foto Kardinal Marx (c) Erzbistum München und Freising

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