19 März 2017, 12:13
Die sprudelnde Quelle ewigen Lebens
 
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Franziskus: die Gnade der Taufe neu entdecken, um dem wahren Heiland zu begegnen – die Aufgabe in der Fastenzeit. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) Angelus am dritten Fastensonntag, Fest des heiligen Josefs. In seiner Ansprache vor dem traditionellen Mittagsgebet beschäftigte sich Papst Franziskus mit dem Tagesevangelium von der Begegnung zwischen Jesus und der Samariterin am Jakobsbrunnen (Joh 4,5-42). Die Juden hätten die Samariter als Häretiker und Schismatiker verachtet. Doch gerade diese Bevölkerung sei die erste gewesen, die sich der christlichen Verkündigung der Apostel angeschlossen habe.

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Aus der Begegnung Jesu mit der samaritischen Frau entspinne sich ein religiöser Dialog, denn: "Wie kannst du als Jude mich, eine Samariterin, um Wasser bitten?". Jesus antworte: „Wenn du wüsstest, welches Geschenk ich für dich habe, dann würdest du mich bitten und ich würde dir ‚lebendiges Wasser’ geben“ – „Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zur sprudelnden Quelle werden, deren Wasser ewiges Leben schenkt“ (V. 14).

Das Wasserschöpfen am Brunnen sei eine mühsame und lästige Tätigkeit. Besser wäre es, eine sprudelnde Quelle zur Verfügung zu haben. Jesus aber spreche von einem anderen Wasser. Ihr Durst nach Liebe und vollem Leben sei nicht von den fünf Ehemännern gestillt worden, die sie gehabt habe, Enttäuschungen und Betrug hätten ihr Leben gezeichnet. Die Frau sei so von der großen Achtung beeindruckt, die ihr Jesus entgegenbringe, als er zu ihr sogar vom „wahren Glauben“ als Beziehung mit Gott, dem Vater, im Geist und in der Wahrheit spreche. Sie erfasse auf diese Weise, dass jener Mann der Messias sein könnte, was Jesus bestätige: „Ich bin es, ich, der mit dir spricht“ (V. 26).

Das Wasser, das das ewige Leben schenke, sei am Tag unserer Taufein unseren Herzen ausgegossen worden. Es könne aber sein, dass wir dieses große Geschenk vergessen hätten und andere „Brunnen“ suchten, die den Durst nicht stillten und kein sauberes Wasser böten. Jesus aber spreche zu uns wie zu jener Samariterin. Wir kennten ihn bereits, doch vielleicht „sind wir ihm noch nicht persönlich begegnet und haben ihn noch nicht als unseren Heiland erkannt“.

Die Fastenzeit diene so dazu, dass wir uns ihm näherten und ihm begegneten: „im Gebet, in einem Dialog von Herz zu Herz, mit ihm sprecheng, ihn hören, sein Antlitz in den Gesichtern der Brüder und Schwestern sehen, die leiden“. Auf diese Weise könnten wir in uns die Gnade der Taufe erneuern, unseren Durst an der Quelle des Wortes Gottes und seines Heiligen Geistes stillen, und so auch die Freude neu entdecken, zu Stiftern der Versöhnung und Instrumenten des Friedens im alltäglichen Leben zu werden.

Nach dem Angelus erinnerte der Papst an die schweren Überschwemmungen in Peru. Franziskus betete für alle Opfer und die Hilfeleistenden.


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