10 April 2017, 11:30
Ein Model bekehrt sich
 
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Amada Rosa Pérez, Karrierefrau aus Kolumbien, findet aus dem Sumpf von Esoterik zu Jesus - Von Alexa Gaspari / VISION2000

Wien (kath.net/Vision2000)
Wer den Film „Marys Land“ gesehen hat, wird gleich wissen, von wem dieses Portrait handelt: von dem bildschönen, kolumbianischen Model, das nach einem recht exzessiven Leben zu Jesus gefunden hat. Um sie zu treffen, fahre ich nach München, wo sie gerade mit ihrem süßen Sohn in einem kleinen Hotel weilt, um bei christlichen Radio- und Fernsehsendern Zeugnis zu geben.

Während eine Freundin mit dem Buben spazieren geht, erzählt mir die nicht nur hübsche, sondern auch herzliche Mutter sehr offen aus ihrem bewegten Leben:
Amada Rosa Pérez wurde in einem kleinen Dorf im Norden Kolumbiens geboren. Ihre Kindheit hat sie in schöner Erinnerung. Die Familie führt ein einfaches, naturverbundenes Leben. Sie war eine fleißige Schülerin, ist gerne in die Schule gegangen und war daheim ein folgsames Kind. Schon damals möchte sie eines Tages die Welt erobern.

Die Eltern haben streng auf das Einhalten von Regeln geachtet. So erinnert sie sich z.B., dass sie erst nach Beendigung der Hausaufgaben etwas zu essen bekam. Der Glaube, wenn auch ein eher oberflächlicher, christliche Werte und moralische Prinzipien waren den Eltern wichtig: „Die Jungfrau Maria wurde ab und zu als Wandermuttergottes in der Familie aufgenommen. Dann wurde Rosenkranz gebetet. Die Eltern wollten auch, dass ich schön angezogen in die Kirche und zur Kommunion gehe. Ich habe mich damals immer gefragt, warum sie so großen Wert darauf legten, da sie selbst nicht hingegangen sind,“ erzählt sie.

Lachend fügt sie hinzu: „Jetzt bin ich es, die ihnen sagt , sie sollten doch in die Kirche gehen.“
Ihre Entwicklung als gute Schülerin – sie ist die drittbeste von 60 Schülern – und glückliches Kind erfährt einen schweren Schlag, der sich auf ihre ganze Persönlichkeit auswirkt: Sie ist 12, als sie vergewaltigt wird. „Ich habe überhaupt nicht verstanden, was da mit mir passiert. Ich war ja ein Kind, verwirrt. Mein Herz hat mich gefragt, was mir da passiert ist. Aber die Seele wusste, welche Verletzungen das zur Folge hatte,“ erinnert sie sich traurig.

Wie so viele Mädchen traut sie sich nicht, es den sehr strikten Eltern zu erzählen. „Depressionen, Angst, Vertrauensverlust und eine große Traurigkeit sind die Folge. Das Mädchen sieht keinen Sinn mehr im Leben. „Es gibt Dinge, die kann ich auch heute nicht erzählen.“ Was die Schule betrifft: Konzentrationsfähigkeit und Lerneifer gehen völlig verloren. Sie gehört nun zu den schlechtesten Schülern, fällt in mehreren Fächern durch. Trotzdem schafft sie es, die Schule zu beenden.

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Sie geht nach Bogota, leidet unter Migräne, fühlt sich nicht wohl, beginnt aber ein Medizinstudium, hält es dort nicht aus (sind es die 2650 Meter Höhe?) und übersiedelt nach Cartagena. Dort erholt sie sich, beginnt ein Betriebswirtschaftstudium, um doch wieder zurück in die Hauptstadt zu gehen, wo sie ein Studium für soziale Kommunikation beginnt.

In einem Fitnessstudio, das sie frequentiert „kommt einer auf mich zu und fragt mich: ‚Willst Du Model werden?’ ‚Ja, warum nicht.’ Model zu sein, bedeutet Ruhm, Geld, Erfolg.“ Das sagt ihr zu und sie bereitet sich möglichst gut darauf vor. Ihre Mutter hatte ihr stets ans Herz gelegt, alles, was sie einmal tun würde, besonders gut zu tun. So lernt sie, sich auf dem Laufsteg zu bewegen, schreibt sich in Schminkkurse ein, hungert sich Kilos herunter und absolviert bis zu fünf Stunden Fitnesstraining am Tag.

Ihre Karriere beginnt auf dem Laufsteg bei Modeschauen, auf Fotos in Illustrierten. Sie modelt auch für Unterwäsche und knappe Bademode, macht Werbung im Fernsehen und ist auf Events und Partys anzutreffen nach dem Motto: „Schön sein ist alles.“ Und es kommen die Erfolge: Vier gewonnene Modelwettbewerbe.

Mit 18 verliebt sie sich in einen jungen Mann, der aus den USA kommt, erklärt ihm aber, keine voreheliche Beziehung haben zu wollen, was dieser altmodisch und unglaubwürdig in ihrem Alter findet. Also gibt sie schließlich nach und meint, das würde die Beziehung festigen. Sie ist wohl nicht die Einzige, die bald feststellen muss, dass nach gelungener Eroberung das Interesse des Mannes an ihr abflaut. Er wendet sich anderen Schönen zu, und Amada ist tief enttäuscht. Ihre Seele wieder schwer verwundet. „Ich hatte ihm ein Geschenk gemacht, das er nicht verdient hatte, welches ich nur meinem Ehemann hätte machen sollen.“

Ab da hört sie mit dem Studium auf, konzentriert sich ganz aufs Modeln und Geld verdienen, bekommt jede Menge Angebote. Partys und Männerverschleiß gehören bald zu ihrem Alltag. Eigentlich, so denkt sie heute, „wollte ich mich unbewusst an den Männern rächen.“ Und eines Tages wird sie schwanger.

Sie ist 21. Der Vater des Kindes ist entsetzt und plädiert für Abtreibung. „Damals hätte ich jemanden gebraucht, der mir etwas Positives sagt, etwa: ,Hey, das ist toll, ich freu mich! Mutter zu werden, ist ein Segen.’ Doch von den Wenigen, denen ich mich anvertraut habe, hörte ich Botschaften wie: ‚Du ruinierst dir die Karriere, musst dich erst im Beruf verwirklichen.’ Damals habe ich mich sehr allein gefühlt.“ Abtreibungspillen sind zwar in Kolumbien verboten, doch dann nimmt sie eine. „Es war schrecklich. Ich hatte arge Schmerzen, fühlte mich innerlich elend. Was hatte ich gemacht?“

Die Zeit vergeht, und sie verdrängt das Geschehen. Sie wird nach Miami eingeladen und verbringt dort zwei Jahre. Dann eine Einladung nach Mailand. Dort kommen ihr erste Zweifel an ihrer Arbeit: Sie soll für 5.000 Dollar pro Tag an einem Film mitwirken, doch sie bekommt Zweifel, ob es da mit rechten Dingen zugehen würde. Soll sie ähnlich wie die 15-jährigen Mädchen, die sich hier prostituieren, ihren Körper verkaufen?

Kurz entschlossen reist sie ab. Für eine Fernsehserie wird eine Darstellerin mit dem Akzent ihrer Heimatgemeinde gesucht – eine Rolle, die ihr wie auf den Leib geschnitten zu sein scheint. Sie bekommt die Rolle und entdeckt an sich ein Schauspieltalent. Schon bald hat sie auch da Erfolg. Sie nimmt Privatstunden, um als Schauspielerin und Tänzerin dazu zu lernen. Die „Telenovela“ bringt ihr weitere Verträge für Fernsehserien ein. Nun ist sie auch eine berühmte Schauspielerin, in ihrer Heimat eine Ikone, die als Vorbild gilt.

Eines Tages ist sie wieder schwanger. Doch im Ultraschall sieht man: Das Kind ist bereits tot. Heute denkt sie, dass sie es innerlich abgelehnt und durch ihren Schlankheitswahn und exzessiven Sport getötet hatte. Danach flüchtet sie in neue Arbeiten, ins Shopping, ins Partyleben – und es kommen nun neben einem größeren Alkoholkonsum auch Drogen hinzu. Sie sollen helfen, alles zu verdrängen.

Von den Drogen wird sie zwar nicht abhängig, wohl aber von Abmagerungs- und Schlaftabletten. Dazu das exzessive Körpertraining, um die Figur zu halten. Wieder trifft sie auf einen Mann, mit dem sie in „freier Liebe“, ihrer Meinung nach aber in einer stabilen Beziehung zusammenlebt. Ist nun endlich die Zeit für ein Baby gekommen? Als sie schwanger wird und es ihrem Freund sagt, erklärt dieser: Er wollte nie Vater werden und werde es auch nie sein. Eine klare Ansage! Wieder schluckt sie eine Abtreibungspille. Diese Tötung kann sie allerdings nicht nochmals verdrängen. Sie fühlt sich elend, will nicht mehr leben. „Eigentlich hatte ich alles erreicht, was ich immer haben wollte: Ruhm, Geld, ein toller Job, Freunde… Doch ich war überhaupt nicht glücklich, hatte alles und nichts, wurde depressiv, bewegte mich wie eine Tote, dachte an Selbstmord, war aber zum Glück nicht imstande, es durchzuziehen,“ bekennt sie.

Heute spricht sie überall über die schwerwiegenden Folgen der Abtreibung für die Frauen. Sie zählt auf: „Risse in der Gebärmutter, starke Blutungen, Blutarmut, Bulimie oder das Gegenteil: Anfälle von Fresssucht, tiefe Depression, emotionale Leere, Alpträume von weinenden, schreienden Babys.Wenn ich auf der Straße ein Baby gesehen habe, fragte ich mich immer: Wie alt meines jetzt wohl wäre, wie würde es aussehen? Ich war schwer verunsichert, habe oft geweint…“

Sie wendet sich an Gott, Er solle ihr das Leben nehmen, ein Leben, das nicht mehr lebenswert erscheint. Da überreden Freundinnen sie, eine neue Welt zu betreten, die für jedes Problem Lösungen zu haben scheint: Esoterische Zirkeln jeder Art bieten sich an: Kartenlegen, Feng Shui, aus der Hand, der Aura oder dem Haar Lesen, Astrologie, Pendeln, Engelbefragungen, auch der Besuch bei Schamanen… War das nun der Ausweg aus der tristen Situation? „Nein, nur ein Haufen Aberglaube und magischer Rituale,“ erklärt sie. Von Hilfe keine Spur!

In dieser Zeit kommen zum inneren Leiden körperliche Probleme: Rückenschmerzen, eine schwere Infektion ausgelöst durch eine Operation am Ohr, die Mandeln müssen heraus, sie verliert Haare, ihr Gesicht ist geschwollen, Übelkeit plagt sie… Zwei Monate ist sie außer Gefecht, muss zu Hause bleiben. Und da bietet sich ein letzter Ausweg ganz anderer Art an: Sie beginnt Rosenkranz zu beten, liest in der Bibel und singt Loblieder. „Ich fragte Gott: ,Was soll ich tun, warum fühle ich mich wie unter einem Mühlrad eingeklemmt? Wie komme ich da heraus?“

Auch zur Jungfrau Maria flüchtet sie in ihrer Bedrängnis. Sie möge ihr zeigen, was sie tun soll. In einem Gebetsbuch liest sie, Gott gehe es vor allem um das Glück des Menschen. „Ja, jeder Mensch soll wirklich glücklich sein. ‚Kommt zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, ich werde euch Ruhe verschaffen.’ Genau das brauche ich, war mein Gedanke: Ich will, dass Du mir meine Last nimmt, will nicht mehr deprimiert sein, mich allein und verloren fühlen. Erstmals habe ich dann so etwas wie Frieden, Liebe, Ruhe in mir verspürt. Das ist es, was ich mir schon so lange gewünscht hatte, überlegte ich bei mir.“

Kaum hatte sie beschlossen, den esoterischen Praktiken den Rücken zuzukehren, spürt sie eine terrorisierende Präsenz, die sie bedroht, egal, wo sie sich befindet: zu Hause oder auf der Straße. „Die Stereoanlage ging von selbst an, ich habe Stimmen gehört, das ging so weit, dass ich eine schwere Last auf der Brust hatte, wie gelähmt war. Das Einzige, was all das vertreiben konnte, war das Gebet zu Gott und zu Seiner Mutter,“ erinnert sie sich genau. Lächelnd fügt sie hinzu: „ Zu Hause habe ich sogar mit einem Messer und einer Bibel in der Hand geschlafen.“

Sie fährt fort: „Gott hat mich etwas Wichtiges für mein Leben wissen lassen: ‚Suchet zuerst Gottes Reich und Seine Gerechtigkeit, alles andere wird euch dazugegeben.’ Doch ich wusste nicht, wo ich das Reich Gottes finden konnte.“ Die Muttergottes, an die sie sich wendet, lässt sie begreifen: Sie sollte beichten gehen. „Doch ich war mir meiner Sünden gar nicht bewusst. Also ging ich zu einem Priester und beichtete Sachen wie: Ich habe gelogen, etwas mitgehen lassen, usw. Kein Wort über Abtreibungen, die Suchtgifte, mein ausschweifendes Leben, den Umgang mit der Esoterik…“

Der Priester fragt sie, ob sie verheiratet sei. Nein, sie lebe in einer freien Beziehung. Dann könne er ihr nicht die Absolution geben, entgegnet er. „Da habe ich mich aufgeregt: ‚Das ist altmodisch, ihr müsst euch ändern, kein Wunder, dass euch niemand mehr glaubt!’ habe ich ihm hingeworfen.“

Da aber nur das Gebet gegen die beängstigenden Angriffe hilft, betet sie weiter. Und die Muttergot­tes gibt ihr zu verstehen, nicht die Priester, sie selbst müsse sich ändern. Auch ein Satz aus der Heiligen Schrift hilft ihr weiter: „Es gibt Dämonen, die man nur mit Fasten und Gebet vertreiben kann.“ Also beginnt sie zu fasten. Damit verstärken sich aber zunächst die dämonischen Attacken.

Depressionen überfallen sie, sie bekommt keine Luft. In einer Nacht „da war eine so unheimliche Präsenz da. Sie hat mich umgehaut, ich konnte nicht mehr sprechen, mich nicht bewegen. Im Moment der größten Verzweiflung hörte ich jedoch eine wunderschöne, zarte Stimme, wie die einer Mutter. Sie sagte: ,Bete meine Kleine.’ Ich hörte es deutlich, ‚bete, das kannst du nie genug tun.’ Und ich wusste mit einer Sicherheit, die nur Gott eingeben kann: Das war Maria.“

Den Rest der Nacht betet sie auf den Knien. Jetzt weiß sie mit Sicherheit, dass die Muttergottes, deren Stimme sie vernommen hatte, die Mittlerin zwischen Himmel und Erde ist.

Und so beginnt die Muttergot­tes, sie zu lehren. Sie lässt sie begreifen, dass das Modeln nicht gut für sie sei. Sie solle ihren Körper, der Tempel des Hl. Geistes ist, nicht zur Schau stellen und keusch leben. Die Gaben, die sie von Gott bekommen hatte, solle sie dazu benützen, andere zu Gott zu führen und um die wahre Würde der Frau zu verkünden.

Sie geht zwar nun regelmäßig in die Kirche, war aber immer noch nicht bei der Beichte. Als sie einem Freund klagt, dass sie nach wie vor an Kreuz- und Kopfschmerzen leide, erklärt ihr dieser, dass sie noch immer in einem Kampf stehe und: „Ohne den nötigen Gehorsam kannst du diesen nicht gewinnen.“ „Und da verstand ich, wie wichtig die Beichte ist,“ erzählt sie mir.

Die Kirche ist leer, als sie sich aufmacht, wirklich alle ihre Sünden zu Jesus zu tragen. „Ich bin auf die Knie gefallen und habe die Abtreibungen gebeichtet. Dann habe ich nur mehr geweint und geweint. Ich konnte nicht mehr sprechen.

Kein einziges Wort konnte ich mehr sagen. Da hat mir der Priester alle meine Sünden aufgezählt. Ich konnte immer nur „Ja, Ja“ sagen. Ich war perplex, dass er mein Leben so gut gekannt hat,“ fügt sie lächelnd hinzu. „Weil Abtreibung eine ganz schwere Sünde ist, die schreckliche Wunden im Herzen verursacht, sah ich auf einmal meine Seele klar und deutlich vor mir: Sie war beschmutzt, stank richtig.“ Und dann hört sie den Priester sagen: „Ich vergebe dir deine Sünden, weil ich dich liebe.“

Und da weiß sie: Jesus selbst ist es, der das zu ihr sagt. Der Priester vergibt ihr mit der Macht, die ihm die Kirche gegeben hat. „Das Gefühl zu hören: ,Ich vergebe dir und ich liebe dich,’ war wunderschön, überwältigend. Diese Liebe war wie eine Umarmung meiner Seele. Ich erkannte ganz klar, wie groß die Barmherzigkeit Gottes ist und dass sämtliche Sünden der Welt von Adam bis heute nur ein kleiner Tropfen gegen das Meer von Barmherzigkeit Gottes sind. In diesen Moment habe ich – ich weiß nicht, wie man das ausdrücken kann – die Anwesenheit Jesu erfahren. Er war unzweifelhaft da.“

Und weiter: „Ich habe gespürt wie die Sünden, wie schwarze Flecken, mich verließen und wie mich die Heiligste Dreifaltigkeit mit großer Macht erfasst hat. Ich habe mich nun wirklich wie ein Tempel Gottes gefühlt und gemerkt, wie klein meine Liebe in der unermesslichen Liebe Gottes ist. Ich wusste welche große Chance ich – die ich so verdorben von Sünden war – hatte, meine Sünden dank Seiner unendlichen Barmherzigkeit in Seine Hände ablegen zu können.“

Sie geht dann zur Kommunionbank und fällt auf die Knie: „Als ich die Kommunion bekommen habe, spürte ich die unendliche Liebe Gottes für Seine Kinder, auch für mich. Die Decke der Kirche war offen und eine Schar sehr großer Engel sind in Form eines V hernieder geflogen.

Der Herr hat damit Seine Mission bestätigt. Dass sein Leib und Sein Blut ewiges Leben bedeuten. Ich wusste, dass alles wahr ist, was die Kirche lehrt. Da gab es keinen Zweifel mehr… Ich habe mich zum ersten Mal wirklich unendlich geliebt gefühlt.“ Amada hat Tränen in den Augen, als sie mir von dieser Erfahrung berichtet. „Ich habe Gott versprochen: ,Ich will nicht mehr so leben wie bisher, sondern nur mehr für Dich. Es ist mir gleich, wenn ich alles verlassen muss, Fernsehen, Laufsteg usw. Ich wusste nun ganz sicher, was ich nicht mehr tun wollte und was ich ab nun tun sollte.“ Zwei Wochen später eröffnet ihr der Lebensgefährte, er werde sie verlassen, da sie Jesus erwählt habe und nicht ihn. Problem gelöst!

Amada beginnt nun ein zurückgezogenes, spirituelles Leben: Erst geht sie zu einem Exorzisten, der ihr hilft, all die Bindungen an die Esoterik endgültig zu lösen, eine richtige Befreiung von den dämonischen Mächten. Sie macht Exerzitien, geht täglich zur Messe, betet Novenen, den Rosenkranz, lässt sich vom Hl. Geist führen. Sie wendet sich der spirituellen Lektüre zu, liest über viele Heilige, was sie früher nie interessiert hätte. Lächelnd fügt sie hinzu: „Ich habe so vieles über so viele wunderbare Heilige gelesen dass ich beschlossen habe auch eine Heilige zu werden.“

Auf Facebook, wo sie einst als Model, Schauspielerin oder in Begleitung von Berühmtheiten zu sehen war, schreibt sie jetzt, all das habe ihr nicht den inneren Frieden gebracht. Jetzt stellt sie Fotos hinein, auf denen sie mit Kreuz und Rosenkranz betend zu sehen ist, denn das habe ihr Frieden und Freude gebracht. Über den Rosenkranz sagt sie etwas sehr Zutreffendes: Der Rosenkranz ist die Peitsche für den Teufel. Da bete ich für die Kirche, die Armen, den Papst, die Drogensüchtigen und für Frauen, die abgetrieben haben, für Kinder, für die Jungfräulichkeit, die Ehe, die Familie…“ Sicher keine Freude für den Teufel.

Doch wovon soll sie aber nun die Miete zahlen? Der Himmel lässt sein heimgekehrtes Schäfchen nicht im Stich und sie bekommt bald eine Arbeit in einem öffentlichen Wohlfahrtsbüro der Regierung. Nebenbei kann sie auch ihre abgebrochenen Studien der Medienwissenschaften abschließen.

Den heiligen Josef bittet sie um einen guten Ehemann, da sie keine Berufung zum Ordensleben verspürt. In Kirchen gibt sie Zeugnis von ihrer Bekehrung, erzählt von ihren Irrwegen, um andere zu warnen…
Während sie voll Vertrauen auf den Prinzen wartet, betätigt sie sich bei sozialen Werken, bei der Legio Mariae und trifft sich jeden Mittwoch in mit einer Gebetsrunde.

Und genau in dieses Haus zieht ein junger Mann ein: Alejandro. Er ist der Prinzn den der hl. Josef ausgesucht hat! Er kommt in die Gebetsgruppe, bekommt einen Rosenkranz geschenkt. Bald freunden sie sich an und es dauert nicht lange, da sind sie ein Liebespaar.

Bevor die Sache zu ernst wird muss Amada ihm allerdings etwas abverlangen: Sie wolle keine voreheliche Beziehung mehr haben, erklärt sie ihrem Schatz. Wenn er das nicht akzeptieren könne, würde ihre Beziehung eben auch gleich wieder zu Ende sein müssen. Doch er ist, Gott sei Dank, damit einverstanden!

An 2. August 2014, an ihrem Geburtstag heiraten die Beiden. Ihren kleinen Sohn haben sie der Jungfrau Maria geweiht. Amanda betreut das Kind zu Hause und folgt ab und zu Einladungen, um Zeugnis zu geben, in Kirchen oder in Schulen – so wie eben in München.
Zum Schluss hat sie eine große Bitte: Die Pro-Life-Mission, die sie durch ihr Zeugnis betreibt, ist vom Teufel sehr angefochten. Sie erklärt: „Eine Abtreibung ist nämlich wie ein Pakt mit dem Teufel. Denn du beendest ein Leben, das allein Gott gehört. Besonders schlimm ist dabei, dass es die Mutter dieses Kindes tut, denn die Liebe zwischen Mutter und Kind ist eigentlich untrennbar, ebenso wie die Liebe zwischen Maria und Jesus, eine Beziehung, die niemand zerstören kann, die stärkste Liebe die es gibt, eine Beziehung die die Welt retten kann.“ Für dieses Zeugnis brauche sie besonders viel Gebet. Und um dieses bitte sie auch unsere Leser. „Und –Model bin ich keines mehr,“ fügt sie abschließend lächelnd hinzu „Die schönste ist sowieso die Muttergottes. An sie kommt keine heran. Ich bin jedenfalls von Grund auf glücklich und habe den Frieden gefunden.“

Beim anschließenden gemütlichen gemeinsamen Essen – aus mitgebrachten Speisen in einem kleinen Nebenraum – mit ihrem süßen Buben und einigen Freunden ist leicht festzustellen, dass dies einfach stimmt.








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