18 Juni 2017, 12:13
Die Eucharistie – innige Einheit mit dem Herrn
 
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Franziskus: die Eucharistie – Speise des ewigen Lebens, um die Welt leben zu lassen. 20. Juni: Weltflüchtlingstag. Die Notwendigkeit der persönlichen Begegnung. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) Angelus am elften Sonntag im Jahreskreis. Am heutigen Sonntag wird in Italien und anderen Ländern das Hochfest Fronleichnam nachgeholt. Zum ersten Mal wird auch Papst Franziskus die Messe zum Fest am Abend des Sonntags bei St. Johann im Lateran feiern, um nachher die Gläubigen, die an der Prozession teilnehmen, für den eucharistischen Segen an der Päpstlichen Basilika Santa Maria Maggiore zu erwarten.

In seiner Ansprache vor dem traditionellen Mittagsgebet unterstrich der Papst, dass sich die Kirche jedem Sonntag um das Sakrament der Eucharistie versammle. Dennoch werde jedes Jahr dieses besondere Fest des zentralen Geheimnisses des Glaubens gefeiert, um in Fülle die Anbetung Christi zum Ausdruck zu bringen, der sich als Speise des Heils anbiete

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Franziskus ging dann auf das Evangelium vom Tag ein (Joh 6,51-58) ein, das Teil der Rede vom „Brot des Lebens sei“. Jesus erkläre: „Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, ich gebe es hin für das Leben der Welt“ (V. 51).

So wolle er sagen, dass ihn der Vater in die Welt als Speise des ewigen Lebens in die Welt gesandt habe. Aus diesem Grund werde er sich selbst opfern. Am Kreuz habe Jesus seinen Leib aufgeopfert und sein Blut vergossen. Der gekreuzigte Menschensohn „ist das wahre Osterlamm, das aus der Knechtschaft der Sünde herauskommen läßt und auf diesem Weg hin zum gelobten Land stützt“. Die Eucharistie „ist das Sakrament seines Fleisches, das gegeben wurde, um die Welt leben zu lassen“. Wer sich von ihr nähre, bleibe in Jesus und lebe für ihn.

In der Eucharistie komme Jesus neben uns, die wir Pilger in der Geschichte seien, um den Glauben, die Liebe und die Hoffnung zu nähren und uns in den Prüfungen zu stärken., um uns in unserem Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden zu helfen. Diese solidarische Gegenwart des Gottesohnes sei überall gegeben. In der Eucharistie biete er sich selbst als geistliche Kraft dar, um uns zu helfen, sein Gebot in die Praxis umzusetzen und so eine aufnahmebereite Gemeinschaft zu bilden, die für die Bedürfnisse aller offen sei.

Sich von Jesus nähren bedeute auch, sich voll Vertrauen ihm zu überlassen und von ihm leiten zu lassen, das eigene Ich wegzunehmen und Jesus aufzunehmen. Auf diese Weise nähre die Liebe Christi unsere Liebe zu Gott und zu den Brüdern und Schwestern. Gestärkt durch den Leib Christi „werden wir immer inniger und konkreter der mystische Leib Christi“, wie der Apostel Paulus in Erinnerung rufe: „Ist der Kelch des Segens, über den wir den Segen sprechen, nicht Teilhabe am Blut Christi? Ist das Brot, das wir brechen, nicht Teilhabe am Leib Christi? Ein Brot ist es. Darum sind wir viele ein Leib; denn wir alle haben teil an dem einen Brot“ (1 Kor 10,16-17).

Nach dem Angelus erinnerte der Papst an den Weltflüchtlingstag, der am 20. Juni begangen wird, der unter dem Thema "Mit dem Flüchtlingen" steht. Heute müssten wir mehr denn je an der Seite der Flüchtlinge und Vertriebenen stehen. Franziskus gedachte all derer, die auf der Flucht das Leben verloren haben. Ihre Geschichten sollte zur Gelegenheit der brüderlichen Begegnung werden. Die persönliche Begegnung mit den Flüchtlingen zerstreue Ängste und verquerte Ideologien. Dies werde zum Faktor des Wachstums in Menschlichkeit, die fähig sei, den Gefühlen der Offenheit und dem Aufbau von Brücken Raum zu schaffen.

Der Papst betete dann für die Opfer der Waldbrände in Portugal (Pedrógão), die in diesen Stunden zahlreiche Opfer gefordert haben.









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