18 Juni 2017, 09:00
Unabhängigkeit der Provinz Kurdistan
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Irak'
Führungskräfte bitten Christen um Unterstützung.

Erbil (kath.net/ Fides)
Masrour Barzani, Chef der Sicherheitsdienste der Autonomen Provinz Kurdistan und Sohn des Präsidenten Masud Barzani, traf sich mit einer hochrangigen Delegation der in der Region ansässigen Religionsgemeinschaften, der auch der chaldäische Erzbischof von Erbil und Redemptoristenpater Bashar Warda und der syrisch-orthodoxe Bischof von Mossul, Nicodemus Daud Matti Sharaf angehörten. Bei dem Treffen am 13. Juni in Erbil befassten sich die Gesprächsteilnehmer mit den dringenden Herausforderungen in den vom IS befreiten Gebieten im Nordirak und der künftigen politischen Verwaltung der Region, unter anderem auch mit Blick auf das von der kurdischen Führung für den kommenden 25. September anberaumte Unabhängigkeits-Referendum.

Werbung
ninive 3


Dabei erinnerte Masrour Barzani an die Rolle der autonomen Provinz Kurdistan und deren Regierung bei der Unterbringung der aus Mossul und der Niniveh-Ebene geflohenen Christen. Masrour bekräftigte, man werde auch künftig dafür eintreten, dass es nicht zur Diskriminierung zwischen verschiedenen ethnischen und religiösen Komponenten in einem künftigen unabhängigen Staat Kurdistan kommen werde. Die kurdische Führung sei bereit, der größtenteils von Christen bewohnten Provinz Niniveh weitgehende Autonomie zu gewähren.

Die Führung der autonomen Provinz Kurdistan bemüht sich also zunehmend um die Unterstützung christlicher Parteien für das Projekt der Unabhängigkeit. Doch die kurdischen Parteien sind untereinander uneinig, was die Organisation und Zielsetzung des Referendums anbelangt, was eine tatsächliche Umsetzung des Vorhabens beeinträchtigen könnte.

Nach Ansicht einiger kurdischer Politiker sollte das Referendum nur in den so genannten “umstrittenen Gebieten” stattfinden, da die Zustimmung der Bürger in der bereits autonomen Provinz so gut wie sicher sein. Vor kurzem hatte der Gouverneur von Kirkuk, Najmiddin Karim, Chef der Patriotischen Union gefordert, dass die Unabhängigkeit Kurdistans auch für die Einwohner der Provinz Kirkuk gelten solle, der die Regierung in Bagdad seiner Meinung nach “konstitutionelle, rechtliche und verwaltungstechnische Rechte“ verweigert.







kath.net ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.

Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 

meist kommentierte Artikel

Linksliberale Unterschriften für Franziskus - Irrlehrer willkommen! (118)

Hochschule Heiligenkreuz distanziert sich von Unterschriftenaktion (53)

'Bin fassungslos, dass sich das ZdK für Islam-Feiertag ausspricht' (51)

Papst mahnt mit Jüngstem Gericht zu Hilfe für Hungernde (47)

Papst Franziskus, Kardinal Sarah und Magnum principium (42)

Beifall für veröffentlichte Meinung ist kein theologisches Kriterium (31)

Medien: Polnische Bischofskonferenz kritisch gegenüber Amoris laetitia (25)

„Sie melden: ‚Ich bin ein Gegner der Abtreibung‘“ (22)

Bischof Oster nennt katholisch.de-Überschrift 'Armutszeugnis'. UPDATES (20)

Katholisches Weltfamilientreffen 2018: Homo-Paare willkommen (20)

'profil': Papst kritisiert Kardinal Schönborn (18)

Sternberg (ZdK): 'Ich habe keinen Muslimfeiertag gefordert' (15)

Demütiger Beitrag für ein besseres Verständnis des Motu Proprio (14)

Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr (14)

Benedikt XVI. geht es gut – Vatikan dementiert Gerüchte - UPDATE (11)