19 Juni 2017, 23:00
Irak: Kurden suchen Unterstützung der Christen für Unabhängigkeit
 
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Führende Bischöfe bei Treffen mit dem Chef der Sicherheitsdienste der autonomen kurdischen Region

Bagdad (kath.net/KAP) Die Politik in der autonomen kurdischen Region des Irak sucht auch die Unterstützung der christlichen Kirchen beim bevorstehenden Unabhängigkeitsreferendum am 25. September, wie die katholischen Nachrichtenagentur "Fides" berichtet. Masrour Barzani, Chef der Sicherheitsdienste der autonomen kurdischen Region und Sohn von Präsident Masud Barzani, traf mit einer hochrangigen Delegation der in der Region tätigen Religionsgemeinschaften zusammen. Der Delegation gehörten u.a. der chaldäisch-katholische Erzbischof von Erbil, Bashar Warda, und der syrisch-orthodoxe Metropolit von Mosul, Nikodemos Davood Sharaf, an.

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Bei dem Treffen am 13. Juni in Erbil ging es um die dringenden Herausforderungen in den von der Herrschaft der IS-Terroristen befreiten Gebiete im Nordirak und die künftige politische Organisation der Region. Dabei erinnerte Masrour Barzani ausdrücklich an die Rolle der kurdischen Regionalregierung bei der Unterbringung der aus Mosul und der Ninive-Ebene geflohenen Christen. Er bekräftigte, dass es auch künftig nicht zur Diskriminierung der verschiedenen ethnischen und religiösen Komponenten in einem unabhängigen kurdischen Staat im Norden des Irak kommen werde. Die kurdische Führung sei bereit, der größtenteils von Christen bewohnten Provinz Ninive weitgehende Autonomie zuzugestehen.

Die kurdische Politik sei sich aber noch uneins, was die Organisation und Zielsetzung des Referendums am 25. September anbelangt, erinnerte "Fides". Nach Ansicht einiger kurdischer Politiker sollte das Referendum nur in den so genannten "umstrittenen Gebieten" stattfinden, da die Zustimmung der Bürger in der autonomen Region so gut wie sicher sei.

Vor kurzem hatte der Gouverneur von Kirkuk, der kurdisch-amerikanische Arzt Najm-ud-din Karim, gefordert, dass das Unabhängigkeitsreferendum auch für die Einwohner der Provinz Kirkuk gelten solle, der die Regierung in Bagdad seiner Meinung nach "konstitutionelle Rechte" verweigere. Formell gehört die Provinz Kirkuk nicht zur autonomen kurdischen Region, wird aber von kurdischen Einheiten verteidigt.

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