25 Juni 2017, 12:14
Fürchtet euch nicht!
 
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Franziskus: Jesus lässt uns nicht allein, da wir für ihn kostbar sind. Verfolgungen und Bedrängnisse: eine Gelegenheit zum wahren Zeugnis und Wachstum im Glauben. Es gibt keine christliche Mission im Zeichen der Ruhe. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) Angelus am zwölften Sonntag im Jahreskreis. In seiner Ansprache vor dem traditionellen Mittagsgebet kommentierte Papst Franziskus das Evangelium vom Tag (Mt 10,26-33). Nachdem Jesus seine Jünger ausgesandt hatte, unterweist er sie und bereitet sie darauf vor, Prüfungen und Verfolgungen zu erleiden: „Fürchtet euch nicht vor den Menschen! Denn nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet am hellen Tag, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet von den Dächern. Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch vor dem, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle stürzen kann“ (V. 26-28).

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Die Aufforderung zur Mission gewährleiste den Jüngern nicht den Erfolg. Sie müssten sowohl mit der Möglichkeit der Ablehnung als auch mit der Verfolgung rechnen. Das erschrecke etwas, "ist aber die Wahrheit".

Der Jünger sei dazu aufgerufen, sein Leben dem Leben Christi ähnlich zu machen, der von den Menschen verfolgt worden sei, der Ablehnung, Verlassenheit und den Tod am Kreuz gekannt .habe. Es gebe keine christliche Mission im Zeichen der Ruhe, betonte Franziskus. Schwierigkeiten und Bedrängnisse seien Teil des Werkes der Evangelisierung. Wir seien aufgerufen, in ihnen die Gelegenheit zu finden, um die Echtheit unseres Glaubens und unserer Beziehung zu Jesus zu verifizieren.

Die Schwierigkeiten müssten als Möglichkeit erachtet werden, noch mehr Missionare zu sein und im Vertrauen auf Gott zu wachsen, der seine Kinder in der Zeit des Sturmes nie verlasse. Wir würden nie vergessen werden und hätten immer die Hilfe des Vaters. Aus diesem Grund sage Jesus im heutigen Evangelium drei Mal zu den Jüngern: „Fürchtet euch nicht!“.

Auch in unseren Tagen gebe es die Verfolgung der Christen. Der Papst rief dazu auf, für die verfolgten Christen zu beten und Gott zu preisen, weil sie trotz allem fortführen, mutig und treu ihren Glauben zu bezeugen. Ihr Beispiel solle uns helfen, nicht zu zögern, wenn es darum gehe, für Christus Stellung zu nehmen und mutig Zeugnis abzulegen.

Eine Form der Prüfung könne auch in der Abwesenheit von Feindseligkeit und Bedrängnissen bestehen. Auch in unserer Zeit schicke uns der Herr als Wachen unter die Leute, die nicht aus ihrer weltlichen Trägheit geweckt werden wollten, „die das Wort der Wahrheit des Evangeliums nicht kennen und ihre eigenen flüchtigen Wahrheiten aufbauen“.

Der Herr fahre fort, bei all dem zu uns zu sagen, wie er es den Jüngern gesagt habe: „Fürchtet euch nicht!“. Keine Furcht vor denen, die einen verlachten oder schlecht behandelten. Keine Furcht vor denen, die einen ignorierten oder vor denen, die einen „vorne“ ehrten, aber „hinten“ das Evangelium bekämpften: „Jesus lässt uns nicht allein, da wir für ihn kostbar sind, ein jeder von uns“.

Nicht der Erfolg zähle, sondern die Treue zu Christus, in allen Umständen das unschätzbare Geschenk anzuerkennen, seine Jünger zu sein.










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