23 Juli 2017, 07:30
Bis der ganze Teig aufgegangen war
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Jesus Christus'
Gedanken des hl Makarius, des Ägypter , über das heutige Evangelium

Wien (kath.net)
Wenn jemand Weizenmehl knetet, aber keinen Sauerteig dazutut, so mag er noch so sehr sich abmühen, es umwenden und verarbeiten, die Masse bleibt doch ungesäuert und zum Essen unbrauchbar. Kommt aber der Sauerteig hinzu, so zieht er die ganze Mehlmasse an sich und durchsäuert sie vollständig. So hat es auch der Herr im Gleichnis vom Reiche [Gottes] gesagt [...] Oder, jemand verwendet auf Fleisch alle Sorgfalt. Allein das Salz [...] lässt er weg. Die Folge davon ist, daß das Fleisch stinkt und fault und für die Menschen ungenießbar wird. Stelle dir nun die ganze Menschheit als Fleisch und ungesäuerte Masse vor. Als das Salz und den Sauerteig [...] aber denke dir die göttliche Natur des Heiligen Geistes. Wird nun in die gefallene Menschennatur nicht [...] der himmlische Sauerteig des Geistes und das gute, heilige Salz der Gottheit gemischt und gelegt, so wird die Seele den Gestank der Bosheit nicht los, sie wird nicht durchsäuert, so daß sie ihre Schwere verliert und vom Sauerteig der Schlechtigkeit frei wird.

Werbung
messstipendien


Wenn die Seele meint, sie könne von sich aus etwas tun, besorgen und ausrichten und sich nur auf ihre eigene Kraft stützt und glaubt, sie könne durch sich selbst ohne Mitwirkung des Geistes ein vollkommenes Werk zustande bringen, so ist sie in großem Irrtum. Denn nicht geeignet für die himmlischen Räume, nicht geeignet für das Reich ist die Seele, die meint, aus sich und durch sich allein ohne den Geist es zu vollkommener Reinheit bringen zu können. Denn wenn der unter der Einwirkung der Leidenschaften stehende Mensch sich nicht Gott naht, die Welt verleugnet und zuversichtlich und geduldig ein seiner Natur fremdes Gut, das die Kraft des Heiligen Geistes ist, zu empfangen hofft, wenn der Herr nicht von oben göttliches Leben in die Seele träufelt, so wird ein solcher das wahre Leben nicht verspüren [...] Hat er dagegen die Geistesgnade empfangen, wendet er sich in keiner Hinsicht von ihr ab, verspottet er nicht durch Nachlässigkeit und Schlechtigkeit die Gnade, führt er so einen fortwährenden Kampf und „betrübt er nicht den Geist“ (Eph. 4, 30), dann wird er das ewige Leben erlangen können.







kath.net ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.


Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben


 

meist kommentierte Artikel

Franziskus wirbt für Aufnahme und Integration (69)

'Amoris Laetitia bekräftigt eindeutig die klassische kirchliche Lehre' (46)

Papstgesandter: Medjugorje wird wahrscheinlich anerkannt! (35)

Theologe: 'Amoris laetitia' ist 'äußerst schwerwiegende' Situation (32)

Down Syndrom in Island: 100%ige Tötungsrate (24)

13 Tote bei Unglück in Madeira (22)

'Die Brutalität der Anschläge entsetzt mich' (22)

P. Wallner: Christen müssen Minderwertigkeitskomplexe ablegen (18)

'Maria bat in Fatima, die Welt ihrem unbefleckten Herzen zu weihen' (13)

Kardinal Burke konkretisiert mögliche Korrektur des Papstes (13)

Vatikanist Tosatti: ‚Die Rückkehr der Berufungskrise’ (13)

'Was im Namen des Islam an Hass und Terror und Angst verbreitet wird' (12)

Kanzlerin Merkel will meine Stimme, aber mich für dumm verkaufen (12)

Freiburg gehört der Gottesmutter (10)

'Europa für Juden als Heimat verloren' (10)