13 August 2017, 12:11
Das Boot der Kirche wird keinen Schiffbruch erleiden
 
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Franziskus: der Glaube an den Herrn ist kein leichter, aber ein sicherer Weg. Die Gewissheit der Gegenwart Christi. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) Angelus am neunzehnten Sonntag im Jahreskreis. In seiner Ansprache vor dem traditionellen Mittagsgebet befasste sich Papst Franziskus mit dem Tagesevangelium (Mt 14,22-33):

„Nachdem Jesus die Menge gespeist hatte, forderte er die Jünger auf, ins Boot zu steigen und an das andere Ufer vorauszufahren. Inzwischen wollte er die Leute nach Hause schicken. Nachdem er sie weggeschickt hatte, stieg er auf einen Berg, um in der Einsamkeit zu beten. Spät am Abend war er immer noch allein auf dem Berg. Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entfernt und wurde von den Wellen hin und her geworfen; denn sie hatten Gegenwind. In der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen; er ging auf dem See. Als ihn die Jünger über den See kommen sahen, erschraken sie, weil sie meinten, es sei ein Gespenst, und sie schrien vor Angst.

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Doch Jesus begann mit ihnen zu reden und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht! Darauf erwiderte ihm Petrus: Herr, wenn du es bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme.

Jesus sagte: Komm! Da stieg Petrus aus dem Boot und ging über das Wasser auf Jesus zu. Als er aber sah, wie heftig der Wind war, bekam er Angst und begann unterzugehen. Er schrie: Herr, rette mich! Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt? Und als sie ins Boot gestiegen waren, legte sich der Wind. Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder und sagten: Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn“.

Dieser Bericht sei reich an Symbolik, so der Papst, die uns über unseren Glauben und den der kirchlichen Gemeinschaft nachdenken lasse. Das Boot stehe für das Leben eines jeden von uns. Der Ruf des Petrus ähnle unserem Verlangen, die Nähe Jesu zu verspüren, doch er erinnere auch unsere Gebrechlichkeit und an die äußeren Schwierigkeiten.

Petrus reiche in jenem Moment das sichere Wort Jesu nicht. Dies könne auch uns geschehen, wenn dann Horoskope und Wahrsager zu Rat gezogen würden, um mehr Sicherheit zu haben. So fange man an, unterzugehen. Das Evangelium rufe in Erinnerung, dass der Glaube an den Herrn uns keinen leichten Weg eröffne. Der Glaube schenke uns die Gewissheit einer Gegenwart, die uns dazu dränge, die existenziellen Stürme zu überwinden, verbunden mit der Gewissheit, dass da eine Hand sei, die uns ergreife und den Weg weise, auch wenn es finster sei. Der Glaube sei also kein Mittel, um den Problemen des Lebens zu entgehen, sondern er trage den Weg und gebe ihm einen Sinn.

Diese Episode sei ein wunderbares Bild für die Kirche aller Zeiten, die ein Boot sei und auch Gegenwinde und Stürme aushalten müsse. Was sie rette, seien nicht der Mut und die Qualitäten der Menschen. Allein der Glaube an Jesus und sein Wort seien die Garantie, dass kein Schiffbruch erlitten werde. Auf dem Boot der Kirche seien wir sicher, trotz alle unseres Elends und aller Schwächen, dies vor allem dann, wenn wir den Herrn auf Knien anbeteten, wie dies die Jünger getan hätten: " Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn".








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