14 August 2017, 09:00
Lebensschutz: Küng ruft zu mehr Engagement auf und mahnt Politik
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Lebensschutz'
St. Pöltner Bischof feierte mit jugendlichen Teilnehmern der "Pro Life Tour" Gottesdienst in Wallfahrtskirche Maria Schutz

Wien (kath.net/KAP) Zu noch mehr Engagement im Bereich des Lebensschutzes hat der St. Pöltner Bischof Klaus Küng aufgerufen. Er stand am Sonntagvormittag einem Gottesdienst im Rahmen der atuellen "Pro Life Tour" in der niederösterreichischen Wallfahrtskirche Maria Schutz vor. Zwei Wochen lang, von 5. bis 20. August, ziehen hunderte Jugendliche zu Fuß von Graz nach Wien, um "eine gemeinsame Vision wahr werden zu lassen: ein Österreich, in dem Kinder geschützt sind, Frauen unterstützt werden und Abtreibung sich erübrigt hat", wie es von Seiten der Veranstalter, der "Jugend für das Leben" heißt. Es sei traurig, so Bischof Küng in seiner Predigt, "dass wir uns in einer Gesellschaft befinden, in der es durchaus üblich geworden ist, Kinder im Mutterschoß zu töten, wenn es irgendein Problem gibt".

Werbung
weihnachtskarten


Der inhaltliche Schwerpunkt der "Pro Life Tour 2017" liegt auf (Spät)abtreibungen von vermeintlich behinderten Kindern. Dazu Bischof Küng wörtlich: "Es ist tragisch, zur Kenntnis nehmen zu müssen, dass schon die bloße Vermutung einer möglichen Behinderung in mehr als 90 Prozent eine Abtreibung zur Folge hat." Es sei klar, "dass die betroffenen Frauen oft unter großem Druck stehen und in ihrer schwierigen Entscheidung weitgehend allein gelassen werden."

Der Bischof mahnte auch die Politik, endlich eine Frist einzuführen, die vor Durchführung einer Abtreibung unbedingt einzuhalten sei, damit zumindest eine minimale Bedenkzeit verpflichtend wird. Vor allem müsse Beratung zugelassen und gefördert werden, "die den Frauen in der schwierigen Situation beisteht und eventuell auch Hilfsangebote vermittelt, die ein Ja zum Kind ermöglichen".

Der St. Pöltner Bischof ermutigte die jugendlichen Teilnehmer der "Pro Life Tour" in ihrem Engagement für den Lebenschutz. Jesus sei ein Freund des Lebens, unterstrich der Bischof weiter. Zugleich rette er auch jene, "die kleingläubig und schwach sind, auch solche, die die Prüfung nicht bestanden haben, die schuldig geworden sind".

Viele Frauen würden sehr darunter leiden, "wenn eine Abtreibung passiert ist, weil sie unter Druck standen, weil sie im Wissen um die Schwangerschaft Panik erfasst hat oder weil sie meinten, vielleicht sicher wussten, dass das für den Partner ein Problem ist", so der Bischof, der zugleich an die Jugendlichen appellierte: "Sagt solchen Frauen, dass Jesus Vergebung vermittelt und zwar so, dass in ihren Herzen wahrer Friede einkehrt. Das ist eine wichtige Botschaft."

Die "Pro Life Tour" wird heuer von besonders prominenter Seite unterstützt: Papst Franziskus hat den Teilnehmern seine Grüße übermittelt, deren Anliegen vollinhaltlich geteilt und Abtreibung als "Verbrechen" bezeichnet.

Unterstützungserklärungen kamen auch vom Apostolischen Nuntius in Österreich, Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen, Kardinal Christoph Schönborn, Bischofe Wilhelm Krautwaschl (Graz) sowie den Wiener Weihbischöfen Franz Scharl und Stephan Turnovszky.

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Archivfoto Bischof Küng (c) Diözese St. Pölten







kath.net ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.

Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben


 

meist kommentierte Artikel

Wiederverheiratete und 'Pathologie schismatischer Zustände' (74)

Gouverneur Brown zum Klimawandel: ‚Gehirnwäsche’ notwendig (51)

„Kanzlerin Merkel ist doppelt geschwächt, aber noch alternativlos“ (32)

Bärtige Männer fordern Ordensfrauen zur Konversion zum Islam auf (27)

Papst Johannes Paul II. warnte 1992 vor einer „Invasion des Islams“ (24)

Limburg: „Bischof und Bistum werben nicht für Abtreibung“ (23)

Kardinal Ouellet verteidigt "Amoris laetitia" in Vatikanzeitung (21)

'Repräsentanten einer ethisch, humanistisch orientierten Organisation (19)

Angst und Unsicherheit führen zu einem falschen Gottesbild (15)

Kardinal Marx gegen bedingungsloses Grundeinkommen (15)

Papst zum Lebensende: Einstellung der Therapie ist keine Euthanasie (15)

'Weihnachtsblut. Warte...' (14)

Bundesjugendseelsorger gegen "Antworten auf ungestellte Fragen" (12)

Unsere Liebe Frau in Jerusalem (10)

Schavan: Papst überfordert nicht bei Migration, er ermutigt (10)