25 August 2017, 09:30
Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig herum?
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Evangelium'
Gedanken des Hl. Gregor des Großen, Papst und Kirchenlehrer, über die einzelnen Lebensstufen eines Menschen und die einzelnen Stunden des Tages

Rom (kath.net)
Wir können die einzelnen Stunden des Tages mit den einzelnen Lebensstufen eines Menschen gleichsetzen. Der junge Tag ist die Kindheit unseres Verstandes. Die dritte Stunde kann als die Jugendzeit gesehen werden; denn die Sonne gewinnt da sozusagen schon an Höhe, und die Glut der Jugend baut sich langsam auf. Die sechste Stunde ist das Alter der Reife, die Sonne steht im Zenit, der Mensch hat seine volle Kraft erreicht. Die neunte Stunde steht für das beginnende Alter, die Sonne kommt aus den Himmelshöhen herab, die Glut des reiferen Lebensalters erkaltet. Die elfte Stunde schließlich ist die Zeit, die als hohes Alter bezeichnet wird [...] Da die einen schon als Kinder den Weg zum rechtschaffenen Leben einschlagen, andere in der Zeit der Reife, andere erst im Alter, und schließlich welche, wenn das Leben zu Ende geht – dann ist es so, als würden sie zu verschiedenen Tageszeiten in den Weinberg des Herrn gerufen.

Werbung
ninive 4


Prüft also euren Lebensstil, Brüder, und findet heraus, ob ihr schon wie die Arbeiter im Weinberg handelt. Denkt gründlich darüber nach und wägt ab, ob ihr im Weinberg des Herrn arbeitet [...] Wer es bis ins hohe Alter versäumt hat, für Gott zu leben, gleicht dem Arbeiter, der bis zur elften Stunde untätig geblieben ist [...] „Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig herum?“ Man kann es auch deutlicher sagen: „Wenn ihr in eurer Jugend und als Erwachsene nicht für Gott habt arbeiten wollen, so zeigt wenigstens jetzt, in der letzten Phase eures Lebens, Reue [...] und betretet die Pfade, die zum Leben führen“ [...]

Ist nicht auch der Schächer in der elften Stunde gekommen (Lk 23,39f.)? Er sah sich nicht aufgrund eines hohen Alters, sondern infolge der Todesstrafe an seinem Lebensabend angekommen. Am Kreuz bekannte er Gott seine Schuld und hauchte sein Leben aus, beinahe im selben Moment, da der Herr sein Urteil sprach. Und der Herr des Weinbergs hat den Schächer ins Paradies aufgenommen – noch vor Petrus. Er hat den Lohn gerecht ausbezahlt und beim Letzten damit begonnen.







kath.net ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.

Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 

meist kommentierte Artikel

Facebooksperre für Birgit Kelles Kritik an Hidschab-Barbie - UPDATES! (53)

Was wissen wir aus Schrift und Lehre der Kirche über das Fegfeuer? (36)

Das größte Problem der Kirche ist ein Glaubensproblem (33)

Päpstliches Zigarettenverkaufsverbot ist „gewaltiger Paukenschlag“ (29)

Gouverneur Brown zum Klimawandel: ‚Gehirnwäsche’ notwendig (29)

Drittes Geschlecht? Biologische Fakten und postfaktische Fiktionen (27)

Justizklage gegen belgischen Priester wegen Beichtgeheimnis (24)

ZDF: Ehe „light“ in Frankreich (21)

Bärtige Männer fordern Ordensfrauen zur Konversion zum Islam auf (21)

Modezar Karl Lagerfeld empört mit Antisemitismusvorwurf (20)

'Repräsentanten einer ethisch, humanistisch orientierten Organisation (18)

Für mich einfach traurig (17)

Papst sprach mit Kurienleitern über Priesterausbildung (15)

Papst zum Lebensende: Einstellung der Therapie ist keine Euthanasie (15)

„Mohammad“ bereits auf Platz 5 der Kindernamen in Wien (15)