07 Oktober 2017, 10:00
Veruntreuungsprozess im Vatikan nähert sich dem Ende
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Vatikan'
In dem Mitte Juli begonnen Prozess sind der ehemalige Chef der Stiftung Bambino Gesu, Giuseppe Profiti, sowie der frühere Schatzmeister der Stiftung, Massimo Spina, angeklagt

Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der Vatikanprozess um die Veruntreuung von Spendengeldern beim vatikanischen Kinderkrankenhaus "Bambino Gesu" nähert sich dem Ende. Für Montag wurde die letzte Zeugin, Klinikdirektorin Mariella Enoc, geladen. Nach ihrer Befragung werde entschieden, ob Staatsanwalt Roberto Zannotti sein Schlussplädoyer am gleichen Tag halte oder ein eigener Termin dafür angesetzt werde, teilte das Vatikangericht am Freitag zum Ende des siebten Verhandlungstags mit.

Werbung
christenverfolgung


In dem Mitte Juli begonnen Prozess sind der ehemalige Chef der Stiftung Bambino Gesu, Giuseppe Profiti, sowie der frühere Schatzmeister der Stiftung, Massimo Spina, angeklagt. Sie sollen im Zuge einer Renovierung der Wohnung des früheren Kardinalstaatssekretärs Tarcisio Bertone rund 420.000 Euro veruntreut haben. Demnach erfolgte die Umbaufinanzierung mit der Maßgabe, Bertone solle sein Appartement für Veranstaltungen mit dem Zweck der Spendenwerbung zur Verfügung stellen.

Bertone, der beim Prozess bisher nicht in Erscheinung trat, hatte laut Medien erklärt, er habe 300.000 Euro selbst für die Renovierung beigesteuert. Nach eigenen Angaben wusste er nichts von einem Beitrag der Stiftung.

Im Zentrum der etwa einstündigen Verhandlung diesen Freitag stand die Anhörung des Direktors der Vatikanischen Finanzaufsicht (AIF), Tommaso Di Ruzza. Er war als Zeuge geladen, lehnte jedoch die Beantwortung eines Großteils der Fragen unter Berufung auf seine Verschwiegenheitspflicht ab. Das Gericht gab dem statt.

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!









kath.net ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.

Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben


 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram

meist kommentierte Artikel

Benedikt XVI. in großer Sorge um die katholische Kirche (70)

„Korruption der Lehre zieht immer die Korruption der Moral nach sich“ (56)

Man kann einen Papst nicht anklagen! (53)

Das Zerstörungswerk des Teufels durch die Heuchler (41)

Missbrauchsopfer von Grassi: "Ich habe gelitten und leide noch immer!" (38)

‚Papst schweigt, um Größenwahn der Kritiker nicht zu fördern’ (37)

Marx: „Wir stehen an der Seite der Betroffenen sexuellen Missbrauchs“ (35)

„Völliger Unsinn!“ (35)

Papst: Sexualität ist "der schönste Punkt der Schöpfung" (34)

Neues Papstdokument schreibt verpflichtende Synodenumfragen vor (34)

Die Vollmacht des Hirten (33)

Jugendsynode: Niederländischer Bischof verweigert die Teilnahme (27)

„Frankfurter Allgemeine“: „Warum schont der Papst McCarrick?“ (26)

Cupich zu Missbrauch: Kirche hat ‚größere Agenda’ (23)

Bistum Regensburg widerspricht grünem Bundestagsabgeordneten! (23)