13 November 2017, 09:45
Päpstliches Zigarettenverkaufsverbot ist „gewaltiger Paukenschlag“
 
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Vatikan-Experte Ulrich Nersinger zum Verbot des Zigarettenverkaufs im Vatikan: „Ich denke mir, dass es jetzt quer durch alle theologischen Richtungen einen Widerstand oder zumindest ein Murren und Grollen im Vatikan gibt.“

Köln (kath.net)
Vatikanexperte Ulrich Nersinger hat das jüngste Zigarettenverkaufsverbot im Vatikan als einen „ganz gewaltigen Paukenschlag „bezeichnet. Im Interview mit dem Kölner Domradio meinte Nersinger wörtlich: „Ich habe die Vermutung, dass sich der Papst damit viel mehr Ärger und Kritik einhandelt, als mit jeder Diskussion um seine Amoris laetitia“. Nersinger erinnerte daran, dass es nicht wenige Päpste gab, die enorme Raucher waren, darunter auch Päpste, die heiliggesprochen wurden. Leo der XIII. war laut Nersinger ein ganz berühmter Tabakschnupfer. Auch Papst Johannes der XXIII. war ein Raucher, der mindestens eine Packung am Tag brauchte. Diese Information wurde laut Nersinger vom Seligen Paul VI. bekanntgemacht. Auch dieser war ein Raucher. Auch der berühmte Prediger, Abraham a Santa Clara, habe laut dem Vatikanexperten in dem mäßigen Genuss des Tabaks sogar eine Förderung der Gesundheit gesehen.

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Nersinger erinnerte dann auch daran, dass im Jahr 2002 von Johannes Paul II., auch ein Nichtraucher, das öffentliche Rauchen im Vatikan verboten wurde. „Damals gab es sogar einen Aufruf eines Kurienbischofs, man möge eine Novene zum seligen Pius IX. halten, der den Tabak im 19. Jahrhundert sehr gefördert hat.

Der Experte äußerte schließlich: „Ich denke mir, dass es jetzt quer durch alle theologischen Richtungen einen Widerstand oder zumindest ein Murren und Grollen im Vatikan gibt.“

Symbolbild: Zigarette


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