31 Dezember 2017, 08:10
Mailand: Straßenbahn nimmt Rücksicht auf Leonardos Abendmahl
 
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Langsameres Fahren, denn Vibrationen schaden dem in Kirche Santa Maria delle Grazie aufgemalten Meisterwerk.

Wien-Rom (kath.net/ KAP)
Zum Schutz des "Letzten Abendmahls" von Leonardo da Vinci hat die Stadtverwaltung in Mailand beschlossen, dass die Straßenbahnen vor der Kirche Santa Maria delle Grazie, in der sich das Wandbild befindet, langsamer fahren sollen. Die Geschwindigkeit soll um 15 Stundenkilometer verringert werden, um die Bodenvibrationen zu reduzieren, berichtete die APA am Freitag unter Berufung auf die römische Tageszeitung "La Repubblica".

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Außerdem soll eine Haltestelle für Touristen-Busse unweit der Kirche verlegt werden, berichtete das für Verkehrsfragen zuständige Mitglied des Mailänder Gemeinderats, Marco Granelli. Die Gemeinde reagierte damit auf eine Forderung der für das Gemälde zuständigen Museumsdirektorin Chiara Rostangno.

Sollten diese Initiativen zur Reduzierung der Vibrationen nicht genügen, denkt die Stadt an strukturelle Maßnahmen zum Schutz des Gemäldes, hieß es. Im Jänner wird ein Expertenkomitee eingesetzt, das prüfen soll, ob die Schienen der Straßenbahn neu verlegt werden sollen.

Zum Schutz des Kunstwerks werden derzeit maximal 1.300 Besucher pro Tag zugelassen. Diese müssen zudem eine besondere Schleuse mit Filtern passieren, um die Staubbelastung möglichst gering zu halten.

Das Wandbild in der Mailänder Kirche, das Leonardo 1498 vollendete, schmückt die Nordwand des Refektoriums im Dominikanerkloster Santa Maria delle Grazie. Es gilt als Höhepunkt in Leonardos malerischem Schaffen. Zuletzt wurde die Darstellung Jesu und der Apostel beim letzten Abendmahl 1999 restauriert. Die Kirche wurde mehrfach bombardiert, zuletzt 1943, und von Napoleons Truppen als Pferdestall benutzt.

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