03 Januar 2018, 11:45
Der Bußakt als Hinführung zur Feier der heiligen Geheimnisse
 
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Franziskus: die Anerkenntnis der eigenen Schuld und Sünde stärkt und öffnet für das Erbarmen Gottes. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) „Urteilt selbst über das, was ich sage! Ist der Kelch des Segens, über den wir den Segen sprechen, nicht Teilhabe am Blut Christi? Ist das Brot, das wir brechen, nicht Teilhabe am Leib Christi? Ein Brot ist es. Darum sind wir viele ein Leib; denn wir alle haben teil an dem einen Brot“ (1 Kor 10,16-17).

Papst Franziskus setzte bei der heutigen ersten Generalaudienz des Jahres 2018 seine Katechesenreihe über die heilige Messe fort. Die sechste Katechese stand unter dem Thema: „Der Bußakt“ als Hinführung zur Feier der heiligen Geheimnisse“

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Im Bewusstsein, dass wir alle Sünder seien, „bekennen wir vor Gott und vor der Gemeinde unsere Schuld, um mit reinem Herzen und würdig die heiligen Geheimnisse zu feiern“. In der Stille hörten wir auf die Stimme unseres Gewissens und erkennten, dass unsere Gedanken, Worte und Werke wie auch unsere Unterlassungen oft nicht dem Geist des Evangeliums entsprechen.

Wer sich seines Elends bewusst sei und den Blick demütig senke, spüre den barmherzigen Blick Gottes auf sich. Allein der, der es verstehe, seine Fehler anzuerkennen und um Entschuldigung zu bitten, empfange das Verständnis und die Vergebung der anderen.

Gerade das Bekenntnis unserer Unterlassungssünden weise darauf hin, dass es nicht nur darum gehe, nichts Böses zu tun, sondern Zeugnis zu geben durch unsere guten Werke. Das Schuldbekenntnis mache zudem deutlich, dass die Sünde nicht nur von Gott trenne, sondern auch die Gemeinschaft der Glaubenden entzweie. Die Sünde zerschneide die Beziehung zu Gott und zu den Brüdern und Schwestern.

Die Anrufung der Engel und der Heiligen zeige uns, dass wir in unserem Mühen auf ihre Fürbitte und Hilfe vertrauen dürften.

Der Bußakt schließe mit der Vergebungsbitte des Priesters, die jedoch nicht die Wirkung des Bußsakraments besitze und nicht damit verwechselt werden dürfe. Denn zur Vergebung der schweren Sünden „ist immer die sakramentale Beichte und Lossprechung nötig“.

Die Heilige Schrift biete leuchtende Beispiele von Büßergestalten, die nach der Sünde erneut zu sich kämen und den Mut fänden, die Maske abzulegen und sich der Gnade zu öffnen, die das Herz erneuere. Der Papst erinnerte an König David, an den verlorenen Sohn und an den Zöllner, der sich als Sünder bekenne. Dies gelte auch für den heiligen Petrus und Zachäus, die samaritanische Frau. Wenn man sich an der eigenen Schwäche messe, so sei dies eine Erfahrung, die stärke: „während wir mit unserer Schwäche abrechnen, öffnet uns dies das Herz, um um das göttliche Erbarmen zu bitten, das verwandelt und bekehrt“.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Herzlich heiße ich die Pilger deutscher Sprache willkommen. Viele Gestalten der Heiligen Schrift und die Heiligen sind uns darin ein Vorbild, unsere Schwächen zu erkennen sowie den Mut zu haben, unsere Sünden zu bekennen und uns der Vergebung und der Barmherzigkeit Gottes zu öffnen. Der Herr begleite uns in diesem neuen Jahr mit seiner Gnade und seinem Segen und schenke uns seinen Frieden. Ein gutes neues Jahr!




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