08 Februar 2018, 09:00
Kardinal Zen: Kardinal Parolin ist ein kleingläubiger Mann
 
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Kardinal Zen kritisiert Vatikan-Staatssekretär Parolin nach seiner umstrittenen China-Politik-Verteidigung scharf: "Weiß dieser Mann von wenig Glauben überhaupt, was wirkliches Leiden ist?

Kardinal Zen: „Kardinal Parolin ist ein kleingläubiger Mann“

Kardinal Zen kritisiert Vatikan-Staatssekretär Parolin nach seiner umstrittenen China-Politik-Verteidigung scharf: „Weiß dieser Mann von wenig Glauben überhaupt, was wirkliches Leiden ist?

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China (kath.net)

Kardinal Joseph Zen Ze-kiun, der emeritierte Bischof von Hongkong, hat auf seinem Blog Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin scharf kritisiert: „Kardinal Pietro Parolins Interview ist voll von falschen Ansichten.“ Zen übte damit Kritik an den Äußerungen von Parolin und seine jüngste Verteidigung der umstrittenen China-Politik des Vatikans, bei der es darum geht, dass vom Staat ernannte Bischöfe von der katholischen Kirche anerkannt werden. Parolin hatte die Meinung vertreten, dass mit der Politik das Leiden der Kirche China enden könnte. Für Zen sei der Kardinal ein „kleingläubiger Mann“. Dieser wisse nicht, was ein „echtes Leiden“ sei. „Weiß dieser Mann von wenig Glauben überhaupt, was wirkliches Leiden ist? Die Brüder und Schwestern in China haben keine Angst vor Armut oder dass sie ins Gefängnis gehen müssen oder sogar, dass sie Blut vergießen. Ihr größtes Leiden ist, wenn man von der eigenen 'Familie' verraten wird.“

Für Kardinal Zen seien die Katholiken der chinesischen Staatskirche wie Vögel in einem Käfig. Der Vatikan versuche derzeit den Käfig zu vergrößern. Das Problem sei aber nicht, ob der Käfig jetzt klein oder groß sei, sondern wer im Käfig sei. Die Untergrundkirche sei aber nicht im Käfig gefangen. Parolin möchte aber durch seine „Versöhnungs“-Politik die Katholiken dort hineinzuzwingen.

Die katholische Kirche in China: Stark im Glauben trotz Bedrängnis (mit Kardinal Zen)




© Foto: Kirche in Not

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