01 April 2018, 10:35
Auferstehung ist Frucht der Liebe
 
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«Anfang der neuen Schöpfung» - Osterpredigt von Bischof Küng im Dom von St. Pölten.

St. Pölten (kath.net/ dsp)
Die Auferstehung Jesu sei nicht bloß die Erweckung eines Toten, sondern „die Frucht eines Aktes unendlicher Liebe“, betonte Bischof Klaus Küng in seiner Predigt am Ostersonntag im Dom von St. Pölten.

Es sei die gleiche unendlich große Liebe, die ihn mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl feiern ließ, die es zuließ, dass Jesus den Tod am Kreuz erlitt, und die auch das Grab gesprengt hat. „Es war die Liebe des menschgewordenen Gottessohnes, der wahrer Mensch und zugleich wahrer Gott ist.“ Die Auferstehung Jesu von den Toten habe sein Menschsein betroffen, und so betreffe sie auch unser Menschsein, wie Küng unterstrich: „Es war der Anfang der neuen Schöpfung.“

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Die Hoffnung die Ostern schenkt, betreffe jedoch nicht erst das Leben nach dem Tod, sondern auch schon unser Leben jetzt, betonte Küng. „Durch die Taufe und die anderen Sakramente erlangen wir Anteil am Auferstandenen, Anteil an seinem Leben, das ein ganz und für immer mit Gott verbundenes, unsterbliches Leben ist.“ Durch das Geheimnis der Kirche lebe der durch Leiden und Sterben hindurchgegangene, auferstandene und lebendige Christus auch jetzt unter uns als unser Erlöser und Retter.

Dabei dürfe aber nicht übersehen werden, dass „wir bei diesem Anteil-Erlangen an seinem Leben immer auch selbst beteiligt sind“, führte Küng aus. Es hänge letztlich doch auch von uns ab, ob wir mit Gottes Hilfe, mit der Hilfe Jesu und seines Geistes tatsächlich neu werden. Ostern sei ein Fest, das uns ansporne und uns Optimismus verleihe, das uns bewusstmache. „Nichts braucht uns zu entmutigen.“ Mit der Hilfe des Auferstandenen und persönlicher Bemühung komme es in unserem Leben zu einer „Veränderung, die uns nach und nach reifer macht, bis wir reif sind für das Ewige Leben“, so Küng. Dabei sei es ein „großer Auftrag, die österliche Botschaft an die anderen weiterzugeben, Menschen in Not zu helfen und, wenn es erforderlich ist, auch in Politik und Gesellschaft die Stimme zu erheben“.

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