13 Mai 2018, 12:13
Männer und Frauen der Himmelfahrt sein!
 
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Franziskus: zum Himmel, dann vom Himmel auf die Erde. Die Sendung des Menschen, der Christus sucht. Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen! Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) Regina Caeli am siebten Sonntag der Osterzeit. In Italien und anderen Ländern wird an diesem Sonntag das Hochfest Christi Himmelfahrt nachgefeiert. In seiner Ansprache vor dem traditionellen Mittagsgebet kommentierte Papst Franziskus das Evangelium vom Festtag (Mk 16, 15-20).

Dieses Fest enthalte zwei Elemente. Auf der einen Seite lenke es unseren Blick in den Himmel, wo der verherrlichte Jesus zur Rechten Gottes sitze Auf der anderen Seite erinnere es uns an den Beginn der Sendung der Kirche: Jesus, auferstanden und in den Himmel aufgefahren, sende seine Jünger, um das Evangelium in der ganzen Welt zu verbreiten. Deshalb mahne uns die Himmelfahrt, den Blick zum Himmel zu erheben, um ihn dann sofort auf die Erde zu richten und die Aufgaben zu verwirklichen, die der auferstandene Herr uns anvertraue.

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Es sei dies grenzenlose Mission – „das heißt buchstäblich ohne Grenzen“ –, die die menschlichen Kräfte übersteige. In der Tat sage Jesus: „Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!“ (Mk 16,15). Die Aufgabe, die Jesus einer kleinen Gruppe einfacher Männer ohne große intellektuelle Fähigkeiten anvertraue, scheine wirklich zu gewagt zu sein. Doch diese spärliche, für die großen Mächte der Welt unbedeutende Gemeinschaft werde ausgesandt, um die Botschaft der Liebe und Barmherzigkeit Jesu in jeden Winkel der Erde zu bringen.

Doch dieser Plan Gottes könne nur durch die Kraft verwirklicht werden werden, die Gott den Aposteln selbst gewähre. In diesem Sinn versichere Jesus ihnen, dass ihre Sendung vom Heiligen Geist getragen werden werde: „Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an die Grenzen der Erde“ (Apg 1,8). So habe diese Mission Wirklichkeit werden können.

Die Sendung, die Jesus den Aposteln anvertraut habe, habe sich im Laufe der Jahrhunderte fortgesetzt und dauere bis heute an: sie erfordere die Mitarbeit aller von uns. Ein jeder sei kraft der empfangenen Taufe befähigt, das Evangelium zu verkünden.

Während die Himmelfahrt des Herrn eine neue Form der Gegenwart Jesu in unserer Mitte eröffne, verlange sie von uns, dass wir Augen und Herz hätten, um ihm zu begegnen, ihm zu dienen und ihn vor den anderen zu bezeugen. Es gehe darum, Männer und Frauen der Himmelfahrt zu sein, also Menschen, die Christus entlang der Wege unserer Zeit suchten, die das Heilswort bis ans Ende der Welt trügen. Auf dieser Reise „begegnen wir Christus selbst in den Brüdern und Schwestern, besonders in den Ärmsten, in denen, die in ihrem eigenen Fleisch die harte und schmerzhafte Erfahrung alter und neuer Armut leiden“.

Wie der auferstandene Christus seine Apostel am Anfang mit der Kraft des Heiligen Geistes ausgesandt habe, sende er uns heute mit derselben Kraft, um konkrete und sichtbare Zeichen der Hoffnung zu setzen. Den Jesus schenke uns die Hoffnung.

Nach dem Regina Caeli betete der Papst für die Opfer der schweren Attentate gegen christliche Gemeinden in Indonesien, zu denen es in diesen Tagen gekommen war.



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