17 Mai 2018, 09:00
Vatikan genehmigt Heiligsprechungsverfahren für Pfarrer, drei Diakone
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Irak'
Die Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse genehmigt das Heiligsprechungsverfahren für den irakischen chaldäischen Priester Ragheed Ganni und die drei Diakone Basman Yousef Daud, Waheed Hanna Isho und Gassan Isam Bidawid.

Mossul (kath.net/Päpstliche Missionswerke Fides) Die Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse genehmigt das Heiligsprechungsverfahren für den irakischen chaldäischen Priester Ragheed Ganni und die drei Diakone Basman Yousef Daud, Waheed Hanna Isho und Gassan Isam Bidawid, die am 3. Juni 2007 an Pfingsten von einer Gruppe bewaffneter Männer in Mossul in der Nähe der chaldäischen Heilig-Geist-Kirche ermordet wurden. Im November 2017 hatte der chaldäische Bischof Francis Yohana Kalabat von der Eparchie des heiligen Apostels Thomas in Detroit einen entsprechenden Antrag bei der Kongregation eingereicht. Die Zuständigkeit für das Heiligsprechungsverfahren wurde der Eparchie mit Sitz in Detroit (Vereinigte Staaten) von der chaldäischen Erzeparchie Mossul übertragen. Die Instabilität im Nordirak und die schwierige Situation in Mossul nach den Jahren der Besatzung durch den Islamischen Staat erschweren das erforderlichen Verfahren vor Ort, einschließlich der Sammlung von Zeugenaussagen.

Werbung
KiN Fastenzeit


Der Heiligsprechungsprozess wird den Märtyrertod von Pfarrer Ganni und den drei zusammen mit ihm getöteten Diakonen bestätigen müssen und festlegen dass die vier selig gesprochenen Märtyrer wegen ihres Glaubens an Christus hingerichtet wurden.

Im Leben von Pater Ragheed Ganni, sagte einmal Pfarrer Fabio Rosini, Leiter des Büros für Berufungspastoral der Diözese Rom, habe sich etwas ereignet, „was nur die Gnade bewirken kann“. „WirW, so der römische Priester weiter „denken nach menschlichen Kriterien, dass wir einem Helden gegenüberstehen, der fähig ist, etwas Außergewöhnliches zu tun, aber wir laufen damit Gefahr, das Christentum in Heldentum zu verwandeln. Ein Märtyrer ist kein Held, sondern ein Zeuge. Es wird anerkannt, dass in ihm die Gnade wirkt. In der Kirche führt Heldentum zu Problemen, Spaltungen und Personenkult, weil es um die Person geht. Bei Märtyrern hingegen geht es um Christus, von dem sie Zeugnis geben.“

Die Märtyrer: Ein Priester und drei Diakone


Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!










Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben


 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

Eine moralische Pflicht zum 'Kirchenaustritt'? (150)

Soll in Deutschland die katholische Sexualmoral abgeschafft werden? (122)

Nach der Vollversammlung der DBK: Deutscher Katholizismus am Abgrund? (64)

Der Abschied von der Moral (53)

"So eine Gesinnungsterrror gab es wohl zuletzt in der Nazizeit" (42)

Nicht richten, nicht verurteilen, immer geben und großherzig sein! (42)

Heimlicher „Höhepunkt“ des Evangelischen Kirchentags: „Vulven malen“ (34)

"Die Schönheit Christi, des einzigen Erlösers" (25)

Umweltschutz mutiert immer erkennbarer zur Ersatzreligion (24)

Jesus-Anspielung im neusten Asterixfilm – ein Grund zum Ärgern? (24)

Missbrauch: US-Katholiken überdenken Zugehörigkeit zur Kirche (20)

Papst: "tiefstes Mitgefühl" zum Tod von Kardinal Danneels (18)

„Von welchem Planeten stammen unsere kirchlichen Leiter?“ (18)

120 Christen in Nigeria ermordet - Medien schweigen (17)

Kultursteuer statt Kirchensteuer (17)