20 Mai 2018, 13:33
Die Berufung zur Heiligkeit
 
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Franziskus: wenn wir uns dem Geist öffnen und uns von ihm führen lassen, begeben wir uns auf den Pfad der Heiligung. 29. Juni: Kreierung von 14 neuen Kardinälen. Die Namen. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) Regina Caeli am Pfingstsonntag. Im Pfingstfest, so Papst Franziskus in seiner Ansprache vor dem Mittagsgebet, finde die Osterzeit ihren Höhepunkt. Dieses Hochfest lasse uns daran denken, wie der Heilige Geist auf die Apostel und die anderen Jünger ausgegossen werde, die im Abendmahlssaal mit der Jungfrau Maria im Gebet versammelt seien (vgl. Apg 2, 1-11). An diesem Tag „begann die Geschichte der christlichen Heiligkeit, weil der Heilige Geist die Quelle der Heiligkeit ist, die nicht das Privileg von Wenigen, sondern die Berufung aller ist.“

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Durch die Taufe seien wir aufgerufen, am selben göttlichen Leben Christi teilzunehmen und mit der Firmung seine Zeugen in der Welt zu werden. Das Zweite Vatikanische Konzil stelle fest: „Gott hat es aber gefallen, die Menschen nicht einzeln, unabhängig von aller wechselseitigen Verbindung, zu heiligen und zu retten, sondern sie zu einem Volke zu machen, das ihn in Wahrheit anerkennen und ihm in Heiligkeit dienen soll“ (Lumen Gentium, 9).

Schon bei den alten Propheten hätte der Herr dem Volk seinen Plan der Heiligkeit verkündet. All diese Prophezeiungen würden in Jesus Christus verwirklicht werden, „Vermittler und Garant der ewigen Ausgießung des Geistes“.

Von jenem Pfingsttag bis zum Ende der Zeiten werde diese Heiligkeit, deren Fülle Christus sei, allen gegeben, die sich dem Wirken des Heiligen Geistes öffneten und sich bemühten, ihm gegenüber fügsam zu sein.

Wenn wir uns dem Geist öffneten und uns von ihm führen ließen, „dann begeben wir uns auf den Pfad der Heiligung, die darin besteht, auf eine Weise zu leben, die Gottes würdig ist und uns eine erfüllte Freude erleben lässt“. Indem er in uns komme, besiege der Heilige Geist die Trockenheit, öffne die Herzen für die Hoffnung, stimuliere und fördere die innere Reifung in der Beziehung zu Gott und dem Nächsten. Das sage uns der heilige Paulus: „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Enthaltsamkeit; gegen all das ist das Gesetz nicht“ (Gal 5,22-23). So feierten wir heute diesen vom Vater geschenkten Reichtum.

Nach dem Regina Cali erinnerte der Papst an die gestrige Gebetswache in Jerusalem: "Pfingsten bringt uns mit unserem Herzen nach Jerusalem. Letzte Nacht war ich geistig mit der Gebetsvigil für den Frieden verbunden, die in dieser Stadt stattfand, heilig für Juden, Christen und Muslime. Und heute rufen wir weiterhin den Heiligen Geist an, Willen und Gesten des Dialogs und der Versöhnung im Heiligen Land und im gesamten Nahen Osten zu inspirieren".

Franziskus kündigte dann ein Konsistorium zur Kreierung von 14 Kardinälen an:

1. Seine Seligkeit Louis Raphaël I Sako – Patriarch von Babylonien der Chaldäer.
2. S.E. Luis Ladaria – Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre.
3. S.E. Angelo De Donatis – Generalvikar von Rom.
4. S.E. Giovanni Angelo Becciu – Substitut für die Allgemeinen Angelegenheiten des Staatssekretariats und Sonderdelegat beim Souveränen Malteserorden
5. S.E. Konrad Krajewski – Apostolischer Almosenier.
6. S.E. Joseph Coutts – Erzbischof von Karachi.
7. S.E. António dos Santos Marto – Bischof von Leiria-Fátima.
8. S.E. Pedro Barreto – Erzbischof von Huancayo.
9. S.E. Mons. Desiré Tsarahazana – Erzbischof von Toamasina.
10. S.E. Giuseppe Petrocchi – Erzbischof von L’Aquila.
11. S.E. Thomas Aquinas Manyo – Erzbischof von Osaka.

Zusammen mit ihnen wird Franziskus den Mitgliedern des Kardinalskollegiums einen Erzbischof, einen Bischof und einen Ordensmann anschließen, die sich für ihren Dienst an der Kirche ausgezeichnet haben:

12. S.E. Sergio Obeso Rivera – emeritierter Erzbischof von Xalapa.
13. S.E. Toribio Ticona Porco – emeritierter Prälat von Corocoro.
14. H.P. Aquilino Bocos Merino – Claretiner.



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