23 Mai 2018, 11:00
"Durch KISI habe ich die katholische Kirche wieder lieben gelernt"
 
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kath.net-Interview mit der 21-jährigen Jasmin Karlinger, eine der drei Hauptorganisatoren des KISI Fest 2018 - Und Eindrücke vom KISI-Fest von Jennifer, Tessa, Markus, Maria und Elena. Von Linda Noé

Gmunden (kath.net)
KATH.NET: Liebe Jasmin, Du warst bis vor Kurzem eine KISI Volontärin, was bedeutet das?

Jasmin Karlinger: Volontäre sind junge Leute, die sich nach der Matura entschieden haben, ein Jahr oder länger bei KISI zu sein und dort mitzuhelfen. Ich habe das eineinhalb Jahre gemacht. Wir haben ein cooles Haus geschenkt bekommen letztes Jahr im November, ein großes Wunder. Wir staunen. Wir arbeiten viel für KISI, aber es ist so viel, was man geschenkt bekommt, wieder zurück kriegt. Du investierst viel, aber du wirst sehr gestärkt, lernst über dich selbst, Sachen über Kommunikation, über Gruppenleitung, Konfliktlösung...

Seit wir das Haus haben, haben wir vor allem auch gelernt, wie groß Gott ist, welche Wunder er tun kann. Ich glaube ich hätte vorher nicht wirklich sagen können, dass ich schon jemals wirklich so ein Wunder erlebt hätte, oder zumindest habe ich es nicht wahrgenommen. Das war eine meiner intensivsten Zeiten im Gebet , meiner dankbarsten Zeiten, und wo mich Gott am meisten berührt hat, einfach dadurch, wie er uns Schritt für Schritt dieses Haus zugeführt hat, und gleichzeitig so klar war in seiner Linie.

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KATH.NET: In Eurem Alter so eine große Veranstaltung zu organisieren ist bemerkenswert. Was motiviert dich, was war die größte Herausforderung?

Jasmin Karlinger: Ich hatte in der Zwischenzeit mein Volontariat beendet und mit meinem Studium begonnen, wollte aber trotzdem noch gerne ins Leitungsteam für das KISI Fest, als ich darum gefragt wurde.

Ich bin grundsätzlich ein Mensch der gern Sachen organisiert, neue Sachen ausprobiert. Ich wollte, dass das eine coole Zeit wird für uns alle, für die Kinder.Die größte Herausforderung daran war, dass die Erwartungen schon hoch sind. Ich habe selbst viele KISI Feste miterlebt, weiß, was gut, und was weniger gut angekommen ist. Das was bis jetzt so toll war, möchte man wieder haben. Es gab auch einfach ein bisschen die Panik davor, dass irgendwas wahnsinnig schief rennen könnte. Wir wollten auch ein paar Dinge neu machen, und davon muss man die Leute zuerst überzeugen, auch wenn es schlussendlich alle gut finden. Da nicht zu ungeduldig zu sein, das war auch eine Herausforderung.

KATH.NET: Du setzt dich mit viel Zeit und persönlicher Hingabe für den katholischen Glauben ein bei KISI. So begeisterte junge Leute wünscht man sich vielerorts in der Kirche. Was ist für Dich das Besondere an KISI? Hast Du vielleicht einen Tipp für die ergrauende Generation, wie es anderswo auch funktionieren könnte?

Jasmin Karlinger:
KISI ist einfach meine zweite Familie, und das ist schon lange so, eigentlich seit ich das erste Mal da war. Es könnte vielleicht auch etwas anderes sein, wenn ich etwas anderes kennen gelernt hätte, aber ich glaube das Besondere an KISI ist einfach eben diese Art, zweite Familie zu sein. Du wirst wahrgenommen. Es gab auch Phasen in meinem Leben, in denen ich weniger dabei war, aber was mich letztlich gehalten hat, war einfach, dass GOTT dort so spürbar ist, das Gott einfach da ist. Wenn ich zu KISI gefahren bin habe ich gewusst, dass ich Gott erleben werde. Später als ich älter geworden bin, habe ich auch gewusst, dass ich meine Freunde treffen werde, viel Spaß haben werde, das war alles wichtig. Ich bin katholisch getauft, aber evangelisch aufgewachsen, weil meine Mama in die evangelische Kirche gegangen ist. Durch KISI und vor allem auch das Volontariat habe ich die katholische Kirche wieder schätzen und lieben gelernt, die Liturgie und die Feste, einfach die Feierlichkeit einer katholischen Messe. Das war auch herausfordernd, vor allem auch was Maria und die Heiligen betrifft, aber Gott hat das sehr geführt, mich zB. auch in Medjugorje, wo wir gewesen sind, sehr berührt. Es ist immer noch nicht so, dass ich mir mit allem so leicht tue, aber Gott leitet das und lässt mich da immer weiter wachsen, und das finde ich echt cool.

Damit sich die jungen Leute für eine Sache einsetzen ist es natürlich wichtig, dass es cool und lustig ist, dass man seine Freunde dabei hat. Aber was einen wirklich hält ist die Fähigkeit, Gott spürbar und erlebbar zu machen zu machen. Wenn einem das gelingt, so glaube ich, dann kommen auch die Leute, egal ob es Mitarbeiter sind oder Teilnehmer. Wichtig ist auch die Fähigkeit, die Menschen so zu nehmen, wie sie sind, sie wertzuschätzen. Das genau ist unser Jahresmotto: „Yes, Jesus loves me“. Das weiter zu geben, dass das das Einzige ist, was zählt. Leute kommen wieder, wenn sie sagen „da war was“, auch wenn sie es vielleicht zuerst noch gar nicht so genau beschreiben können.

Extra: Weitere Stimmen von Teilnehmer des KISI-Festes

Jennifer Kefer, 21, KISI Volontärin

In diesem Jahr ist für mich das Besondere, dass wir gestern bereits mit der Heiligen Messe gestartet haben. Das dabei auch die Firmung stattgefunden hat, das hat mich sehr bewegt. Das Thema „Jesus loves me“ ist glaube ich auch eines, worüber man nie auslernen kann. Ich habe am Fest die ganze Dekoration gemacht, meine Aufgabe habe ich daher sozusagen bereits im Vorfeld erledigen können, jetzt gibt es nur mehr Kleinigkeiten.

Das Schöne daran, mit Kindern bei KISI zu arbeiten ist, dass sie oft viel mehr von Gott verstehen, als wir uns denken, dass sie ihn auch schon wirklich kennen können, da kann ich auch etwas lernen. Ich bin seit eineinhalb Jahren Volontärin, seit wir das KISI Haus haben, habe geholfen umzusiedeln und so weiter. Warum ich das tue? Weil es mir selbst einfach total viel Freude macht!

Tessa, 19 Jahre

Ich war schon ganz oft beim Kisi Fest heuer das erste Mal, seit ich bei KISI KEY bin. Ich bin beim Musical „Ruth“ eine der Tänzerinnen. Mir gefällt, dass so viel Freude da ist und man die Menschen so mitreißen kann.Zu KISI bin ich als Kind durch meine Eltern gekommen, die mich einfach mitgenommen haben, und jetzt wieder durch das Musical Ruth, das mir gut gefallen hat und die Mädchen, die mich dann angesprochen haben.

Markus, Familienvater, 3 Kinder

Ich bin mit meiner Familie bereits ungefähr zum zehnten Mal beim Fest dabei. Wir sind im KISI Club in Altmünster. Die Begeisterung der Kinder, das lebendige Miteinander, auf der anderen Seite, die Botschaft von Jesus, die verbreitet wird. Die Musicals sind jedes Jahr das Highlight. Ich empfehle, einfach einmal einen KISI Club vor Ort zu besuchen oder das KISI Haus in Altmünster anzuschauen. Alle Informationen dazu findet man auf www.kisi.org

Maria, 19 Jahre

Ich bin heuer das erste Mal am Fest. Ich hab das Musical Ruth dreimal gesehen und bin jedes Mal wieder neu berührt.

Elena, 17

Ich war schon öfters am Fest, aber dieses mal zum ersten Mal so richtig, alle drei Tage mit Übernachten. Bei den Sketches die hier immer wieder eingestreut werden, werden mir so viel Sachen bewusst. Auch die Family Feier gestern war so ein Highlight für mich. Heute beim Gebetsabend weiß ich noch nicht, wie der genau ablaufen wird, aber ich freue mich darauf, Jesus zu begegnen!

Foto: (c) KISI, Jasmin im 3er-Team ganz links

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