09 Juni 2018, 08:50
Jesus in the City: Jugendliche strömen durch Wiener Neustadt
 
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Missionarisches Event in Wiener Neustadt mit 150 Jugendlichen hat begonnen.

Wien (kath.net/ missio)
Beim Auftakt der Veranstaltung „Jesus in the City“ stellt Jugendbischof Stephan Turnovszky zwei wesentliche Haltungen in den Mittelpunkt: Glaubensverkündigung und tätige Nächstenliebe. Diese sollen in den kommenden vier Tagen Wiener Neustadt verwandeln und Jugendliche motivieren.

150 Jugendliche sind in Wiener Neustadt unterwegs, um „gemeinsam zu feiern" und „eine Stadt zu verwandeln": Jugendbischof Stephan Turnovszky wies zum Auftakt der Veranstaltung „Jesus in the City“ in Wiener Neustadt auf die zwei „wesentlichen Elemente“ des Events hin, nämlich Glaubensverkündigung und tätige Nächstenliebe. „Mission ist nie eine Einbahnstraße. Wenn wir die Frohe Botschaft verkünden, müssen wir immer auch bereit sein, sie zu empfangen“, so der Jugendbischof: „Wir leben hier in Wiener Neustadt Einheit in Vielfalt, das ist schön zu sehen.“

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Jugendliche aus ganz Österreich sind zu „Jesus in the City“ eingeladen, um ein buntes Programm aus Glaubensvertiefung, gemeinsamem Gebet und vielfältigen missionarischen Aktionen zu erleben. „Mich beeindruckt bei ‚Jesus in the City‘ die Vielfalt der 15 angebotenen Aktionen: Einige Jugendliche gehen in eine Justizanstalt, um mit den Menschen dort zu sprechen, zu singen und zu beten. Andere setzen sich auf den Hauptplatz und bieten an, Menschen zuzuhören. Wieder andere begegnen Menschen in einem Pflegeheim“, sagt Eva Wimmer, die Österreich bei der Vorsynode der Jugend im Vatikan vertreten hat.

Organisiert wird „Jesus in the City“ von der Katholischen Jugend Österreich, der Koordinierungsstelle JAKOB (Jugendapostolate Katholischer Orden und Bewegungen) und Missio Österreich. Eva Wimmer: „Ich spüre hier in der großen Vielfalt der Gruppierungen und Gemeinschaften gleichzeitig eine starke Einheit. Uns verbindet der Glaube und die Risikobereitschaft, bei ‚Jesus in the City‘ Neues zu wagen und sich aus der Komfortzone herauszutrauen.“

Wallner: „Jesus in the City ist eine frische Initiative“

Bei einer Pressekonferenz im Rahmen von „Jesus in the City“ unterstrich Missio-Nationaldirektor Pater Karl Wallner die Bedeutung der Veranstaltung für die Kirche: „‘Jesus in the City‘ ist eine frische Initiative, die den Begriff Mission in ein neues Licht rückt. Es geht nicht um ein Indoktrinieren, sondern darum, die eigene Freude mit anderen Menschen zu teilen.“ Für viele junge Menschen ist es eine „echte Mutprobe“, sich zu ihrem Glauben zu bekennen und mit anderen Menschen darüber ins Gespräch zu kommen: „Papst Franziskus ermutigt uns, über unseren Schatten zu springen und anderen Menschen zu begegnen. So viele Menschen haben eine tiefe Sehnsucht nach Sinn in ihrem Leben, die wir ein Stück weit stillen dürfen“, so Wallner.

Zu Beginn der missionarischen und sozialen Aktionen am Freitag Vormittag machte der Missio-Nationaldirektor die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von „Jesus in the City“ mit dem Begriff Mission vertraut: „Die Apostel, ins Lateinische übersetzt Missionare, waren Fischer. Jesus hat sie zu Menschenfischern gemacht.“ Diese „Mentalität und Sehnsucht nach vollen Netzen“, die Jesus mit seinen Jüngern gelebt hat, braucht es für Wallner auch in der heutigen Zeit: „Frustration und negative Stimmung in der Kirche bringt uns nicht in die Zukunft. Wir brauchen gemeinsame Initiativen, wie ‚Jesus in the City‘, die uns motivieren, werbend auf Menschen zuzugehen.“ Wallner fordert einen „Umkehrschub in unserer Mentalität“. Dann sei die Kirche auf einem guten Weg in die Zukunft, so der Missio-Nationaldirektor.

Der Bürgermeister von Wiener Neustadt Klaus Schneeberger zeigte sich bei der Auftaktpressekonferenz zur Veranstaltung dankbar, dass Wiener Neustadt die erste Stadt ist, in der das Projekt „Jesus in the City“ in Österreich umgesetzt wird. Durch zahlreiche christliche Initiativen in Wiener Neustadt wird für Schneeberger sichtbar, dass „auch die Kirche in unserer Stadt“ in Bewegung ist: „Damit ist ‚Jesus in the City‘ bei uns nicht nur Schlagwort, sondern gelebte Realität.“

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