08 Juli 2018, 10:00
Heinrichs und Kunigundes Weckruf: Erneuert die Kultur des Evangeliums
 
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Festpredigt des Bamberger Erzbischofs Schick zum Heinrichsfest: Kaiser Heinrich und seine Frau Kunigunde seien zutiefst von der Botschaft Jesu Christi überzeugt gewesen.

Bamberg (kath.ent/peb) Im Zeichen des Jahres der Kultur hat das Erzbistum Bamberg rund um den Domberg sein Heinrichsfest gefeiert. In seiner Festpredigt im Gottesdienst auf dem Domplatz erinnerte Erzbischof Ludwig Schick am Sonntag daran, dass der Bistumspatron Kaiser Heinrich die christliche Kultur in seinem Reich ausgebreitet und erneuert habe. Heinrich und seine Frau Kunigunde seien zutiefst von der Botschaft Jesu Christi überzeugt gewesen. „Deshalb gründeten sie das Bistum Bamberg und stifteten den Kaiserdom, bauten Kirchen und Klöster, richteten Schulen ein, kultivierten die Landschaft, ließen Bücher schreiben, Statuen schaffen und Gemälde malen“, sagte Schick. „Alles sollte vom Evangelium inspiriert sein, das Christentum sollte das ganze Leben durchdringen.“

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„Die Absicht und das Wirken von Heinrich und Kunigunde müssen uns heute neu bewegen und sollen ein Weckruf an uns sein, die Kultur des Evangeliums zu erneuern“, betonte der Erzbischof. Denn in der heutigen Zeit stellten viele die Frage nach der Zukunft und nach dem Fundament der Gesellschaft. Schick zitierte Gregor Gysi, der sich als Atheist bekenne, aber vor einer gottlosen Gesellschaft Angst habe, weil in ihr die Solidarität abhandenkommen könnte. Auch der „religiös unmusikalische“ Philosoph Jürgen Habermas plädierte dafür, die jüdisch-christlichen Begrifflichkeiten in der Alltagssprache der profanierten Gesellschaft zu bewahren; als Beispiel nannte er die Gottesebenbildlichkeit des Menschen, die für die im Grundgesetz genannte „Würde des Menschen“ Voraussetzung und Garantie sei.

Das Heinrichsfest im Jahr der Kultur solle zur Erneuerung der christlichen, humanen und menschenfreundlichen Kultur dienen, schloss der Erzbischof seine Predigt und rief zur Besinnung auf das auf, was Heinrich und Kunigunde an christlicher Kultur geschenkt haben.

Nach dem Festgottesdienst wurde unter dem Motto „Schätze auf dem Domberg – wir feiern“ ein buntes Programm geboten. Das Festprogramm des Heinrichsfestes begann bereits am Freitagabend mit einem geistlichen Stück zum Thema „Die Kirche sind wir alle“, bestehend aus spirituellen Texten von Prälat Alois Albrecht und Neuen Geistlichen Liedern sowie einer „Praisenight“ auf dem Domplatz. Am Samstag veranstaltete der Malteser-Hilfsdienst in St. Urban einen Gottesdienst mit Krankensalbung. Auf dem Domplatz fand ein Motorradgottesdienst mit Erzbischof Schick statt. In der Alten Hofhaltung wurden Kaffee und Gegrilltes bei Jazz und Blues der „JazzPantz“ angeboten. Bei der „Schnippelparty“ wurden „gerettete“ Lebensmittel in der Hofhaltung nach alter Klostertradition zu einem Eintopf verarbeitet und danach gemeinsam gegessen. Zum Abschluss des Festwochenendes stand eine Pontifikalvesper mit dem Erzbischof auf dem Programm.

Münchner Kirchenfernsehen: Der Bamberger Erzbistum Schick stellt die Hl. Heinrich und Kunigunde vor




Archivfoto Erzbischof Schick (c) Erzbistum Bamberg

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