01 August 2018, 08:30
EKD-Magazin bezeichnet Abtreibungsärztin als Retterin
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Abtreibung'
Das evangelische Monatsmagazin „chrismon“ hat in der August-Ausgabe die wegen unerlaubter Werbung für Abtreibungen verurteilte Gießener Ärztin Kristina Hänel in einem Porträt „Die Retterin“ präsentiert und das Töten ungeborener Kinder verharmlost

Frankfurt am Main (kath.net) Das evangelische Monatsmagazin „chrismon“ hat in der August-Ausgabe die wegen unerlaubter Werbung für Abtreibungen verurteilte Gießener Ärztin Kristina Hänel in einem Porträt „Die Retterin“ präsentiert und das Töten ungeborener Kinder verharmlost. Dies berichtet "idea". Hänel war im November vom Amtsgericht Gießen zu einer Geldstrafe von 6.000 Euro verurteilt worden, weil sie nach Ansicht des Gerichts auf der Internetseite ihrer Praxis über Abtreibungen informiert und geworben hatte. Gemäß Paragraf 219a StGB macht sich strafbar, wer „seines Vermögensvorteils wegen (...) Dienste zur Vornahme eines Schwangerschaftsabbruchs (...) anbietet, ankündigt oder anpreist“. Der Beitrag wird vom Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb, scharf kriisiert. Er sei entsetzt, dass das auch mit seinen Kirchensteuern finanzierte Magazin mit diesem Artikel „die an Einseitigkeit kaum zu überbietende Sicht von Frau Hänel“ wieder einmal und zudem ohne Gegenposition darstelle. Hassmails und Drohungen gegen Hänel, von denen im Artikel berichtet werde, seien selbstverständlich „völlig ungeeignete und inakzeptable Äußerungen“, betonte er gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Dennoch sollte die Kritik an der „unhaltbaren Haltung“ von Hänel nicht so grundsätzlich zurückgewiesen werden. Er frage sich, warum Ott das Wort von den „selbsternannten Lebensschützern“, die Hänel kritisierten, übernehme: „Hat man je von ,selbsternannten Naturschützern‘ gelesen oder von ,selbsternannten Kämpfern für Gleichstellung‘?“ Noch verheerender sei, dass „nicht wenigstens ein einziges Mal“ das Recht des Kindes auf Leben zur Sprache komme, wie es sowohl die biblische Botschaft als auch Urteile des Bundesverfassungsgerichtes nahelegten: „Sich anscheinend für die Schwächsten einzusetzen, um die wirklich Schwächsten – nämlich die ungeborenen Kinder – zu töten, ist eine kaum zu überbietende menschenfeindliche Einstellung. Das ist irrational und verantwortungslos.“ Warum dieser Artikel mit „Retterin“ überschrieben sei, „bleibt mir ein Rätsel“, so Steeb. Damit nehme man nicht zur Kenntnis, dass es sich „bei den Abgetriebenen um Menschen handelt“. Zudem habe Hänel erneut nicht klar gemacht, warum man für eine Abtreibung offen werben solle, obwohl sie erst nach einer Beratung in einer qualifizierten Beratungsstelle möglich sei.

Werbung
syrien1


Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!











Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

Piusbruderschaft-Oberer: "Dieser Papst erschüttert uns zutiefst" (70)

„Der Schutz des Lebens hat für die CDU überragende Bedeutung“ (56)

Das wäre der Dschungel... (45)

Anglikanische Kirche führt Feier für Transgender-Personen ein (43)

Sensationell: Kirche nicht mehr heilig – Drewermann Prophet (36)

„Deutsche Bischöfe überschritten klar ihre lehramtliche Kompetenz“ (34)

Bischof: Keine Untersuchung eines möglichen eucharistischen Wunders (31)

Weihbischof Michael Gerber wird neuer Bischof von Fulda (27)

Was am Katholizismus so klasse ist: Die Verbindlichkeit! (26)

"Eine Frage hätte ich noch..." (23)

Polen und Ungarn blockieren erfolgreich die „LGBTIQ-Rechte“ in der EU (20)

Nach Vatikan-China-Deal Rücktritt von zwei Untergrundbischöfen! (18)

Diözese Gurk wird an Bischof Schwarz Regressforderungen stellen! (18)

Bistum Münster schaltet Staatsanwaltschaft ein (17)

'Wo bleibt Ihr Aufschrei, Ihr bigotten Religionsschauspieler?' (16)