14 September 2018, 10:52
Kelle: „Liebe katholische Kirche, man möchte schreien“
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Kirche'
Birgit Kelle in der „Welt“: „Während der geschiedene Arzt neun Jahre lang durch alle Instanzen juristisch verfolgt wurde, sind Priester, die sich an Kindern sexuell vergangen haben, nicht selten einfach nur in neue Gemeinden versetzt worden.“

Bonn (kath.net) „Während der geschiedene Arzt beharrlich neun Jahre lang durch alle Instanzen juristisch verfolgt wurde, sind laut Bericht zu den Missbrauchsfällen Priester, die sich an Kindern sexuell vergangen haben, nicht selten einfach nur in neue Gemeinden versetzt worden, anstatt dass man sie rauswirft oder wenigstens vor ein ordentliches Gericht stellt. Und am schlimmsten ist: Die Vorwürfe reichen bis in die aktuelle Zeit, es geht offenbar immer noch weiter, es müssen sehr, sehr viele Mitwisser in den Bistümern absichtlich wegschauen, man möchte schreien.“ Dies schreibt die bekannte Journalistin Birgit Kelle in einem Gastkommentar in der „Welt“. Unfreiwillig spiegle sich in der Gleichzeitigkeit der Ereignisse auch „das Ungleichgewicht der innerkirchlichen Prioritätenliste, mit welchen Verfehlungen des eingesetzten Bodenpersonals man sich in der Una Sancta gerne, ausführlich und mit Konsequenzen befasst und mit welchen eher nicht“.

Werbung
christenverfolgung


Außerdem fragt Kelle, ob das Betreiben etwa von Krankenhäusern in Zeiten sozialer Sicherungssysteme überhaupt eine Kernaufgabe der Kirche sei. Sie sei sich im Blick auf kirchliche Angestellte des zweitgrößten Arbeitsgebers in Deutschland, darunter auch „Bierbrauer, Förster, Bankfachleute, Versicherungsexperten…“ ziemlich sicher, dass Jesus die Jünger nicht zum Schaffen von Arbeitsplätzen aufgefordert habe. Die aktuellen Diskussionen führen also eigentlich zu der „Überlebensfrage der Kirche“, nämlich der Frage nach ihrem spezifischen Auftrag.

Link zum Kommentar in der „Welt“: Birgit Kelle: „Liebe katholische Kirche, man möchte schreien“

Archivfoto Birgit Kelle




Foto Birgit Kelle (c) Birgit Kelle

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!









kath.net ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.

Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Ulrich Motte am 17.9.2018
Rolando:
 
follower am 17.9.2018
@Girsberg74
 
girsberg74 am 15.9.2018
K-TV und EWTN sind ein Segen!
 
Rolando am 15.9.2018
Ulrich Motte
 
Einsiedlerin am 15.9.2018
@Petrusbinsfeldus
 

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

Benedikt XVI. in großer Sorge um die katholische Kirche (57)

„Korruption der Lehre zieht immer die Korruption der Moral nach sich“ (56)

Man kann einen Papst nicht anklagen! (53)

Das Zerstörungswerk des Teufels durch die Heuchler (39)

Missbrauchsopfer von Grassi: "Ich habe gelitten und leide noch immer!" (38)

Marx: „Wir stehen an der Seite der Betroffenen sexuellen Missbrauchs“ (35)

Papst: Sexualität ist "der schönste Punkt der Schöpfung" (34)

Die Vollmacht des Hirten (33)

Neues Papstdokument schreibt verpflichtende Synodenumfragen vor (33)

Bischof: Nicht Klerikalismus, sondern Unmoral ist Ursache der Skandale (27)

„Frankfurter Allgemeine“: „Warum schont der Papst McCarrick?“ (26)

„Völliger Unsinn!“ (26)

Jugendsynode: Niederländischer Bischof verweigert die Teilnahme (25)

Kritik am „fröhlichen“ Foto bei Missbrauchskrisensitzung (25)

Cupich zu Missbrauch: Kirche hat ‚größere Agenda’ (23)