31 Oktober 2018, 12:10
Du sollst nicht die Ehe brechen – die bräutliche Berufung des Menschen
 
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Franziskus: das sechste Gebot führt den Menschen zu seiner ursprünglichen Berufung: zur vollen und treuen bräutlichen Liebe, die Jesus Christus uns offenbart und geschenkt hat. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) „Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben hat. Darum sind die Männer verpflichtet, ihre Frauen so zu lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, liebt sich selbst. Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden und die zwei werden ein Fleisch sein. Dies ist ein tiefes Geheimnis; ich beziehe es auf Christus und die Kirche“ (Eph 5, 25.28.31-32).

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Papst Franziskus setzte bei der heutigen Generalaudienz auf dem Petersplatz seine Katechesenreihe zu den Zehn Geboten fort. In der dreizehnten Katechese beschäftigte sich der Papst erneut mit dem sechsten Gebot und stellte seine Betrachtungen unter das Thema: „In Christus findet unsere bräutliche Berufung ihre Erfüllung“.

Das sechste Gebot des Dekalogs „Du sollst nicht die Ehe brechen“ helfe uns, unser menschliches Gefühlsvermögen unter den Ruf zur Liebe zu stellen, die in der Treue, der gegenseitigen Annahme und der Barmherzigkeit zum Ausdruck komme.

Das Gebot richte sich nicht nur an Eheleute, sondern an jeden Mann und jede Frau. Es stütze den Menschen bei der persönlichen Reifung, die eine Entwicklung vom Empfangen der Liebe zu ihrem Verschenken bedeute.

Besonders diejenigen, „die sich die eheliche Treue versprochen haben, sind eingeladen, den Weg vom Ich zum Wir zu gehen und sich von ihrer Selbstzentriertheit zu lösen“. Daher sei das Wort des Paulus revolutionär für die Zeit, in der es gesprochen worden sei, und bringe die neue christliche Anthropologie zum Ausdruck.

Darüber hinaus habe jede christliche Berufung bräutlichen Charakter, „weil sie Frucht der Liebesbindung mit Christus ist, durch die wir alle wiedergeboren wurden“. Der Mensch sei als Geschöpf eine Einheit von Geist und Leib und in seiner Gegenüberstellung als Mann und Frau eine Wirklichkeit, die dazu bestimmt sei, zu lieben und geliebt zu werden.

Daher sei der menschliche Leib nicht Werkzeug zum oberflächlichen Genuss, sondern Ort für die authentische Liebe. In der echten Gebe sei kein Platz für Unzucht und Oberflächlichkeit. So richte uns das sechste Gebot auf unsere ursprüngliche Berufung zur Liebe aus, „die uns Christus offenbart und geschenkt hat“.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Sehr herzlich grüße ich alle Pilger deutscher Sprache, besonders die Schulleiter des Schulwerks der Diözese Augsburg. Lasst euch immer von der Liebe Christi führen, die das Licht ist, um die Schönheit der affektiven Dimension des Menschen in einer reifen und hingebungsvollen Haltung zu leben. Der Herr gebe euch die Gnade, immer mehr in der Treue zur Fülle seiner Liebe zu wachsen.



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