17 November 2018, 07:30
Schönborn: Europa braucht "Ja zum Leben"
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Schönborn'
Wiener Erzbischof bei internationalem Symposion an der Hochschule Trumau: Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau in der Natur des Menschen begründet

Wien (kath.net/KAP) Ein eindringliches Plädoyer für ein "Ja zum Leben" hat Kardinal Christoph Schönborn bei einem Symposion an der Hochschule Trumau (Internationales Theologisches Institut/ITI) abgegeben. "Europa stirbt, weil es Nein zum Leben und zu seiner eigenen Zukunft sagt", so Schönborn in seinem Vortrag. Es gehe darum, junge Paare zu ermutigen, "großzügig 'Ja zum Leben' sagen - und damit zur Zukunft". Er wisse wohl um die schwierigen Situationen, in denen sich junge Menschen heute befinden, die eine Familie gründen wollen. Umso notwendiger seien gelebte Beispiele und Vorbilder von christlichen Familien, wie dieses "Ja zum Leben" gelingen könne.

Werbung
weihnachtskarten


Das Motto der internationalen Tagung lautete "Living today the prophetic vision of Humanae Vitae and Veritatis Splendor". In seinem Vortrag erinnerte Schönborn an eine Predigt, die er vor gut zehn Jahren bei einem Gottesdienst in Jerusalem gehalten hatte. Europa habe in den vergangenen Jahrzehnten mehrmals Nein zu seiner Zukunft gesagt: 1968 mit dem "Nein" zur Enzyklika Pauls VI. "Humanae vitae", wenige Jahre später mit der in den meisten europäischen Ländern eingeführten Fristenregelung und letztlich mit der "Homo-Ehe". Gerade im Blick auf Humanae vitae hätten die Bischöfe zu wenig Mut gehabt, zu diesem päpstlichen Dokument zu stehen, so Schönborn.

Er wolle freilich trotzdem optimistisch bleiben, so der Kardinal. Mit Verweis auf Papst Franziskus und Thomas von Aquin zeigte er sich überzeugt, dass sich Ideologien oder auch der gegenwärtige Mainstream gegen die wahre Natur des Menschen nicht durchsetzen würden. Und im Blick auf die Diskussion rund um gleichgeschlechtliche Ehen hielt Schönborn dementsprechend fest, dass die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau in der Natur des Menschen wurzle bzw. begründet sei.

Im Fokus des zweitägigen Symposions, das am Freitag zu Ende ging, standen die beiden Enzykliken "Humanae Vitae" (1968) von Papst Paul VI. und "Veritatis Splendor" (1993) von Papst Johannes Paul II. Die Referenten und Teilnehmer diskutierten vor allem deren Relevanz für die Gegenwart. Unter den Referenten waren neben Kardinal Schönborn u.a. der Erzbischof von San Franciso, Salvatore Cordileone, die Wiener Nationalratsabgeordnete Gudrun Kugler und der Rektor des ITI, Christiaan Alting von Geusau.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto Kardinal Schönborn (c) Erzdiözese Wien

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!











Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

Brasiliens neuer Außenminister: Klimawandel ‚marxistische Ideologie’ (70)

Einsiedler Abt Urban Federer meint: „Schwul und zölibatär ist okay“ (48)

Kardinal: „Es ist aber besser, an Hunger zu sterben“ (37)

Causa 'Alois Schwarz' - Rom untersagt Pressekonferenz der Diözese Gurk (36)

Der Traum alter Männer (31)

R. I. P. Robert Spaemann (29)

Müller: Theologie in Deutschland für Weltkirche nicht repräsentativ (25)

Zollitsch-Satz ist „sehr katholisch“ (25)

Vatikan reist mit hochrangiger Delegation zu UN-Migrationsgipfel (23)

SPD-Jungpolitiker: Wenn das abgetriebene Kind auf dem OP-Tisch stöhnt (21)

Die Todesengel von links (18)

Argentinien: Erzbischof spricht von „einer Art klerikaler Homolobby“ (12)

Bereite Dich auf das große Fest vor! (11)

Irisches Parlament legalisiert Abtreibung (11)

Italienische Regierung für Kreuze und Krippen in Klassenzimmern (11)