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08 Februar 2019, 10:00
Die tödliche Logik einer protestantischen Pastorin

Protestantische US-Pfarrerin und Buchautorin Nadia Bolz-Weber plädiert für „Recht auf Abtreibung“ und behauptet, dass eine Frau bis zu dem Moment, in dem das Kind atme, entscheiden dürfe, „ob sie die Schwangerschaft durchzieht oder nicht“.

Washington D.C. (kath.net) Die protestantische US-Pfarrerin und Buchautorin Nadia Bolz-Weber (Foto) plädiert für das „Recht auf Abtreibung“. Dies berichtet die Nachrichtenagentur „idea“. Die Autorin bekannte, dass sie selbst abgetrieben habe und begründete ihre Haltung zur Abtreibung mit der Schöpfungsgeschichte in der Bibel (Gen 2,7). So wie Gott den Menschen aus Staub geformt und ihm seinen Odem in die Nase geblasen habe, so gebe es einen Zusammenhang mit dem Menschsein und dem Atem. Der Mensch werde erst ein Mensch, wenn er selbstständig atme. Deshalb könne eine Frau bis zu dem Moment, in dem das Kind nach Luft schnappe, entscheiden, „ob sie die Schwangerschaft durchzieht oder nicht“.

Bolz-Weber bekam 2017 beim Deutschen Evangelischen Kirchentag 2017 eine Bühne. Scharfe Kritik an ihrer Auffassung übt laut „idea“ der stellvertretende Vorsitzende des evangelikalen Netzwerks „Evangelium 21“, Ron Kubsch (München): „Miese Exegesen können fatale Konsequenzen haben“, schreibt er in seinem „TheoBlog“. Die Begründung von Bolz-Weber sei unchristlich. Kubsch verweist auf den Theologen Karl Barth (1886–1968): „Das ungeborene Kind ist nämlich vom ersten Stadium an ein Kind, ein noch keimender, noch unselbstständig lebender Mensch, aber ein Mensch, kein Etwas, nicht nur ein Teil des Mutterleibes.“