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09 Februar 2019, 08:00
Fall Popieluszko: Anklage gegen drei Mitarbeiter der Geheimpolizei

Laut Anklage hätten die drei versucht, dem Priester mittels gefälschter Beweismittel subversive Tätigkeit zu unterstellen. Die ehemaligen Geheimpolizisten waren zuvor schon wegen der Ermordung Popieluszkos verurteilt worden.

Warschau (kath.net/jg)
In Polen hat die Staatsanwaltschaft drei Mitarbeiter der früheren kommunistischen Geheimpolizei angeklagt, mit gefälschten Beweisen dem seligen Jerzy Popieluszko (1947 – 1984) ein Verbrechen zu unterstellen. Dies berichtet der Catholic Herald.

Laut einer Erklärung der Kommission für die Untersuchung der Verbrechen gegen die polnische Nation seien die drei illegal in Popieluszkos Wohnung eingedrungen. Sie hätten dort Munition, Sprengstoff, Flugblätter und Publikationen deponiert. Dies sei ein Akt der Unterdrückung und Verfolgung eines Priesters aus politischen und religiösen Motiven gewesen.

Bei einer Hausdurchsuchung im Dezember 1983 hätten die drei die von ihnen selbst versteckten Gegenstände „entdeckt“. Gegen Popieluszko sei deshalb wegen „subversiver Tätigkeit“ ermittelt worden, heißt es in der Erklärung.

Die drei Angeklagten sind gemeinsam mit einem vierten Mann wegen der Ermordung Popieluszkos im Oktober 1984 verurteilt worden. Nach einer Revision des Urteils sind alle vier vorzeitig aus der Haft entlassen worden, schreibt der Catholic Herald.