14 März 2019, 10:00
Schneider: Katholiken in Brasilien wollen keine verheirateten Priester
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Zölibat'
Bischof: Das ist eine Idee von 'weißen Priestern' wie Bischof Kräutler und nicht der Brasilianer

Kasachstan (kath.net)
Katholiken in Brasilien wollen gar keine verheiratete Priester. Dies sei eine Idee von "weißen Priestern, nicht der Einheimischen“. Dies betonte Bischof Athanasius Schneider in einem Interview mit "LifeSiteNews". Schneider erläuterte, dass er selbst sieben Jahre in Brasilien tätig war und die Menschen dort sehr gut kenne. Die Idee verheirateter Priester sei eine Idee von Priestern, die kein "tiefes apostolisches und aufopferndes Leben" führen. Brasilianer seien laut Schneider "sehr fromme und einfache Menschen". "Sie würden niemals auf die Idee von verheirateten Priestern kommen. Zwei prominente katholische "weiße Priester", die verheiratete Priester dort pushen möchten, sind laut Schneider die österreichischen Bischöfe Erwin Kräutler und Fritz Lobinger. Beide seien inzwischen emeritiert, trotzdem sei Kräutler im Vorbereitungskomitee für die Amazonas-Synode zu finden.

Werbung
KiN Fastenzeit


Der Priestermangel sei, so Schneider weiter, erkennbar nur „Vorwand, um praktisch (nicht theoretisch) das Zölibat in der lateinischen Kirche abzuschaffen“. Dies sei Ziel seit Luther. Bei den Feinden der Kirche und bei den Sekten bestehe der erste Schritt immer darin, das Zölibat abzuschaffen. Das Priesterzölibat ist die letzte Hochburg, die in der Kirche abgeschafft würde. Das sakramentale Leben ist nur der Vorwand dafür.

Der Weibbischof erläuterte wörtlich: „Der Priestermangel im Amazonasgebiet ist für mich ein Beispiel für das Gegenteil: Vielleicht fehlt es den Priestern an einem tief engagierten und aufopfernden Leben im Geiste Jesu, der Apostel und der Heiligen. Sie suchen deshalb menschlichen Ersatz. Indigene verheiratete Kleriker werden in Amazoniens Kirche nicht zu einer Vertiefung und einem Wachstum führen. Mit Sicherheit wird das Aufkommen verheirateter Kleriker in der indigenen Kultur des Amazonas und in anderen Teilen der Welt des lateinischen Ritus andere Probleme nach sich ziehen.“

Der deutschstämmige Schneider ist Weihbischof im Erzbistum der Allerheiligsten Jungfrau Maria zu Astana in Kasachstan.

Weihbischof Athanasius Schneider: Der katholische Glaube und der Relativismus





Archivfoto Weihbischof Schneider: Kirche in Not

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!










Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Konrad Georg am 15.3.2019
Ja,
 
girsberg74 am 14.3.2019
Wegen @nazareth auf @winthir:
 
nazareth am 14.3.2019

 

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

Eine moralische Pflicht zum 'Kirchenaustritt'? (224)

Soll in Deutschland die katholische Sexualmoral abgeschafft werden? (122)

Nach der Vollversammlung der DBK: Deutscher Katholizismus am Abgrund? (64)

Der Abschied von der Moral (54)

Nicht richten, nicht verurteilen, immer geben und großherzig sein! (44)

"So eine Gesinnungsterrror gab es wohl zuletzt in der Nazizeit" (42)

Umweltschutz mutiert immer erkennbarer zur Ersatzreligion (37)

Deutscher Theologe meint: Liturgie begünstige Missbrauch in der Kirche (27)

Solidarität mit Muslimen - Schweigen bei Anschlägen auf Christen? (26)

Jesus-Anspielung im neusten Asterixfilm – ein Grund zum Ärgern? (24)

Über die Fragestellung eines häretischen Papstes (23)

Missbrauch: US-Katholiken überdenken Zugehörigkeit zur Kirche (20)

„Von welchem Planeten stammen unsere kirchlichen Leiter?“ (18)

120 Christen in Nigeria ermordet - Medien schweigen (17)

Kultursteuer statt Kirchensteuer (17)